Sechs Tunnelzelte im Test

Tunnelblick

Tunnelzelte bieten viele Vorteile und sind schon für ­relativ wenig Geld erhältlich. outdoor hat sechs Modelle zwischen 200 und 300 Euro getestet.
Zu den getesteten Produkten
Foto: Björn Hänssler Innenraum eines Tunnels.

Tunnelzelte bieten viel Platz bei geringem Gewicht.

Als der schwedische Hersteller Hilleberg vor rund 30 Jahren das erste Tunnelzelt entwarf, war kaum abzusehen, wie gut sich diese Zeltform am Markt behaupten würde. Heute bietet fast jeder Zelthersteller ein breites Sortiment an Tunnelmodellen an. Kein Wunder, denn durch die simple Konstruktion mit ihren kurzen Gestängebögen bleibt das Gewicht niedrig, gleichzeitig schaffen die steil aufragenden Seitenwände einen großen Innenraum – entscheidende Kriterien für Outdoorer. Doch wie sieht es mit dem Wetterschutz aus? Bleiben Tunnelzelte im Sturm stehen und bei Regen trocken? Wie gut lassen sie sich belüften, wie einfach aufbauen?

Sechs Zweipersonentunnel mussten im outdoor-Test zeigen, was sie leis­ten. Eine Überraschung brachte der Test vor der Windmaschine: Alle sechs Zelte überstanden selbst Böen um 110 km/h. Am besten – fast regungslos – blieben die Modelle von Jack Wolfskin und Vaude stehen. Richtig abgespannt, übersteht man in diesen beiden jeden Sturm. Auch Wolkenbrüche und Sumpfboden können ihnen nichts anhaben, wobei hier Salewa und Tatonka ebenfalls Spitzenwerte liefern. Und wie sieht es mit dem Zeltaufbau aus? Der fällt beim Wolfskin am leichtesten, doch auch beim Salewa Omega und beim Vaude Ferret braucht man zu zweit nicht länger als drei Minuten.

Fazit: Unterm Strich kann outdoor vor allem zwei Zelte empfehlen: Für Touren, bei denen eher ein leichtes als ein besonders geräumiges Zelt gefragt ist, das Vaude Ferret 1. Es wiegt gut drei Kilo, bietet einen komfortablen Seiteneingang, ein ausreichend langes Innenzelt und optimale Ventilationsmöglichkeiten. Für Nordlandtreks und Wintertouren hingegen, bei denen neben gutem Wetterschutz auch ein großzügiges Raumangebot zählt, ist das Tundra II RT von Jack Wolfskin die erste Wahl.

11.03.2008
Autor: Boris Gnielka
© outdoor
Ausgabe 09/2007