Die schönsten Outdoor-Touren in Marokko: Tour 1: Camel Trail

Highlights für Biker, Paddler, Trekker und Wüstenwanderer.

Lebensfeindlich gibt sich die Wüste nur auf den ersten Blick.

Auf Stollenreifen im Anti-Atlas
Was Moab in Utah für Mountainbike-Fans in Nordamerika ist, ist Tafraoute für die Biker in Marokko. Nur gibt es in Tafraoute bisher kaum Biker. Der Ort ist noch unentdeckt und schlummert in einem Dornröschenschlaf. Tafraoute liegt im Herzen des Anti-Atlas inmitten einer beeindruckenden Szenerie von rund 2000 Meter hohen roten Granitrücken. Mehrere Täler kommen hier zusammen und bilden ein Netz aus atemberaubenden Routen.
Teilweise kann man diese auf einer Bike-Rundtour verbinden. Ohne technische Schwierigkeiten fährt man auf einsamen Pisten. Unbedingt auf Verpflegung und ausreichend Wasser (mindestens zwei Liter/Tour) achten. Empfehlenswert ist die Tour zu den "Bunten Steinen", einem bizarren Ort mitten in der Wüste unweit der Stadt. Eine fast 100 Kilometer lange Tour führt von Tafraoute durch das Oasental von Ait Mansour. Dort kann man lange Zeit durch einen mächtigen Canyon pedalieren. Auch das Tal der Ammeln ist ein lohnendes Revier und bietet ein Netz kleiner Wege, die teilweise noch als echte Mulipfade zu versteckten Dörfern an den Felshängen führen.
Mountainbikes geringer Qualität kann man in Tafraoute im Maison Tuareg für 10 Euro am Tag leihen: auch ein ortskundiger Guide ist dort aufzutreiben. Die Mitnahme des eigenen Fahrrads, ist für längere Touren allerdings unbedingt zu empfehlen.

Dort wo Krummdolche verkauft werden und auch nachts noch munter gefeilscht wird – die Souks von Marrakech.

11.07.2001
© outdoor
Ausgabe 10/2000