Wandern im Allgäu: Söllereck – Fellhorn – Fiderepass

Zu den schönsten Touren im Allgäu gehört auch diese zweitägige Wanderung vom Söllereck über das Fellhorn zum Fiderepass. Landschaftlich schön, da das 2038 Meter hohe Fellhorn nicht umsonst als der Blumenberg der Allgäuer Alpen bezeichnet wird - und im Frühling betören weite Alpenrosenfelder und viele andere heimische Pflanzen die Sinne. Grandiose Tal- und Bergblicke auf dem spektakulären Grenzkamm machen das Naturerlebnis im Kleinwalsertal unweit von Oberstdorf komplett.

Allgäu, Deutschland Deutschland

Länge 13,05 Kilometer
Dauer 06:18 Std.
Schwierigkeitsgrad schwer
Höhenunterschied 1190 Meter
Höhenmeter absteigend 468 Meter
Tiefster Punkt 1341 m ü. M.
Höchster Punkt 2055 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download
Anspruch
Die vielen und oft steilen Höhenmeter auf dieser Tour verlangen eine gute Ausdauer. Teils schmale Pfade und exponierte Kämme fordern Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Bei Nässe kann es stellenweise heikel werden.

Anfahrt
Mit dem PKW: Von Oberstdorf auf der B 19 Richtung Kleinwalsertal, dort den Schildern zur Söllereckbahn folgen. Mit dem Bus: Von Oberstdorf starten alle 20 Minuten die grünen Walserbusse. Aussteigen an der Haltestelle der Söllereckbahn.

Ausgangspunkt
Startpunkt der Wanderung ist die Bergstation der Söllereckbahn im Kleinwalsertal.

Endpunkt
Die beschriebene Tour endet an der Fiderepass-Hütte (2070 m), von dort mehrere Abstiegsmöglichkeiten.

Einkehr/Übernachtung
Berghaus Schönblick (1400 m) an der Bergstation der Söllereckbahn, 92 Betten, Tel. 08322/4030, www.berghausschoenblick.de; Söller-Alpe (1522 m), im Sommer bewirtschaftet; Gipfelrestaurant Fellhorn (1967 m), Tel. 08322/9600/2723, www.fell horn.de; Fiderepass-Hütte (2070 m), 120 Lager, Tel. 0043/5517/20626, www.fiderepasshuette.de

Beste Zeit
Von Juli bis Oktober.

Karten
Kompass-Wanderkarte Allgäu-Kleinwalsertal, Maßstab 1:50.000, 7,50 Euro, www.kompass.at

Zumstein Wanderkarte 4 – Oberstdorf, AVA Verlag, Maßstab 1:30.000, 6,60 Euro, www.ava-verlag.de

Info
Tourismus Oberstdorf Prinzregenten-Platz 1
87561 Oberstdorf
Tel. 08322/7000
Fax 08322/700236
www.oberstdorf.de

outdoor-Tipp
​Gegen 5 Euro Pfand erhält jeder Feriengast von seinem Vermieter die Allgäu-Walser-Card. Wer viele touristische Angebote nutzt, spart damit richtig Geld: Kartenbesitzer zahlen ermäßig­ten Eintritt in Schwimmbädern, Museen und zahlreichen anderen Einrichtungen. Auch Tickets für Bergbahnen, Bus- und Bahnfahrten sowie Parkgebühren sind günstiger. Wo die Allgäu-Walser-Card sonst noch Kosten drückt, steht auf www.oberallgaeu.de.

Route
Von der Bergstation der Söllereckbahn (1358 m) wandert man südwärts am Söllerhaus vorbei und folgt dem Wegweiser Richtung Söller-Alpe/Fellhorn. Die Strecke führt zunächst gemächlich steigend durch Wald, dann quert sie auf gleichbleibender Höhe den Hang unterhalb des Söllerecks. Nach rund einem Kilometer erreicht man die bewirtschaftete Söller-Alpe (1522 m). Von dort zieht der Weg in Serpentinen zum westlich gelegenen Grat hinauf, ein schmaler Pfad leitet dort – teilweise steil und bei Nässe heikel - zum Söllereck (1706 m) hoch.

Nun folgt die Strecke dem Grenzgrat zwischen Deutschland und Österreich. Der Kammpfad ist auch hier oft schmal und ausgesetzt. Stets in südwestlicher Richtung führt er zunächst auf den Schlappoltkopf (1968 m), dann erklimmt er den Gipfel des Fellhorns (2038 m). Nach kurzem Abstieg zur Bergstation der Fellhornbahn geht es auf einem breiten Wanderweg weiter hinab zum Gundsattel (1808 m). Dort an einer Weggabelung links halten und auf einem idyllischen Weg durch reiche Alpenflora bis zur verfallenen Roßgund-Alpe wandern. Von dort quert die Route ohne nennenswerte Höhenunterschiede in südöstlicher Richtung zur unbewirtschafteten Kühgund-Alm (1745 m). Dem Weg am Bachlauf entlang nach Südwesten folgt man nun durch ein Hochtal, an dessen Ende es noch einmal steil hinauf zur Fiderepass-
Hütte (2070 m) geht.

Für den Abstieg am nächsten Tag empfiehlt sich der Weg durch das romantische Wildental nach Mittelberg (etwa 2 Stunden).


06.06.2009
Autor: Niko Dohmen
© outdoor
Ausgabe 03/2009