Zeltzeit: Neun Kuppelzelte im Test 2009

Vom Campingplatz bis zur Bergtour: Neun Kuppelzelte im Test

Kuppelzelte sind ideale Allrounder: Vom Flachland bis zum Hochgebirge machen sie alles mit. Wir haben neun Allzweckbegleiter unter die Lupe genommen.
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Der Sturm schüttelt das kleine rote Kuppelzelt durch, die Zelthäute flattern – werden die Stangen halten? An einen Rückzug ist nicht zu denken: Nur kletternd erreichten outdoor-Testredakteur Boris Gnielka, seine Frau und Hund Finja den Logen­platz auf dem Rotbergligrat, hoch über dem Sustental. Außerdem ist es jetzt dunkel. Augen zu und durch heißt die Devise – das Zelt muss in diesem Sturm jetzt einfach halten.

Das Zelt hielt, doch nicht alle Zelte verkraften solche Sturmattacken. Das zeigt auch der aktuelle outdoor-Test, bei dem alle Kandidaten vor die Windmaschine mussten: Kein einfacher Ventilator, sondern ein tonnenschwerer, zwei Meter hoher Koloss aus Alu, Stahl und Carbon. Mittendrin sitzt Lars, Herrscher über acht Zylinder und 500 PS. Lars grinst schelmisch, auf das Nicken von Testredakteur Wacker dreht er den Zünd­schlüssel. Brüllender Wind setzt ein, drückt aufs erste Testzelt. 90 km/h, 100, 110, dann ein lauter Knall – ein Gestängebogen durchbohrt das Außenzelt, das Zelt fällt schlagartig zusammen.

Neun Kuppelzelte für zwei Personen müssen diese Prüfung im Rahmen des outdoor-Zelttests bestehen. Doch nicht nur diese. Auch die Wasserdichtigkeit von Bodenwanne und Außenzelt, die Wirksamkeit der Lüfter sowie der Wohnkomfort stehen auf der Prüfliste der Testcrew. Mit im Einsatz: Laserdistanzmessgerät, Digitalwaage und Soutertester. Es wird gemessen und notiert, ein- und ausgepackt, auf- und abgebaut, gespannt und gezogen, in den Zelten gekocht und geschlafen.

27.08.2009
Autor: Boris Gnielka
© outdoor
Ausgabe 07/2009