Unsere Ausrüstungstipps für eine gelungene Trekkingtour

Die beste Ausrüstung für Trekkingtouren

Foto: Boris Gnielka Zelt Trekking Norwegen

Fotostrecke

Mit guter Ausrüstung machen Touren doppelt Spaß. In diesem kleinen Ratgeber erklären wir, was man auf Wildnistreks bzw. auf Zelttouren mitnehmen sollte und welches Equipment sich in unseren Tests hervorragend bewährt hat ...
Zu den getesteten Produkten

Bei Trekkingtouren müssen sich Outdoorer hundertprozentig auf ihre Ausrüstung verlassen können. Höchste Funktionalität ist somit Pflicht. In der Liste unten zeigen wir Ihnen, mit welcher Ausrüstung auf Tour nichts schief geht - alles von uns erprobte Trekking-Produkte, die schon auf vielen Wanderungen, Mehrtagestouren und Wildnistreks ihre Fähigkeiten unter Beweis stellten.

In der Fotostrecke und im Video oben findet ihr einige Top-Produkte des laufenden Jahres, darunter das beste Zelt- und Camping-Zubehör, das sich im Praxistest der letzten Monate - teilweise sogar Jahre - bewährt hat. (Preisvergleich siehe unten)

Außerdem gibt es in diesem Artikel die Möglichkeit unseren aktuellen Trekking-Guide als PDF zu ordern und herunterzuladen - darin Themen wie Routenplanung und Trekkingschuh-Check, Trekkingrucksack-Test, Schlafsackfinder und viele Tipps rund ums Trekking und Zelten.

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Video: Top-5 Trekkingausrüstung 2018


Tipps zur Planung von Trekkingtouren

Tagelang unterwegs sein, neues Terrain entdecken und draußen übernachten – ein intensiveres, ursprünglicheres Outdoor leben gibt es kaum. Allerdings erfordern solche Wildnisabenteuer auch eine gründliche Vorbereitung, damit der Spaß nicht auf der Strecke bleibt. So bremst das schwere Gepäck den Vorwärtsdrang spürbar: »Oft schaffe ich nur zwei Kilometer pro Stunde, während ich auf Tageswanderungen doppelt so weit komme«, erklärt Skandinavien experte Olaf Beck. Zückt man zur Orientierung häufig Kompass oder GPS und geht es steil bergauf, verlangsamt sich das Tempo weiter - manchmal auf weniger als einen Kilometer pro Stunde. Das sollte man bei der Planung der Tagesetappen berücksichtigen und diese nicht zu lang wählen. Am Anfang sind zehn bis fünfzehn Kilometer die Obergrenze. »Es bringt wenig, sich schon am ersten Tag ganz zu verausgaben und dann völlig fertig zu sein. Wenn der Rucksack durch die schwindenden Vorräte leichter wird, bewältigt man auch längere Distanzen problemlos«, so Beck.

Außerdem spielt die Lage des Zeltplatzes eine wichtige Rolle. Er sollte bei einer Wasserstelle und nicht zu exponiert liegen, aber
dennoch eine schöne Aussicht bieten – eingepfercht in einem dunklen, tiefen Tal kommt keine gute Stimmung auf. »Je nach Terrain kann die Zeltplatzsuche bis zu einer halben Stunde dauern«, rät der Profi. Ein bis zwei Pausentage pro Woche schaffen Freiraum zum Relaxen oder um auf Tageswanderungen die Gegend zu erkunden.

Wie gut Sie vorankommen, hängt auch von den passenden Schuhen ab: Leichtwanderschuhe sind extremen Beanspruchungen kaum gewachsen und bieten zu wenig Halt. Stattdessen sollte man sich einen festen Trekking stiefel aus dickem, zähem Leder zulegen. Die besten von outdoor getesteten Trekkingstiefel finden Sie oben in der Fotostrecke & im Video. Alle vier tragen sich sehr komfortabel und schützen durch ihr wasserdichtes, atmungsaktives Gore-Tex-Futter dauerhaft vor Nässe. »Der stabile Schaft braucht allerdings etwas Zeit, bis er geschmeidig wird. Tragen Sie neue Schuhe erst einmal auf kurzen Tagestouren«, sagt Ausrüstungsredakteur Frank Wacker. Bindet man die Schnürung gut 20 Minuten nach dem Loswandern neu, schmiegt sich das Leder noch besser an. Außerdem empfehlen sich dicke Wandersocken mit hohem Wollanteil sowie spezielle Einlegesohlen aus dem Outdoor-Fachhandel (Superfeet, Spenco oder Grangers, ab 20 €): Diese stabilisieren den Fuß und dämpfen stärker als mitgelieferte Standardware.

outdoor-Kauftipps - tagesaktueller Preisvergleich




Rucksack-Know-how und Packanleitung

Foto: Boris Gnielka Packliste Hardangervidda

»Auf Mehrtagestouren spielt ein komfortabler Rucksack eine viel größere Rolle als auf Tageswanderungen«, sagt Ausrüstungsredakteur Boris Gnielka. Zu Recht: Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher, Töpfe und die Verpflegung türmen sich zu einem Berg, der 20 Kilo und mehr auf die Waage bringt. Angenehm tragen lässt sich alles nur mit einem hochwertigen Trekkingmodell. Fünf Top-Newcomer finden Sie im Test (ganz unten auf dieser Seite) Das Volumen hängt vom Proviantbedarf ab: 60 Liter reichen für Selbstversorgertreks bis zu einer Woche. Wer doppelt so lang unterwegs ist, benötigt mindestens 70 bis 80 Liter. Im Zweifelsfall entscheiden Sie sich für die größere Version, damit alles Equipment im Innern verstaut werden kann.

Beim Packen sollten schwere, kompakte Gegenstände wie Brennstoff, Müsli, Riegel und Schokolade nah am Rücken platziert und mit leichteren Sachen davor stabilisiert werden. So zieht der Rucksack weniger nach hinten. Was tagsüber benötigt wird, kommt in Außentaschen oder ins Deckelfach. Wasserdichte Leichtpacksäcke, etwa von Ortlieb oder Sea-to-Summit, schützen vor Nässe und schaffen Ordnung.