Teil des
OD_TestedOnTour_1110_Nanok (jpg) Boris Gnielka

Tested on Tour: Outdoor-Equipment im Praxistest

Softshells, Schlafsäcke und Co. im outdoor-Test

outdoor hat neues Equipment in der Praxis getestet – dieses Mal im Gepäck: Softshelljacke, Softshellhose, Nanok-Zelt, zwei Schlafsäcke und viele nützliche Kleinteile.

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Boris Gnielka

Wieder einmal war die outdoor-Testcrew auf Tour und hat aktuelle Bekleidung, Schuhe, Rucksäcke, Schlafsäcke und diverse Kleinteile auf Herz und Nieren überprüft. Alle getesteten Produkte und die Kauftipps auf den Folgeseiten.

Pullover: The North Face Zephyrus

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Hersteller
The North Face Zephyrus: wärmt so gut wie ein dickes Fleece, bringt aber nur die Hälfte auf die Waage.

Der mit Kunstfasern (40 g/m2 Primaloft One) gefüllte Schlupfer wärmt so gut wie ein dickes Fleece, bringt aber nur die Hälfte auf die Waage: sehr leichte 250 Gramm. Außerdem begeistert das winzige Packmaß. In seiner Brusttasche verstaut braucht das Federgewicht nicht mehr Platz als eine Trinkflasche. Weiterer Vorteil im Vergleich zu einer Fleecejacke: Der Zephyrus trotzt nicht nur ­Kälte, sondern zudem Wind und Niesel. Da auch die Bewegungsfreiheit top ist, geht der Preis (180 €) in Ordnung.

Vorteile des The North Face Zephyrus:

  • sehr leicht
  • winziges Packmaß
  • gute Isolation
  • hohe Bewegungsfreiheit

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Rucksack: High Peak Sherpa 65+10

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Hersteller
Robuste Stoffe, saubere Verarbeitung und üppige Ausstattung. Der High Peak Sherpa überzeugt - Kauftipp!

Trotzdem muss man auf nichts verzichten. Bis 22 Kilo Beladung trägt er sich komfortabel, die Last lässt sich gut kontrollieren, und die Belüftung geht in Ordnung. Allenfalls die Bewegungsfreiheit könnte besser sein. Auch die Qualität überzeugt: Alle Zipper stammen vom Marktführer YKK, die Stoffe sind ­robust, der Rucksack ist sauber verarbeitet. Und die Ausstattung? Diese fällt üppig aus: Der Zweikammerpacksack besitzt beispielsweise ­­zwei große Außentaschen ­(2,5 l), die bei Nichtgebrauch plan anliegen (Balgseitentasche). Außerdem bietet der höhenverstellbare, abnehmbare Deckel ein Dokumentenfach, es gibt zig Kompressionsriemen sowie eine Regenhülle. Gewicht: 2.150 Gramm.

Vorteile des High Peak Sherpa 65+10:

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  • unschlagbares Preis-Leistungs- Verhältnis
  • solide Material- und Verarbeitungsqualität
  • insgesamt gute Trageeigenschaften

Nachteile des High Peak Sherpa 65+10:

  • könnte sich noch flexibler tragen

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Multifunktionsschuh: Mammut Cirrus GTX

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Mammut Cirrus GTX: hoher Gehkomfort, vielseitig einsetzbar und eine stark gedämpfte, griffige Sohle.

Dadurch verführt der extrem komfortable Multifunktionsschuh nicht nur zum flotten Wandern, auch Joggingrunden in wildem Gelände sind damit ein Vergnügen. Zumindest, wenn man ihn fest geschnürt hat, was mit den dünnen Senkeln nicht immer auf Anhieb gelingt. Im Test brach zudem einer der oberen Schnürhaken beim behutsamen Versuch, ihn nach einer Felskollision wieder geradezubiegen. In Höchstform zeigte sich hingegen die Vibramsohle des Cirrus: Sie gewährleistet sicheren Bodenkontakt und weichen Auftritt sowohl auf matschigem Boden, wie auf Asphalt­etappen oder im Geröll. Preis: 150 Euro.

