Editors Choice 2014: Die besten Produkte des Jahres

Sie können die Fotostrecke mit den Richtungspfeilen der Tastatur bedienen
←   →
Foto: Hersteller outdoor Editors Choice 2014 - Ausrüstung

Adidas Terrex Scope GTX

»Sensationell, wie viel Grip der neue Adidas Terrex Scope Stealth bietet«, schwärmt Testredakteur Boris Gnielka. Über sechs Monate lang hat er ein Vorserienmodell des im Frühjahr auf den Markt kommenden Schuhs getragen: bei Felswanderungen im Elbsandstein, auf Granit-Klettertouren im Bergell sowie auf glattem, provenzalischem Muschelkalk. »Auf Fels – nass wie trocken – ist er unschlagbar! « so Boris Gnielka. Aber auch bei lehmigen, nassen Wegen stimmt der Grip. Kein Wunder, denn Adidas verwendet das Sohlengummi vom Kletterschuhhersteller Five Ten und kombiniert es mit aggressivem Profil. Der passionierte Bergsteiger ist sich sicher: »Der beste Leichtschuh für Touren mit Kraxelpassagen. Zumal er sich bequem trägt, sehr gut stützt und dazu wasserdicht sowie atmungsaktiv ist.« Preis: 150 Euro.
Zum Test des Adidas Terrex Scope

Arcteryx Alpha FL 45

Ein wasserdichter Rucksack, der 45 Liter Stauraum bietet und nur 645 Gramm wiegt? Die outdoor-Messwerte klingen nach einem Witz – oder nach einem hochempfindlichen Ultraleichtpack, der keine drei Touren übersteht. Mittlerweile hat der Arcteryx Alpha FL 45 (170 Euro) viele Dutzend hinter sich, darunter mehrere Kletter- und lange Hochtouren – und sieht fast aus wie neu. Testredakteur Boris Gnielka: »Bei der achtstündigen Überschreitung des Pic Coolidge (3775 m) schrammte er sogar durch raue Gneiskamine und über splittrige Platten – ohne Blessuren davonzutragen!« Auch der Komfort erreicht Topniveau: »Er sitzt wie festgeschraubt, lässt sich leicht mit Handschuhen bedienen und trägt sich – sorgfältig beladen – auch mit 20 Kilo noch bequem«, bestätigt die Jury in ihrem Abschlussprotokoll das sensationell gute Testergebnis.
Zum Test des Arcteryx Alpha FL 45

Bach Overland

»Seit Jahren zählt der Bach Overland zu den besten Reiserucksäcken auf dem Markt, aber mit der 2014er Version schuf Bach den ultimativen Travelpack«, lautet das Urteil der Jury. Das Hauptfach (63 l) lässt sich jetzt durch den umlaufenden Zipper wie ein Koffer komplett öffnen. Wer Zweikammerpacksäcke bevorzugt, zippt den Zwischenboden ein und öffnet das Bodenfach über einen separaten Rundbogen- Reißverschluss. Außerdem besitzt der sehr geräumige, abnehmbare Tagesrucksack (23 l) nun einen leicht gepolsterten, luftigeren Rücken. Nichts geändert hat sich am hervorragenden, voll trekkingtauglichen Tragesystem, das sich für den Transport im Flugzeug oder auf dem Dach eines Buses mit einer Abdeckung schützen lässt. Der Overland (270 Euro, 3215 g) besteht weiterhin aus dem extrem langlebigen 1000er-Cordura-Nylon.
Zum Test des Bach Overland Reiserucksacks

Carinthia Lite 850

Schon im outdoor-Test vor knapp zwei Jahren überzeugte der mit Kunstfasern gefüllte Sommerschlafsack Lite 850 mit einer starken Leistung. Ab Frühjahr kommt eine überarbeitete Version der G-Loft-Füllung zum Einsatz. »Sie ist noch weicher als die alte und steigert den Kuschelfaktor«, fasst Redakteurin Kerstin Rotard die Ergebnisse des Tests zusammen. Die im outdoor-Labor ermittelte untere Grenztemperatur liegt bei 10/2 Grad – sehr gute Werte für ein Synthetikmodell mit 1220 Gramm (Gr. M). Zumal der in drei Längen (M, L, XL) erhältliche Lite 850 (ab 200 Euro) viel Platz bietet. Ein bequemer Wärmekragen hält selbst bei geöffneter Kapuze die warme Luft im Schlafsack. Außerdem schützt die stark wasserabweisende, nahtlose Außenhülle vor Tau – »ideal, wenn ich ohne Zelt übernachte «, sagt Kerstin Rotard. Packmaß: 6,3 l.
Zum Test des Carinthia Lite 850

