Das outdoor-Testverfahren im Detail

So testet outdoor Wanderrucksäcke

Foto: Lars Schneider Test: Wanderucksäcke

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Worauf es bei unseren Tests von Daypacks und Wanderrucksäcken ankommt, erfahrt ihr hier ...

Der outdoor-Wanderrucksacktest unter der Lupe:

1. Volumenkontrolle
Zum Teil benutzen die Hersteller unterschiedliche, nicht vergleichbare Messverfahren zur Bestimmung des Rucksackvolumens. Aus diesem Grund misst outdoor das Fassungsvermögen jedes getesteten Rucksacks mit Hilfe von Volumensäcken.

2. Wiegeprobe
Alle Testrucksäcke werden ohne Regenhülle gewogen. Weil größere Rucksäcke in der Regel schwerer sind als kleine, bewertet outdoor das Gewicht grundsätzlich in Abhängigkeit vom Volumen.

3. Trageprüfung
Das Trageverhalten ermittelt die outdoor-Testcrew bei Tageswanderungen. Jeder Rucksack wird mit dem gleichen Gewicht beladen: Schwere Gegenstände wie die volle Trinkblase und die Vesperbox kommen direkt an den Rücken, leichtere Sachen (Wärme- und Regenjacke) davor - das stabilisiert die Beladung. Wenn möglich wird ein Tragesystem genau an den Träger angepasst. Die Tester bewerten nicht nur den Komfort, sondern auch die Lastübertragung. Im Idealfall wird das Gewicht gleichmäßig auf den Beckenkamm, den Rücken und – zu einem kleinen Teil – auf die Schultern verteilt. Der Wert, den outdoor als ideale Beladung angibt, zeigt, bis zu welcher Beladung das einem Wanderrucksack gelingt. Tagesrucksäcke müssen nicht mehr als 6 bis 8 Kilo schultern. Für Hüttentouren oder wenn man das gesamte Familiengepäck trägt, sollten es aber 12 bis 15 Kilo sein. Je flexibler ein Tragesystem ausfällt, desto weniger engt es Bewegungen ein. Das spart Kraft – so wie ein stabiler Sitz am Rücken. Schaukelt der Rucksack dagegen bei jedem Schritt wie ein Schiff im Sturm, gibt das Abzug bei der Lastkontrolle.

4. Praxis-Check
Auch die Ausstattung und Bedienung wird bei der Testtour benotet. Wichtiger als die Anzahl der Features ist deren Praxistauglichkeit.

5. Qualitätstest
Bei diesem Kriterium zählen die Material- und Verarbeitungsqualität. Vernickelte, grobe Zipper wie beim Bach Wizard 27 etwa sind haltbarer als solche mit lackierten Schiebern. Auch dicke, zähe Stoffe und eingefasste Nähte verlängern die Lebensdauer eines Rucksacks.

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11.08.2010
Autor: Redaktion
© outdoor