Vorteile des Mammut Cirrus GTX:

  • sehr hoher Gehkomfort
  • stark gedämpfte, griffige Sohle
  • extrem vielseitig einsetzbar

Nachteile des Mammut Cirrus GTX:

  • unpraktisch dünne Schnürsenkel

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Hose: Fjällräven Bäck Trousers

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Die Fjällräven Bäck Trousers ist körperbetont geschnitten, bietet dennoch viel Bewegungsfreiheit und eine hochfunktionelle Ausstattung.

Die körperbetont geschnittene Hose trägt sich ­angenehm leicht und geschmeidig, lässt Bewegungsfreiheit und glänzt mit einer hochfunktionellen Ausstattung: So lässt sich der Beinabschluss mittels Haken und Weitenverstellung ­sicher am Schuh fixie­ren, was ein Hochrut­schen der Hosenbeine verhindert. Außerdem gibt es je zwei Reißver­schlussschub- und -beintaschen. Ein knielanger Zweiwege-Zip am Unterschen­kel dient einerseits zur Belüftung, andererseits passt die Hose über Tourenskistiefel. Auch der Wetterschutz des Materials überzeugte auf Treks und Bergtouren: Es ist stark windabweisend und gut imprägniert.

Vorteile der Fjällräven Bäck Trousers:

  • hoher Tragekomfort
  • top Bewegungsfreiheit
  • sehr gute Ausstattung
  • wind- und wasserabweisend

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Schlafsack: Robens Pro Lite 1100

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Kauftipp: Der Robens Kunstfaserschlafsack Pro Lite 1100 bietet zum Preis von 60 Euro eine erstaunliche Leistung.

Auch der Robens Kunstfaserschlafsack Pro Lite 1100 bietet zum Preis von 60 Euro eine erstaunliche Leistung: Die seidigen Materialien beispielsweise sind in dieser Preisklasse selten. In Kombination mit dem körperbetonten, nicht zu engen Schnitt und der kuscheligen Füllung sorgt das für hohen Schlafkomfort. Die Wärmeleistung des Pro Lite ist für Sommertouren in unseren Breiten völlig ausreichend: Kälteunempfindliche Schläfer können ihn bis fünf Grad einsetzen. Deshalb geht auch das Gewicht (1.050 g) in Ordnung. Hervorragend fällt das Packmaß (5,7 l) aus. Die ­Bedienung erfordert allerdings Fingerspitzengefühl: Der Zipper verklemmt, wenn man nicht aufpasst, und der Wärmekragen muss penibel geschlossen werden, sonst kratzt der Klett.

Vorteile des Robens Pro Lite 1100:

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  • top Preis-Leistungs-Verhältnis
  • angenehmer Schlafkomfort
  • kleines Packmaß, recht geringes Gewicht

Nachteile des Robens Pro Lite 1100:

  • Bedienung könnte besser sein

Zelt: Nanok Domus Duo 2

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Das geringe gewicht und die kleine Auflagefläche, sowie die gute Belüftung zeichnen das Nanok Domus Duo 2 aus.

Das geringe Gewicht und die kleine Aufstellfläche machen es für Bergtouren sehr interessant, denn hier sind ebene Plätze rar. Auf Tour gefiel das Zelt auch durch sein gutes Platzangebot im Innern und in der Apsis. Sie kann man von zwei Seiten aus beladen, was sich vor allem bei Wind als praktisch erweist. Bei Flaute hingegen freut man sich im Domus Duo über die tolle Zeltbelüftung: Drei Tütenlüfter am Fußende und ein Apsislüfter halten das Raumklima im Lot, lassen sich aber auch – etwa bei Sturm – verschließen. Sehr positiv fiel die einfache Aufbauprozedur auf, außerdem die Möglichkeit, die beiden Gestänge durch einen weiteren, separat erhältlichen Satz zu verstärken, um die Sturmfestigkeit zu erhöhen. Der gute Eindruck wird jedoch durch den unsauberen Schnitt geschmälert; Außen- und Innenzelt liegen dadurch stellenweise aufeinander. Die Materialqualität (Silikon-Nylon) liegt aber auf hohem Niveau – was man bei einem Preis von 439 € auch erwarten darf.

