Allgäuer Alpen: Ifen

Wie ein Tafelberg thront der Ifen über dem Kleinwalsertal.

Allgäu, Deutschland Deutschland

Länge 12,00 Kilometer
Dauer 06:30 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 1190 Meter
Höhenmeter absteigend 870 Meter
Tiefster Punkt 1199 m ü. M.
Höchster Punkt 2230 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Für die lange Tour braucht man vor allem Kondition, auf dem Karst auch Trittsicherheit. Das Kraxelstück durch die Ifenmauer ist zum Teil gesichert. 





Anfahrt


Zug nach Oberstdorf, Bus 1 bis Riezlern, Bus 3 zum Sonnblick. Oder auf B 19 bis Riezlern und rechts in die Schwarzwassertalstraße.




Ausgangspunkt


Die Wanderung beginnt an der Bushaltestelle Sonnblick im Wäldele, 4 km südwestlich von Riezlern.




Einkehr


Das Belohnungsbier nach der Tour trinkt man am schönsten auf der Terrasse der Ifenhütte (Tel. 0043/5517/52745923, ifenhuette.at). Im Gschtrüübelhof im Wäldele (Tel. 0043 5517 20104, natur-erlebnishof.at) am Startpunkt gibt es hervorragende Brennnesselknödel.





Beste Zeit


Die besten Bedingungen herrschen von Juli bis September. Bei Regen ist die Tour nicht zu empfehlen.




Karte


Die Kompass-Karte Nr. 3 »Oberstdorf, Kleinwalsertal«, 1:25000, für 11,99 Euro deckt die Tour gut ab.




Infos


Bei den Ifen-Bergbahnen (Tel. 0043/5517/52740, ok-bergbahnen.com) oder über Tourismus Oberstdorf (Tel. 08322/7000, oberstdorf.de).




outdoor-Tipp


Wer sich die Seilbahn sparen will, steigt vom Gipfelplateau über die Ifersguntalpe zur Schwarzwasserhütte (Tel. 0043/5517/30210, schwarzwasserhuette.com) ab und geht durch das Tal zurück zur Talstation (zusätzlich 3 h)  – oder übernachtet am Vorabend auf der Hütte und geht die Tour dann in umgekehrter Richtung. 





Route


Dem Wegweiser »Gottesackerplateau« folgend, geht es an der Pension Sonnblick vorbei in den Bergwald. Bald passiert man haushohe, zerklüftete Felsen und steigt über Wurzeln und ausgewaschene Steine hinauf bis zur Jagdhütte auf der Schneiderkürenalpe. Hier wurden unter einem überhängenden Felsen Pfeilspitzen und Knochen aus der Steinzeit gefunden.
Der Weg führt nun zwischen Beerenbüschen, Latschenkiefern und zerborstenen Karstfelsen dahin. Durch eine Minischlucht steigt man hinauf zu den Ruinen der Gottesackeralpe (1835 m, 2,5 h) und kann oberhalb auf einer Graskuppe mit Fernblick rasten. An den Ruinen nach links dem Wegweiser »Hoher Ifen« folgen. Rot-weiße Farbtupfer führen über schmierige Karstfelsen mit tiefen Spalten dazwischen – den sagenhaften Gottesacker – und hinauf zur neuen Bergstation der Ifenbahn (2024 m).
Von dort aus quert man ein Geröllfeld und kraxelt teilweise gesichert durch die gestufte Ifenmauer auf das geneigte Gipfelplateau. Sanft bergauf geht es an der Abbruchkante entlang über Bergwiesen zum Gipfelkreuz (2229 m, 5 h). Auf gleichem Weg zurück zum Fuß der Ifenmauer und an der Gabelung rechts. Durch das Hochtal und in Serpentinen über die Skipiste steigt man bis zur Ifenhütte und der Mittelstation der Seilbahn ab.
Florian Sanktjohanser



27.02.2019
Autor: Florian Sanktjohanser
© outdoor
Ausgabe 4, 5/2019, 2019