Test: Die 18 besten Funktionsjacken des Jahres

Leichte Dreilagenjacken - Für ambitionierte Outdoorer

Gute Dreilagenjacken verbin­den Wetterschutz und Komfort mit einem niedrigen Gewicht.
Foto: Boris Gnielka Funktionsjacken-Test - Dreilagenjacken

Dreilagenjacken glänzen durch top Funktionalität, kosten dafür aber sehr viel.

Die ideale Funktionsjacke hält einem Wind und Wetter vom Leib und trägt sich angenehm. Sie ist robust, aber dennoch leicht und klein verpackbar. Diesen Spagat erfüllen die folgenden acht Dreilagenjacken mit Bra­vour: Sie wiegen keine 500 Gramm und sind mit unter zwei Liter Packmaß sehr kompakt; gleichzeitig überstehen sie selbst mehrwöchi­ge Treks mit 25 bis 30 Kilo schweren Rucksäcken oder den Kon­takt mit scharfkantigen Felsen.

Das Kunststück gelingt, weil die Jacken – anders als Zweilagenjacken – auf ein Futter verzichten. Dafür wird innen auf das Funktions­material ein ultraleich­ter Stoff auf­geklebt. Alte Hasen ken­nen den Ma­terialsand­wich aus Außenstoff, wasserdichter, atmungsaktiver Folie (Membran) und Futter schon seit zwei Jahrzehnten als Dreilagenlaminat. Doch erst moderne Leichtstoffe und fortschrittlichste Verarbeitungstechniken, wie etwa die Verwendung schmaler Nahtbänder, machen die acht Top-Modelle so attraktiv: Durch sie purzeln nicht nur die Pfunde, sie machen die Jacken auch geschmeidiger und steigern die At­mungsaktivität.

Ein bestes Material gibt es aber nicht, vielmehr hat jedes seine ausgeprägten Stärken. Während Event beispielsweise die höchste Atmungsaktivität bietet, beeindruckt das Futter von Gore-Tex Pro Shell durch enorme Abriebsfestigkeit. Das Material allein sollte damit kein kaufentscheidendes Argument sein, vielmehr zählt das Gesamtkonzept der Jacke.

Wer Wert auf minimalstes Gewicht und Packmaß legt, wählt die Rab Drillium. In Sachen Wetterschutz liefert die Falketind von Norrona die beste Leistung ab. Sie hält nicht nur dicht, der hohe Kragen und ihr tunnelartiger Kapuzenschild bietet auch einen top Windschutz – die richtige Wahl für Wanderer, Bergsteiger und Trekker, die viel in Schlecht­wet­ter­regionen auf Tour gehen, zum Beispiel in Skan­dina­vien oder Schottland. Aber auch die anderen sieben Modelle trotzen den Launen der Natur, ohne klein beizugeben.

Sie können sich also getrost für das Modell unter den acht Über­fliegern entscheiden, das Ihnen am besten passt. Denn nur wenn eine Jacke wie angegossen sitzt, fühlt man sich pudelwohl. Bewegen und heben Sie die Arme. Spannt es dabei, sollten Sie die nächste Größe wählen – oder ein anderes Modell. Bei der Anprobe auch das Fleece tragen, das auf Tour unter der Funk­tionsjacke getragen wird. So merkt man, ob bei­de zusammenpassen.

So viel Leistung hat allerdings auch ihren Preis: Unter 290 Euro wird man in dieser Kategorie nicht fündig – eine Investition, die sich aber garantiert lohnt.

11.08.2009
Autor: Frank Wacker
© outdoor
Ausgabe 06/2009