Allgäuer Alpen: Rubihorn

Die Wanderung auf den Oberstdorfer Hausberg bietet das Rundumprogramm.

Allgäu, Deutschland Deutschland

Länge 16,58 Kilometer
Dauer 07:54 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 1296 Meter
Höhenmeter absteigend 1287 Meter
Tiefster Punkt 823 m ü. M.
Höchster Punkt 1921 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Das Rubihorn ist nicht schwierig, aber man muss zweimal kurz kraxeln. Ausgesetzte Passagen sind mit Drahtseil und Eisentritten entschärft.



Anfahrt


Von Oberstdorf fährt morgens jede Stunde der Bus 45 nach Reichenbach. Mit dem Auto kommt man direkt zum Wanderparkplatz.



Ausgangspunkt


Die Tour beginnt am Wanderparkplatz in Reichenbach, auf 870 m Höhe, 3,7 km nördlich von Oberstdorf.




Einkehr


Beim Aufstieg bietet die Gaisalpe (gasthof-gaisalpe.de) Allgäuer Bergfladen und Buttermilch an; ganz in der Nähe liegt auch die Richteralpe (gaisalpe.de/richteralpe). Beim Abstieg kann man im Berggasthof Seealpe an der Mittelstation der Nebelhornbahn rasten.



Beste Zeit


Die Tour ist von Juni bis Oktober möglich, wobei Juli bis September als die besten Monate gelten.




Karte


Die Kompass-Karte Nr. 3 »Oberstdorf, Kleinwalsertal«, 1:25000, für 11,99 Euro deckt die Tour gut ab.





Infos


Bei der Nebelhornbahn (Tel. 08322/96000, ok-bergbahnen.com) oder über Tourismus Oberstdorf (Tel. 08322/7000, oberstdorf.de).





outdoor-Tipp


Wem die Wanderung zu lang oder anstrengend erscheint, der kann sie einfach in umgekehrter Richtung unter die Sohlen nehmen und zu Beginn mit der Nebelhornbahn bis zur Mittelstation Seealpe hinaufschweben. So spart man sich gut 400 Höhenmeter Anstieg und genießt als Auftakt das Allgäu-Panorama aus der Gondel heraus.




Route


Vom Parkplatz in Reichenbach auf der Teerstraße bergan wandern und nach der Brücke links in den Tobelweg abbiegen. Entlang des Gaisalpbachs weiter, vorbei an einer Reihe von kleinen Staumauer-Wasserfällen. Dabei wechselt der Weg zwei Mal über eine Gitterbrücke das Ufer. Nach einer guten halben Stunde verlässt er die Schlucht, lässt den Gasthof Gaisalpe (1165 m) links liegen und steigt zwischen Wiesenhügeln und über einen wurzeligen Erdpfad hinauf zum Gaisalpsee (1508 m). Hinter dem See geht es in Serpentinen über einen Grashang hinauf, bevor es felsig wird. Eisentreppchen erleichtern eine kurze Kraxelpassage, an ausgesetzten Passagen hilft ein Stahlseil. Nach drei Stunden steht man auf dem Gipfel (1957 m) und blickt hinab auf Oberstdorf.
Von hier steigt man nicht nach rechts auf dem gleichen Weg ab, sondern geht geradeaus weiter. Herrliche Felsgrate und Graskämme führen hinüber zum Niedereck. Kehren leiten durch eine Schneise im Latschenkiefer-Wald bis zur Mittelstation Seealpe (1285 m, 2 h) ab.
Von hier könnte man die Nebelhornbahn ins Tal nehmen. Schöner ist es, über einen Waldweg bergab zu gehen, vorbei an einem Wasserkraftwerk und rechts in den Faltenbachtobel. Nach dem kurzen Abschnitt in der Schlucht (15 min) schlendert man das letzte Stück über eine Teerstraße, passiert die Skisprungschanzen und kommt in Oberstdorf an.  
Florian Sanktjohanser




27.02.2019
Autor: Florian Sanktjohanser
© outdoor
Ausgabe 4, 5/2019, 2019