Bergwanderung aufs Rubihorn und zum Unteren Gaisalpsee

Zu den schönsten Wanderungen im Allgäu gehört auch diese Bergtour auf das Rubihorn und zum Unteren Gaisalpsee.​ Die Wanderung auf das Rubihorn führt durch eine sehr abwechslungsreiche Berglandschaft. Gekrönt wird sie von der sensationellen Rundumsicht auf die Oberstdorfer Alpen und das Allgäuer Voralpenland. Das Highlight beim Abstieg: eine Badepause am herrlichen Unteren Gaisalpsee.

Allgäu, Deutschland Deutschland

Länge 15,05 Kilometer
Dauer 07:30 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 1182 Meter
Höhenmeter absteigend 1169 Meter
Tiefster Punkt 822 m ü. M.
Höchster Punkt 1919 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download
Anspruch
Mäßig schwierige Wanderung, deren größte konditionelle Herausforderung der Höhenunterschied ist: Jeweils rund 1100 Meter müssen im Auf- und Abstieg bewältigt werden. Im Gipfelbereich und beim Abstieg zur Gaisalpe verlangen ein paar Stellen einen sicheren Tritt und Schwindelfreiheit.

Anfahrt
Mit dem PKW: Nach Oberstdorf, dort an der Nebelhornbahn parken. Mit dem Bus: Wer in einem der Dörfer rund um Oberstdorf wohnt, erreicht den Ausgangspunkt der Wanderung mit den grünen Walserbussen.

Ausgangs- und Endpunkt
Parkplatz an der Nebelhornbahn in Oberstdorf. Alternativ kann man die Tour mit einem Abstieg nach Reichenbach oder Rubi beenden.

Einkehr
Berggasthof Seealpe (1282 m) an der Mittelstation der Nebelhornbahn; Berggasthof Gaisalpe (1165 m), ganzjährig geöffnet, Tel. 08326/7917, www.berggasthof-gaisalpe.de; Untere Richteralpe (1158 m), bew. Mitte Mai bis Ende Oktober, Tel. 08326/384758, www.richteralpe.de

Beste Zeit
Von Juni bis Oktober.

Karten
Kompass Wanderkarte Allgäu-Kleinwalsertal, Maßstab 1:50.000, 7,50 Euro, www.kompass.at

Zumstein Wanderkarte 4 – Oberstdorf, AVA Verlag, Maßstab 1:30.000, 6,60 Euro, www.ava-verlag.de

Info
Tourismus Oberstdorf Prinzregenten-Platz 1
87561 Oberstdorf
Tel. 08322/7000
Fax 08322/700236
www.oberstdorf.de

outdoor-Tipp
​Ein beeindruckendes Erlebnis ist der Besuch der Skisprunganlage Schattenbergschanze in der Oberstdorfer Erdinger Arena: Zunächst geht‘s mit einem Schräg­aufzug 85 Meter hinauf zum Schanzentisch, von dort per Lift zur Panorama-Plattform auf dem Sprungturm. Wem der Tiefblick noch nicht luftig genug ist, kann seine Nerven im Skywalk-Hochseilpark zwischen den Schanzentürmen testen. Öffnungs­zeiten Schattenbergschanze: täglich 10–18 Uhr. Eintritt: ab 5 Euro für Erwachsene. Infos zum Skywalk-Hochseilpark: www.skywalk-park.com

Route
Ausgangspunkt dieser Allgäu-Bergtour ist die Talstation der Nebelhornbahn. Von dort schwebt man per Gondel zur Mittelstation Seealpe – wer zu Fuß aufsteigen möchte, nimmt den äußerst lohnen­den Weg durch den Faltenbachtobel (rund 1,5 Stunden), der links des Skisprungstadions beginnt. Etwas unterhalb der Mittelstation (1267 m) startet die Aufstiegsroute zum Rubihorn (dem Schild folgen). In nordwestlicher, später nördlicher Richtung geht es erst gemächlich steigend durch saftige Bergwiesen, danach steiler durch den beeindruckenden Wald am Roßbichel (1466 m). Nun hält die Strecke Kurs auf das nordöstlich gelegene Nieder­eck (1862 m). Viele steile Kehren führen zwischen Kriechlatschen hinauf. Am Ende des Anstiegs gilt es, kurze, gesicherte Kletterpassagen zu bewältigen. Oben am Kamm öffnet sich ein herrlicher Panoramablick auf das Nebelhorn sowie den Oberen und Unteren Gaisalpsee. Vom Niedereck folgt man dem schmalen Pfad, der in nördlicher Richtung zum Rubihorn führt. Nach kurzem Abstieg mit folgendem Gegenanstieg ist das Gipfelkreuz (1957 m) schnell erreicht.

Vom Rubihorn wandert man kurz auf dem Anstiegsweg zurück und biegt am Wegweiser zum Unteren Gaisalpsee (1508 m) in östlicher Richtung ab (anfangs steil und teilweise gesichert). Dort leitet die Strecke am rechten Ufer des Sees vorbei und nimmt Nordwest-Kurs auf die Gaisalpe (1165 m). An einer Kapelle unterhalb biegt der Wallraff-Weg ab, auf dem man nach gut fünf Kilometern wieder zurück nach Oberstdorf gelangt. Alternativ kann man auch nach Reichenbach oder Rubi absteigen; alle Wege sind gut ausgeschildert.


06.06.2009
Autor: Niko Dohmen
© outdoor
Ausgabe 03/2009