Perfekte Navigation: 6 GPS-Geräte im outdoor-Test

Zielsicher: 6 GPS-Geräte im outdoor-Test

Moderne GPS-Empfänger versprechen unbeschwerten Wandergenuss ohne störende Orientierungsstopps. Welche Geräte überzeugen, zeigt der Test.
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Foto: Garmin GPS Navigation

Beinahe unbegrenzte Freiheit - dank GPS-Navigation sollte Verlaufen der Vergangenheit angehören.

Wir befinden uns im Jahr 2009. Die zurückliegende Wirtschaftskrise sitzt vielen Unternehmen noch im Nacken. Nur die Outdoor-Branche boomt ungebrochen – und mit ihr der Markt für GPS-Geräte. Kein Wunder, denn immer mehr Wanderer entdecken die Vorteile der Navigation mit Satellitenhilfe. Nie wieder verlaufen, Schluss mit kniffligem und zeitraubendem Kartenlesen – ein Wunsch, der bereits Wirklichkeit ist.

Kein Wunder also, dass die Auswahl an GPS-Geräten nie größer war. Sie alle versprechen starken Empfang, intuitive Bedienung, Displays mit brillanter Kartendarstellung und eine sichere Navigation. Einige sogar noch mehr: Sie wollen Wanderer wie ein Autonavi mit automatischer Routenberechnung (Routing) ans Ziel führen. So weit die Theorie. Doch wie steht‘s um die Praxis? Welche Geräte eignen sich wirklich für Wanderer und Trekker? Um das herauszufinden, hat outdoor sechs Modelle der gehobenen Klasse getestet. Die Kandidaten mussten ihre Navigationskünste auf sportlichen Bergwanderungen in den Alpen ebenso unter Beweis stellen wie auf ausgedehnten Touren durch die Wälder und Täler der Fränkischen Schweiz.

Erfreuliches Ergebnis: Das durchweg hohe Niveau bei Empfang und Genauigkeit. Alle Kontrahenten ermitteln selbst unter Extrembedingungen – etwa in tief eingeschnittenen Tälern – zuverlässig den Standort. Knapp vorne liegen dabei die Modelle von Garmin: Nicht weil sie empfindlicher oder genauer sind, sondern weil sie die Position nach dem Einschalten meist innerhalb nur weniger Sekunden bestimmen.

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Mindestens ebenso wichtig für eine problemlose Navigation sind einfaches Handling und ein übersichtliches, gut ablesbares Display. Beides vereint am besten das Garmin Oregon 550t mit intuitiver Touchscreen-Bedienung und hochauflösendem Display, das selbst feinste Kartendetails beeindruckend scharf darstellt. Trotzdem verfehlt auch das Oregon in dieser Wertung die Bestnote. Wie alle Displays im Test lässt sich auch sein Bildschirm meist nur mit aktivierter Hintergrundbeleuchtung ablesen. Bei diffusem Sonnenschein oder schrägem Lichteinfall muss die Beleuchtung oft sogar voll aufgedreht werden, um überhaupt etwas zu erkennen. Kein Wunder, dass die Hightech-Empfänger ordentlich am Batteriestrom nuckeln. Nicht umsonst empfehlen alle Hersteller teure Lithiumzellen oder starke Akkus. Anders lassen sich für Wochenendtouren ausreichende Batterielaufzeiten von 15 bis 16 Stunden nicht erzielen. Viele Geräte erreichen diese Werte sogar nur bei sparsamer Verwendung der Beleuchtung. Ausnahme: Garmin Dakota 20. Der GPS-Zwerg erreicht 20 Stunden und mehr – ideal für epische Treks.

Video: N-TV
05.01.2010
Autor: Uli Benker
© outdoor
Ausgabe 01/2010