Zelt-Aufbau

Trekkingzelte lassen sich binnen fünf Minuten aufbauen. Zwar gibt es unterschiedliche Kon­struk­tionen, wer jedoch die folgenden Grundregeln beachtet, dessen Zelt steht im Nu!

1. Lage
Am besten in der Nähe eines Flusses, der einschläfernd rauscht und Trinkwasser liefert. Halten Sie ca. 50 Meter Abstand, um bei Pegelschwankungen nicht baden zu gehen. Ein windiger Platz schützt vor Moskitos und Kondenswasser. Halten Sie Abstand zu Felswänden (Steinschlag) und Bäumen (schicken nach einem Schauer stundenlang fette Regentropfen aufs Zelt).

2. Boden
Ideal ist englischer Rasen – und alles, was ihm ähnlich ist. Auf jeden Fall sollte der Platz trocken sein, eben oder maximal leicht schräg. Zelten Sie nie auf triefend nassem Moospolster oder in feuchten Senken. Bei Wind prüfen Sie kurz, ob es genug Platz zum Abspannen der Sturmleinen gibt und ob der Boden heringtauglich ist. Zuletzt befreien Sie den Boden von Steinen und Ästen, eventuelle Löcher füllen Sie (z. B. mit Kieseln).

3. Vorbereiten
Zuerst entfalten Sie das Gestänge und legen es neben den Bauplatz. Dann ziehen Sie das Zelt aus dem Beutel und richten es so aus, dass Sie darin später mit dem Kopf nach oben schlafen und der Eingang auf Lee, also der windabgewandten Seite liegt (bei Zelten mit zwei Eingängen unwichtig). Pinnen Sie das Zelt auf Luv mit zwei Heringen am Boden fest, damit es nicht weggeweht wird. Führen Sie nun die Gestänge ein Stück in die Kanäle und schieben Sie anschließend den Stoff über die Gestänge (nie die Gestänge mit Kraft in die Kanäle drücken).

4. Aufrichten
Beim Aufrichten bietet das Zelt die volle Windangriffsfläche, steht aber instabil und ist noch nicht voll am Boden fixiert. Deshalb ist hier Schnelligkeit oberstes Gebot. Am besten sprechen Sie sich vorher ab, wer welchen Bogen aufrichtet.

5. Abspannen
Sofort nach dem Aufrichten ziehen Sie das Außenzelt straff und fixieren es mit Heringen am Boden, zuerst auf Luv, dann auf Lee. Spannen Sie sämtliche Sturmleinen so weit wie möglich vom Zelt weg und achten Sie auf festen Sitz aller Heringe. Dann müssen Sie, falls der Wind auffrischt, später nicht hinaus. Tipp: Lässt sich ein Hering nicht ausreichend fest versenken, beschweren Sie ihn mit einem schweren Stein. Weitere Tipps zum Zeltaufbau:

10.06.2007
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Ausgabe 06/2007