Zehn leichte Trekkingzelte im outdoor-Test 2012

Testfazit und Ergebnisse

Obwohl sich die Zelte stark unterscheiden, bestehen alle den harten outdoor-Prüfmarathon – wenn auch nicht gleich gut. Erfreulich ist aber, dass selbst ein sehr gutes Zelt nicht viel kosten muss.
Zu den getesteten Produkten

Teuer wird es nur für den, der ein ausgesprochenes Leichtgewicht sucht. Hier empfiehlt sich vor allem das Kuppelzelt Hilleberg Rogen für 780 Euro. Es wiegt nur rund zwei Kilo, bietet genügend Platz, zwei Apsiden und lässt sich kinderleicht aufbauen.

Wind und Regen hält das Hilleberg Rogen ab, ist ­sogar halbwegs sturmfest – lässt sich aber auch nicht komplett winddicht abschotten, so dass es schon bei frischen Brisen spürbar durchs Innenzelt weht. In lauen Nächten ist das angenehm, bei Kälte aber ungemütlich, womit sich das Hilleberg Rogen als Spezialist für Sommereinsätze outet.

Sie wollen ein vielseitiges Zelt? Eines, das Sie in den regenverhangenen Weiten Skandinaviens genauso ruhig schlafen lässt wie in einem alpenländischen Gewittersturm oder beim Wintereinbruch im deutschen Mittelgebirge? Dann schauen Sie sich mal Fjällräven Akka Dome 2 und Marmot Nusku 2P an.

Die beiden Kuppelzelte kosten je 550 Euro, bieten sehr hohen Wetterschutz und ausgezeichneten Wohnkomfort: mit zwei Apsi­den, gut dosierbarer, effektiver Belüftung und ­einfachstem Handling. Auch ihr Gewicht liegt mit 3,4 und 3,2 Kilogramm noch im grünen Bereich.

Günstige und gute Zelte für unter 500 Euro

Etwas leichter, günstiger und fast genauso wetterfest zeigt sich das The North Face Westwind. Zwar bietet das Tunnelzelt nur eine Apsis, doch lässt sich diese von zwei Seiten öffnen, und innen hat es dafür reichlich Platz. Mit 2,9 Kilogramm eignet sich das The North Face Westwind gut für Bergtouren, macht aber auch im Mittelgebirge sowie Skandinavien Spaß – und kostet erträgliche 450 Euro.

Es geht aber noch günstiger: Das Robens Goshawk kostet 400 Euro – und spielt in puncto Wohnkomfort und Wetterschutz in der Topliga. Kein Zelt bietet so viel Apsisplatz wie das Robens-Tunnelzelt, kein anderes lässt sich leichter aufbauen und keines steht besser im Sturm: Erst bei brüllenden 120 Stundenkilometern geht das Robens Goshawk zu Boden – bleibt dabei sogar unversehrt! Mit 3,3 Kilogramm ist es zudem leicht genug, um auch wirklich gerne mit auf Tour genommen zu werden. Wohin? Das liegt ganz bei Ihnen!

Die Ergebnisse des Zelttests im Überblick

Zelt / Link zum Testbericht Gewicht Preis Testurteil
The Norh Face Westwind (Kauftipp) 2920 g 450 Euro Sehr gut
Robens Goshawk (Kauftipp) 3340 g 400 Euro Sehr gut
Fjällräven Akka Dome 2 (Kauftipp) 3430 g 550 Euro Sehr gut
Hilleberg Rogen 2030 g 780 Euro Sehr gut
Marmot Nusku 2P 3210 g 550 Euro Sehr gut
Exped Mira II 2080 g 360 Euro Gut
Helsport Fjellheimen Superlight 1930 g 900 Euro Gut
Jack Wolfskin Sanctuary 2RT 2700 g 500 Euro Gut
Rejka Olanka Light 3850 g 399 Euro Gut
Vaude Space 2P 3050 g 540 Euro Gut
27.07.2012
Autor: Boris Gnielka
© outdoor
Ausgabe 07/2012