Smartphones & GPS-Navigation

Taugen Smartphones zum Navigieren?

Foto: viewranger.com ViewRanger BuddyBeacon
Smartphones lassen sich dank integriertem GPS-Empfänger auch zum Navigieren einsetzen. Wie gut das funktioniert? - Wir sagen's euch ...

Warum sich nicht - beim Auto­fahren längst eine Alternative - auch beim Wandern und Biken von Handy oder Smartphone ans Ziel führen lassen? Schließlich besitzen heute fast alle Geräte einen integrierten GPS-Empfänger. Ihr Gerät nicht? Dann koppeln sie es einfach via Bluetooth mit einem externen GPS-Empfänger (einem sogenannten GPS-Logger), den es etwa von Qstarz und Wintec ab zirka 70 Euro gibt.

Um Ihr Smartphone in einen vollwertigen GPS-Lotsen für Outdoor-Touren zu verwandeln, brauchen Sie allerdings noch eine Navigationssoftware für Karten zum Wandern und Biken ("App"). Die finden Sie bereits für wenige Euro, manchmal sogar umsonst im App-Store Ihres Smartphones – für Apples iPhone etwa im i-Tunes Store. Für das iPhone sowie für die verbreiteten Android-Modelle, wie sie etwa Motorola, Samsung oder Sony Ericsson anbieten, gibt es eine besonders üppige Auswahl an Navi-Apps – doch welche nehmen?

Um ­Ihnen bei der Wahl zu helfen, hat outdoor die ­beliebtesten Apps ausprobiert. Ergebnis: Alle ­geprüften Versionen führen Wanderer und Biker mit vorgegebenen Tracks ans Ziel, manche sogar mit Routen, die man direkt auf dem Handy ­geplant hat. Zudem zeichnen alle das Outdoor-Erlebnis als Track auf, sind später also wieder ­abrufbar. Mehr noch: Unterwegs gibt ein integrierter Tripcomputer Auskunft über die zurückgelegte Strecke, Höhe, Geschwindigkeit sowie viele weitere interessante Daten.

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In der Fotostrecke unten stellen wir euch die Outdoor-tauglichsten Smartphones vor, die zur Zeit auf dem Markt zu finden sind. Viele davon sind schon von Haus aus mit einem robusteren "Gorilla-Glas" und einer IP-Zertifizierung gegen äußere Einflüsse wie Staub, Sand oder Wasser geschützt.

Was muss ich beim Smartphone-Akku beachten?

Während normale Handys spätestens nach einem Tag wieder Strom tanken müssen, meistern viele Outdoor-Smartophones durchaus auch Wochenendtouren. Vorausgesetzt, man geht sorgsam mit den Energiereserven um. Viel Akkusaft spart, wer unterwegs die ohnehin nicht benötigten Stromfresser wie WLAN, Bluetooth und automatische Updates der installierten Apps auf Nulldiät setzt. Alternativ kann man das Gerät auch in den Flugmodus schalten, der alle Verbindungen kappt – auch den Handyempfang. Zwar ist man dann nicht mehr erreichbar, doch andernfalls saugt die permanente Netzsuche in entlegenen Regionen – wie etwa in den Alpen – rasch den Akku leer. Viel Strom zieht auch das Display – umso mehr, je größer der Bildschirm, je höher Auflösung und je heller er leuchtet. "Reduzieren Sie deshalb die Helligkeit oder aktivieren Sie die automatische Helligkeitsanpassung, die die Beleuchtung per Sensor an die Umgebung angleicht", rät outdoor-Handy-Experte Joachim Bardua. "Alternativ könne Sie das Gerät in den Energiesparmodus setzen, der die Displayhelligkeit ebenfalls reduziert, aber auch die Prozessorgeschwindigkeit."

Doch selbst die eifrigsten Sparbemühungen verhindern nicht, dass irgendwann selbst der potenteste Akku leer ist. Zu Hause hängt man das Handy ans Ladegerät.Doch unterwegs? Im Gegensatz zur landläufigen Meinung finden sich selbst auf Berghütten nur vereinzelt Steckdosen. Und die sind heiß begehrt ... Für längere Touren abseits von Lademöglichkeiten bleibt somit nur die Anschaffung von Ersatzakkus – sofern sich der Stromspeicher des Mobiltelefons wechseln lässt, was jedoch selten vorkommt.

Alternativ helfen Powerbanks weiter: mobile Universalakkus, die das Smartphone per USBKabel nachladen. Wie oft, hängt von der Kapazität der Powerbank und des HandyAkkus ab, die meist in Milliamperestunden (mAh) angegeben werden. Wer etwa den 3000-mAh-Akku des Samsung Galaxy A5 zweimal füttern möchte, benötigt dazu nicht etwa 6000 mAh, sondern mindestens 8000. "Beim Laden gehen rund 25 Prozent an Energie in Form von Wärme verloren«, erklärt Joachim Bardua. Wer sichergehen will, greift gleich zu einer Powerbank mit
10.000 mAh, schließlich kann das Defizit durch weitere Faktoren steigen, sinkt doch mit den Temperaturen auch die Kapazität der externen Stromtankstelle. Eine Auswahl robuster Powerbanks für den Outdoor-Einsatz gibt es hier:

22.08.2013
Autor: Uli Benker
© outdoor