Fjällräven Keb Jacket

Fjällräven kombiniert beim Keb Jacket das legendäre G1000, ein wetterfestes Polyester- Baumwoll-Gewebe, mit stark wasser- und windabweisendem Stretchstoff am Rücken und den Ärmelinnenseiten. »Durch die klug platzierten Stretcheinsätze geht die Rechnung auf – die Ausnahme bei solchen Jacken«, sagt Textchef Alex Krapp. Auf Trekkingtouren im wechselhaften Nordschweden brillierte das mittellange, körperbetont geschnittene Keb mit geschmeidigem, luftigem Trageverhalten, top Bewegungsfreiheit sowie starkem Windund Nässeschutz. Außerdem trocknet es flott. Auch seine praxisgerechte Ausstattung inklusive einer hervorragend schützenden Kapuze und die einfache Bedienung bekommen ein dickes Lob. »Für mich ist das Keb eine hochfunktionelle Softshell-Alternative für das ganze Jahr«, so Alex Krapp. Preis: 280 Euro.
Zum Test des Fjällräven Keb Jacket

Inov-8 X-Talon 212

Zuerst nur für eine Produktmeldung bestellt, begeisterte der Inov-8 X-Talon 212 die Testredakteure so sehr, dass sie ihm einen Editor's Choice Award verleihen. »In keinem anderen Trailrunningschuh konnte ich bisher schneller oder sicherer laufen«, berichtet Testredakteur Boris Gnielka. Das liegt einmal am sehr geringen Gewicht des Schuhs, zum anderen aber auch an der flachen, nur wenig dämpfenden Zwischensohle: Sie bietet optimale Kraftübertragung, setzt Laufbewegungen verlustfrei in Vortrieb um und ermöglicht eine niedrige Fußposition – für maximale Kontrolle. Dazu trägt auch das extrem grob stollige, selbstreinigende Profil bei. Es bietet dort Halt, wo andere Trailschuhe wegrutschen: im tiefen Matsch, auf lehmigen Hängen sowie im Schnee. Gnielka: »Ein kompromissloser Schuh für Läufe in ruppig-rutschigem Terrain!«
Zum Test des Inov-8 X-Talon 212

Leki Microstick Carbon

Stabile Trekkingstöcke bestehen meistens aus Aluminium und wiegen rund 600 Gramm im Paar. Leki fertigt seinen neuen Microstick Carbon (130 Euro, in drei Längen erhältlich) aus Kohlefasern – und erreicht damit ein überragendes Verhältnis von Stabilität zu Gewicht. Auch das Handling überzeugt auf ganzer Linie, lassen sich die drei Segmente des Stocks doch nach einem Knopfdruck auseinanderziehen, zusammenfalten und klein verpacken. Ein Zug am obersten Segment, und der Stock ist wieder einsatzbereit. Sina Choma: »Der oben abgerundete Schaumgriff liegt erstklassig in der Hand, egal, ob man ihn von oben oder der Seite greift.« Außerdem besticht der Stock mit bestem Schwingverhalten und hoher Dämpfung. Für die Jury steht fest: Der Microstick Carbon ist der zur Zeit beste Leichtstock zum Wandern, Bergsteigen und Trekken!
Zum Test des Leki Microstick Carbon

