Trek Neusseland - durch den Fiordland-Nationalpark

Der Routeburn Trek in Neuseeland - die Tagesetappen im Überblick

Der Routeburn-Track zählt zu den »10 Great Walks« Neuseelands. Weitwanderer kommen auf ihm in den Genuss einer grandiosen Landschaft und einer hervorragenden Trekking-Infrastruktur. Hier stellen wir alle Etappen detailiert vor.
Foto: outdoor

Die Tagesetappen Routeburn Trek - Klick aufs Bild öffnet die Großansicht.

1. Tag: The Divide – Lake Mackenzie
13 Kilometer, 5–6 Stunden, 400 Höhenmeter

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man von Te Anau bis zu »The Divide«, der Parkplatz an der Hollyford Road liegt auf der Wasserscheide zwischen West- und Ostküste. Von dort geht es in etwa einer Stunde bis zur Abzweigung zum Key Summit. Bei guter Sicht lohnen die 300 Höhenmeter auf diesen Aussichtsgipfel. Kurz vor dem Lake Howden trifft die Gipfelvariante wieder den Hauptweg. Es folgt ein kurzer, steiler Abstieg zur Lake Howden Hut, dem Verbindungspunkt zwischen Routeburn, Greenstone und Caples Track (mehr Infos siehe Seite 50). Durch einen wunderschönen Silberbuchenwald geht es dann weiter zu den 80 Meter hohen Earland Falls. Im Anschluss kurvt der Weg auf gleicher Höhe um einen Bergrücken herum und erreicht, nachdem mehrere durch Schneelawinen entstandene, kleinere Lichtungen passiert wurden, die markante Lichtung »Orchard« mit ihren vereinzelt stehenden Südbuchen. Danach steigt der Weg für 15 weitere Gehminuten an, bis es zum Lake Mackenzie hinuntergeht, an dessen Ufer die gleichnamige Hütte liegt.

2. Tag: Lake Mackenzie – Routeburn Falls
15 Kilometer, 5–7 Stunden, 350 Hm Auf-, 215 Hm Abstieg

Die Königsetappe des Tracks. Zunächst geht es durch einen verwunschenen Südbuchenwald in leichtem Anstieg bis über die Baumgrenze. Dann folgt man dem Zickzack der Serpentinen zur Ocean Peak Corner, von der man bei schönem Wetter einen wunderbaren Blick über das Tal des Hollyfords, auf die Darran Mountains und bis zur Tasmanischen See hat. In sanftem Auf und Ab geht es nun über dem Hollyford-Tal bis zum unschwierigen Anstieg auf die Passhöhe und weiter zu den Not­biwaks auf dem Harris Saddle (1255 m). Hier bietet sich bei guten Bedingungen ein einstündiger Abstecher auf den Conical Hill (1515 Meter) an. Weiter am Südufer des Lake Harris entlang, dann am rechten Ufer des jungen Routeburns hinab bis zur Baumgrenze und zum Steilabbruch der Routeburn Falls. Hier liegt die gleichnamige Hütte. Vorher sollte man, wenn das Wetter es zulässt, auf einen rechter Hand gelegenen Aussichtsfelsen steigen (45 Minuten). Der Pfad dorthin beginnt bei einer kleinen Brücke kurz vor der Baumgrenze, hier kann das Gepäck deponiert werden.

3. Tag: Routeburn Falls – Routeburn Shelter
10 Kilometer, 4 Stunden, 560 Höhenmeter im Abstieg

Die letzte Etappe des Tracks führt in einen dichten Südbuchenwald. Mit etwas Glück beobachtet man den seltenen Weka, der sich von Insekten ernährt, die er unter der Baumrinde findet. Über den Kegel einer Lawine geht es weiter abwärts bis zum Abzweig zur Routeburn Flats Hütte. Wem die Hütte einen Abstecher wert ist, der geht links. Alle anderen gehen weiter am rechten Ufer des Flusses durch das unmerklich enger werdende Routeburn-Tal. Eine Hängebrücke markiert den Beginn der Routeburn-Schlucht. Der Wanderweg verläuft hoch über den tosenden Wassermassen am linken Ufer und erreicht bald den Trailhead-Parkplatz.

01.03.2010
Autor: Alex Krapp
© outdoor
Ausgabe 04, 05, 03/2010, 2010, 2010