Bergwanderung Oberstdorf – Laufbacher Eck – Oytal im Allgäu

Diese Rundwanderung gehört zu den schönsten Höhenwanderungen im Oberallgäu. Herrliche Weitblicke auf über 400 Berggipfel krönen die Bergtour von Oberstdorf bis ins Oytal.

Allgäu, Deutschland Deutschland

Foto: Ben Wiesenfarth
Länge 19,38 Kilometer
Dauer 06:52 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 683 Meter
Höhenmeter absteigend 1784 Meter
Tiefster Punkt 822 m ü. M.
Höchster Punkt 2140 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch
Die gemäßigte, aber lange Höhenwanderung führt über gut beschilderte Wege und Steige. Der Höhenunterschied hat es in sich: 1375 Meter im Aufstieg, 2407 Meter im Abstieg. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung. Nur bei absoluter Schneefreiheit angehen; vorher Schnee-/Wetterbericht checken.

Beste Zeit
Von Mai bis Oktober, während der Ferienzeit und den Wochenenden kann es auf den Wegen voll werden.

Anreise
Mit dem Pkw: Auf der A 7 von Norden an Kempten vorbei bis zum Dreieck Allgäu fahren. Dort auf die B 19 Richtung Oberstdorf. In Oberstdorf bis zur Talstation der Nebelhornbahn (Schilder beachten). Mit dem Zug: Durchgehende Intercity- und Inter-Regio-Verbindungen nach Oberstdorf machen die Anreise per Schiene bequem möglich.

Ausgangspunkt
Start ist die Bergstation der Nebelhornbahn in Oberstdorf.

Einkehr
Käser-Alpe, hervorragende Brotzeit in idyllischer Landschaft (geöffnet von Mai bis Oktober), Oytalhaus, Tel. 0 83 22/8 07 84, nahezu ganzjährig geöffnet, keine Übernachtung,
Tel. 0 83 22/47 97.

Übernachtung
Kurverwaltung Oberstdorf,
Tel. 0 83 22/7 00-0, Fax 7 00-2 36,
info@oberstdorf.de, www.oberstdorf.de

Karte
Alpenvereinskarte Allgäuer/Lechtaler Alpen, Westblatt, Maßstab 1:25 000, 9,80 Euro.

Info
Kurverwaltung Oberstdorf: s. o.
DAV-Wetterbericht: Tel. 0 83 22/70 02 00, Tel. 0 89/29 49 40.

outdoor-Tipp
Wer sich für die Lebensumstände vor 400 Jahren interessiert, sollte das Jakobe-Haus in Gerstruben besuchen. Das alte Bergbauernhaus in traditioneller Holzbauweise wurde restauriert und mit Original-Inventar ausgestattet. So bekommt man einen Eindruck vom kargen Leben damals. Öffnungszeiten über die Kurverwaltung in Oberstdorf. Erweitern kann man diese Tour durch einen Abstecher ins Dietersbachtal und zur Dietersbach-Alpe.

Route
Ausgangspunkt ist die Bergstation der Nebelhornbahn. Am Edmund-Probst-Haus vorbei läuft man am Zeiger zu den Seeköpfen und sieht schon rechts unterhalb den Seealpsee, einzigartig in seiner Lage. Der exponierte Hochvogel dominiert das Gipfelpanorama, und die vier Köpfe der Höfats ragen majestätisch im Hintergrund empor.

Sind die Pfade zu Beginn noch gut besucht von Ausflügern, so ändert sich dies spätestens beim Passieren der schmalen, zum Teil grasbewachsenen Wege, die vorbei an den West- und Südhängen der Seeköpfe zum Schochen und Lachenkopf führen. Von hier geht es zur Lachenscharte vor dem Laufbacher Eck (2178 m). Ein kurzer Anstieg führt zum Gipfel, dann rechter Hand weiter Richtung Zwerchwand. Auf der rechten Seite ist der Rotkopf zu sehen, und man geht immer rechtshaltend zum Himmelecksattel
(2007 m).

Hier führt der Weg einfach zur Wildenfeldhütte und in Serpentinen weiter hinab zur Käseralpe. Die schmackhafte Brotzeit sollte sich niemand entgehen lassen (bewirtschaftet Mai–Oktober). Es folgt die Abzweigung zum Älpelesattel, an der man entweder zum Aufstiegsweg auf die Höfats geht – was aber nur erfahrenen Grasbergbesteigern vorbehalten sein sollte – oder den Wanderweg zur Kemptner Hütte wählt. Vorbei am Stubenwasserfall, mit herrlichem Blick auf die Südwand des Himmelhorns und auf den bei Kletterern wohlbekannten Rädlergrat.

Der gut ausgebaute Weg führt weiter ins Tal, vorbei an der unteren Gutenalpe bis hin zum Oytalhaus. Der Pfad ist eben, aber die zurückgelegte Strecke kann sich in Füßen und Waden durchaus schon bemerkbar machen. Sehr schön ist hier der vom Seealpsee herunterführende Gleitweg zu sehen. Am Oytalhaus besteht die Möglichkeit, sich einen Mountain-Roller zu leihen, oder aber man läuft den langen Ziehweg, der auf dem letzten Abschnitt noch einmal nah an die Trettach führt und schließlich unterhalb der Schattenbergschanzen endet.

26.02.2008
Autor: Peter Melchin
© outdoor
Ausgabe 03/2008