Vorteile des Nanok Domus Duo 2:

  • für die Größe leicht und klein verpackbar
  • einfach und schnell aufgebaut
  • variable, wintertaugliche Belüftung

Nachteile des Nanok Domus Duo 2:

  • unsauberer Schnitt wirft viele Falten

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GPS-Gerät: Lowrance Sierra L

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Auf dem Endura Sierra lassen sich Navigationsprogramme anderer Hersteller installieren, mit denen man zum Beispiel die Rasterkarten von MagicMaps oder Kompass nutzen kann.

Zumal auch die Vektorkarten – beim GPS-Test von outdoor (01/10) noch ein Kritikpunkt – gründlich überarbeitet wurden. Die neue Deutschland-Karte etwa zeigt das Gelände wesentlich anschaulicher und detaillierter. Eine zuschaltbare Reliefkarte vermittelt zudem einen plastischen Eindruck von der Landschaft. Kleiner Schönheitsfehler: Straßen- und Wanderwege überlagern sich in höheren Zoomstufen, dadurch werden Wege bisweilen doppelt angezeigt, was allerdings kaum stört. Pfiffig dagegen: Auf dem Endura Sierra lassen sich Navigationsprogramme anderer Hersteller installieren, mit denen man zum Beispiel die Rasterkarten von MagicMaps oder Kompass nutzen kann. Schließlich fungiert der Allrounder für Wander-, Berg- und Fahrradtouren mit Straßenkarten sogar als Autonavi mit Sprachansage!

Vorteile des Lowrance Sierra L:

  • Topokarte im Preis enthalten
  • Pfiffige Zusatzfunktionen

Nachteile des Lowrance Sierra L:

  • Strombedarf könnte niedriger sein

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Kocher: Edelrid Hexon Multifuel

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Edelrid Hexon Multifuel: der leichtete Multifuelkocher am Markt - Kauftipp!

Ausgeklappt steht er breitbeinig und sicher, zusammengefaltet hingegen findet er zum Transport problemlos in 1,5-Liter-Töpfen Platz. Und seine Leistung? Kann sich sehen lassen: In 3:50 Minuten bringt er einen Liter Wasser (15°C) zum Kochen – im Benzinbetrieb, mit Gas braucht er ein paar Sekunden länger. Wobei er mit Benzin leiser zur Sache geht. Wer sich beim Kochen nicht brüllend unterhalten möchte, sollte also Gaskartuschen meiden. Einen Düsenwechsel kann man sich übrigens beim Hexon sparen. Das ist praktisch, bedeutet aber auch, dass der Brenner nicht jeden Brennstoff gleich effizient verbrennt. Die 37-mm-Düse kommt mit Benzin am besten ­zurecht, hier liegt der Verbrauch bei 15 Gramm, bei Gas sind es 20 (pro Liter erhitztes Wasser). Unterm Strich zeigt sich der Hexon als sehr guter Kocher für Trek, Tour und Camp.

Vorteile des Edelrid Hexon Multifuel:

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  • geringes Gewicht, kleines Packmaß
  • einfaches Handling, sicherer Stand
  • mit Benzin kräftig und sparsam

Nachteile des Edelrid Hexon Multifuel:

  • mit Gas laut und durstig

Schlafsack: Valandré Swing 500

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Verarbeitung vom Feinsten: Der Valandré Swing 500 hat von innen vernähte Kammern und extra eingefasste Stoffkanten - Kauftipp!