Lowe Alpine Cerro Torre Axiom+

Ursprünglich für den Test in der letzten Ausgabe angefordert, begeisterte der brandneue Trekkingrucksack von Lowe Alpine so sehr, dass er den Editor‘s Choice Award erhält. »Das liegt aber nicht allein am fantastischen Trageverhalten des Cerro Torre Axiom+, auch die innovative Höhenverstellung der Schultergurte begeistert«, erklärt Ausrüstungsprofi Frank Wacker. Die Träger lassen sich problemlos während des Gehens einstellen - dann spürt man sofort, welche Einstellung am komfortabelsten ist. Nur so entfaltet ein Ruck sack sein volles Potenzial – das beim Lowe Alpine Cerro Torre Axiom+ (2450 g, 80 l) enorm groß ist: Bis 25 Kilogramm Beladung trägt er sich sehr angenehm und punktet mit sicherem Sitz, ohne wie ein Brett den Rücken zu versteifen. Ausstattung und Qualität bewegen sich ebenfalls auf einem hohen Niveau. Preis: 245 Euro.
Zum Test des Lowe Alpine Cerro Torre Axiom+

Lupine Piko X4 Smartcore

Eine Lampe für 310 Euro – das klingt unverschämt teuer. Doch wer sich mit der leichten Lupine Piko X4 Smartcore (210 g) nur einmal den Weg freigeleuchtet hat, will keine andere Lampe mehr – so wie Sina Choma: »Ob Nachtwanderung oder Joggingrunde, Bike- oder Bergtour: Die Lupine sitzt bequem, lässt sich einfach bedienen und macht die Nacht zum Tag!«, freut sich die Multisportlerin. Auch bei den Labormessungen erreicht die exzellent verarbeitete Piko X4 Smartcore Spitzenwerte: Fast so hell wie ein Autoscheinwerfer, punktet sie mit einer Beleuchtungsstärke von 2000 Lux (Distanz: 2 Meter), strahlt 150 Meter weit und mit einem perfekten Leuchtkegel. Dank des starken Li-Ion-Akkus mit Kapazitätsanzeige und integriertem Rücklicht bleibt die Lichtleistung zwei Stunden lang konstant, maximal gedimmt leuchtet sie 58 Stunden. »Eine Topleistung!« so die Jury.
Zum Test der Lupine Piko X4 Smartcore

Meindl Jorasse GTX

Der von Meindl im letzten Sommer eingeführte Bergstiefel Jorasse GTX (280 Euro, 1600 g/Paar) vereint den Komfort klassischer Wanderschuhe mit der Präzision von Alpinstiefeln. »Ein Verdienst der pfiffigen Zungenkonstruktion«, sagt Redakteurin Katharina Hübner. Die Zunge ist elastisch angenäht, dadurch lässt sie in Gehrichtung, also nach vorne und hinten, Bewegungsfreiheit. Zur Seite bleibt sie steif und verbessert den Knöchelhalt. Auch die Sohle überzeugt: Trotz ihrer Festigkeit und der Kantenstabilität rollt sie geschmeidig ab, die mittelharte Dämpfung ist perfekt. »Außerdem spürt man genau, worauf man steht«, so Katharina Hübner. Alles in allem zählt der Jorasse zu den vielseitigsten Modellen: Er eignet sich für Alpentreks mit großen Gepäck, Hüttenwanderungen, Klettersteige oder Hochtouren.
Zum Test des Meindl Jorasse GTX

Mountain Equipment Centurion Jacket

Noch gelten Funktionsjacken aus Polartec Neoshell als Geheimtipp. Doch das könnte sich bald ändern, denn es handelt sich um das derzeit atmungsaktivste wasserdichte Material am Markt. Außerdem ist es sehr anschmiegsam und raschelt wenig. »Mit dem Centurion Jacket liefert Mountain Equipment nicht nur das funktionellste Neoshell-Modell, sondern eine der besten Funktionsjacken überhaupt«, ist sich die Jury einig. Die Centurion (400 Euro, 555 g) trägt sich geschmeidig, raschelt kaum und macht jede Bewegung mit. Ihr Klimakomfort setzt Maßstäbe – dank Neoshell und sehr guten Ventilationsmöglichkeiten (weit zu öffnende Bündchen, Pitzips – Länge: 32 cm). Die extrem fordernde outdoor-Powerberegnung zeigt, dass der Wetterschutz hervorragend ausfällt. Und die Ausstattung? Sie ist schlicht, aber funktionell.
Zum Test des Mountain Equipment Centurion Jacket