Doch auch der günstigere, in drei Längen erhältliche Swing 500 (284 €) verdient eine dicke Empfehlung. Seine hochwertige, pyrenäische Entendaune (Füllgewicht: 500 Gramm) isoliert besser als die in Schlafsäcken dieser Preisklasse oft verwendete Gänsedaune und besitzt eine längere Lebensdauer. Außerdem ist die Verarbeitung vom Feinsten. Alle Kammern werden von ­innen vernäht, Stoffkanten extra eingefasst. Und die Wärme­leistung? Sie liegt für ­einen nur 930 Gramm schweren Schlafsack voll im grünen Bereich: Wenig verfrorene Naturen können den Swing 500 bis minus drei Grad einsetzen. Auch das kleine Packmaß (3,8 l) und der ­hohe Schlafkomfort begeistern. Der Schnitt bietet im Rumpfbereich viel Platz, ­Innenstoff und Füllung fühlen sich weich und ­kuschelig an. Des Weiteren sitzen Kapuze und Wärmekragen komfortabel, die Bedienung von Reißverschluss und Zügen klappt problemlos.

Vorteile: Valandré Swing 500

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  • gutes Wärme-Gewichts-Verhältnis
  • hochwertige Daune, top Verarbeitung
  • hoher Schlafkomfort, einfache Bedienung
  • hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

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Softshell-Jacke: Ortovox Tofana

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Ortovox Tofana. Softshell mit Fütterung aus Merinowolle.

Bei ihr kommt stattdessen Merino­wolle zum Einsatz. Nur sehr sensible Personen empfinden die verwendete Wolle als etwas zu kratzig auf bloßer Haut. Weniger Empfindliche schwärmen hingegen vom hohen Kuschelfaktor und ausgewogenen Jackenklima. Bei Handling und Bewegungsfreiheit erntet die Jacke dann einhellig Lob – der elastische, abriebfeste Schoeller-Außenstoff macht sogar Ausflüge in die Vertikale problemlos mit. Außerdem wehrt er Nieselregen lange ab und Wind zu etwa 95 Prozent – für Touren im Herbst gerade richtig.

Vorteile der Ortovox Tofana:

  • angenehmer Tragekomfort mit hohem Klimakomfort
  • guter Wetterschutz
  • hohe Bewegungsfreiheit

Nachteile der Ortovox Tofana:

  • wird auf empfindlicher Haut kratzig empfunden

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Kleine Helfer für unterwegs

Nikwax Skitostop

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Pfiffig: Nikwax kombiniert beim Skitostop (100 ml, 17 €) Sonnencreme (LSF 20) und Insektenschutz – was auf Treks in Schweden und den Rocky Mountains gut funktionierte.

Haglöfs Watatait Mattress

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Der wasserdichte Packsack Watatait Mattress von Haglöfs (23 €) schützt Isomatten, die außen am Rucksack angebracht sind, vor Nässe und Beschädigung.

Soto Pocket Torch

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Heiße Sache: Pocket Torch vom japanischen Hersteller Soto (15 €, inkl. Feuerzeug) verwandelt Einwegfeuerzeuge mit Zündrad in ein sturmfestes Glutpunktfeuerzeug.

Sigg Aluminiumbox

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Nur fürs Vesper viel zu schade: die stapelbaren Aluboxen von ­Sigg. Sie gibt es in zwei Größen: Mini (170 x 117 x 60 mm, 24 €) und Maxi (228 x 145 x 77 mm, 27 €).

Simbatec Card Cutterly

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Keine Lust auf Fingerfood oder Plastikbesteck? Dann hilft das Simbatec Card Cutterly weiter: Messer und Gabel, die in einer scheckkartengroßen
Karte stecken. Preis: 12 Euro.

OR PS 150 Glove

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Top: die warmen Stretchfleece-Handschuhe von Outdoor-­Research (25 €) passen wie eine zweite Haut – ideal auch zum Drunterziehen. Es gibt sie für ­Damen und Herren.

Coghlan‘s Survival Kit

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Das federleichte, handtellergroße und wasserdichte Überlebensset von Coghlan‘s (90 g, 17,50 €) enthält manches, was beim Überleben hilft, wie zum Beispiel Streichhölzer, Angelhaken, Tütensuppe et cetera.

Frutero Crunchy Fruits

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Frutero bietet in Beuteln (25-30 g) gefriergetrocknete Früchte wie Mangos, Ananas oder Physalis ohne Zusätze an.
Lecker und erfrischend sauer! Preise: ab 1,75 Euro.

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