Mountain Hardwear Thermostatic Jacket

»Die derzeit leistungsfähigste leichte Kunstfaserjacke «, bringt es Reiseredakteur Gunnar Homann, ein passionierter Leichtwanderer, auf den Punkt. Gerade einmal 290 Gramm wiegt das für Damen und Herren erhältliche Thermostatic Hooded Jacket von Mountain Hardwear (200 Euro) in der Herrengröße M. Trotzdem ermittelte das outdoor-Labor ein unteres Temperaturlimit von –2/–10 Grad – ein in dieser Gewichtsklasse rekordverdächtiger Wert. Außerdem lässt sich das anschmiegsame Federgewicht bei noch eisigeren Temperaturen als sehr warme Zwischenschicht tragen. Auch die Ausstattung stimmt: Es gibt eine einfache, aber gut sitzende Kapuze, zwei isolierte Taschen zum Händeaufwärmen und einen Zug im Saum. Ebenfalls top: die Handhabung und das winzige Packmaß von 1,4 Litern.
Zum Test des Mountain Hardwear Thermostatic Jacket

Quovadis Software Quovadis 7

GPS-Profis, die ihre Outdoor-Abenteuer gerne entwerfen und analysieren, (QV) das perfekte Werkzeug. Tourenplanung mit Route oder detailliertes Höhenprofil oder eindrucksvoller Flug über die Landschaft, ob Tourenstatistik oder vielseitiges Software bietet ungeahnte schwärmt GPS-Experte Uli hierfür bildet ein weltweites hochwertiger Topokarten, das auch Drittanbietern – etwa von Kompass, Alpenverein, OpenStreetMaps hin zu selbst gescannten lassen sich GPS-Geräte Garmin und Magellan sowie die mobile Version von QV – und andere Smartphone-Apps mit Ausschnitten vieler Karten füttern. Preis: 149 Euro.
Zum Test der Quovadis Software Quovadis 7

The North Face Westwind 2

»Seit über 15 Jahren begleitet mich das Westwind in unterschiedlichen Versionen auf meinen Touren. Aber so gut wie in der aktuellen war es nie«, sagt Ausrüstungsprofi Frank Wacker. Das Gewicht (2740 g) liegt für so ein sturmfestes Zweipersonenzelt voll im grünen Bereich: Vor der 450 PS starken outdoor-Windmaschine ging das Westwind (510 Euro) erst bei Orkanstärken von über 100 km/h in die Knie. Auch der Nässeschutz stimmt (gemessene Wassersäule des Bodens: sehr gute 8000 mm). »Nur für Wintertouren empfiehlt sich der Dreibogentunnel weniger – die Lüfter lassen sich nicht ganz schließen «, so der Experte. Dafür geht der Aufbau – im Gegensatz zum Vorgänger – flott, da Außen- und Innenzelt jetzt gekoppelt sind. Weiteres Highlight: die üppige Liegelänge (2,20 m) im recht geräumigen Innenzelt.
Zum Test des The North Face Westwind 2

Vaude Waddington Shorts

Keine Frage: Wärmehosen zum Überziehen gibt es mittlerweile viele. Doch keine ist so konsequent konstruiert und durchdacht ausgestattet wie die Vaude Waddington (100 Euro): Einfach Seitenzipper öffnen, um die Hüfte legen, Zipper wieder schließen – und gemütlich mit warmen Beinen die Pause oder die abendliche Mahlzeit vorm Zelt genießen. Doch auch in Bewegung lässt sich die Hose tragen. Test-Profi Frank Wacker hatte sie auf vielen Touren dabei. Sein Prüfprotokoll gleicht einer Lobeshymne: »Ein Elastikeinsatz am Bund verhindert das Herunterrutschen, Bewegungsfreiheit und Wärmeleistung sind top, und zwei Taschen gibt es auch.« Die Hose wiegt nur rund 200 Gramm, 40 davon gehen auf das Konto der Füllung, die aus Primaloft Eco besteht – vorbildlich. »Besser geht‘s nicht«, stimmt die Jury überein.
Zum Test der Vaude Waddington Pants
Mehr zu dieser Fotostrecke: Alles über den Editors Choice Award