Die besten Tipps für den nächsten Trip in die Wildnis

Wildnistrips planen und vorbereiten

Foto: Benjamin Hahn Into the wild
Wer ausgetretene Pfade verlässt, hat die Natur ganz für sich allein. So plant ihr eure nächste Tour in die Wildnis ...

Durch wegloses Terrain zu wandern ist ein unvergessliches Erlebnis, sagt outdoor-Redakteur Boris Gnielka: "Man ist viel freier und wacher unterwegs, da man keinen vorgegebenen Weg ablatscht, sondern Schritt um Schritt seinen eigenen finden muss." Damit einem keine reißenden Flüsse oder unüberwindbaren Felswände den Weg versperren, sollte man die Tour zu Hause gut vorbereiten. Das heißt nicht, dass man den exakten Wegverlauf festlegt, sondern nur einen ungefähren – wo man dann später genau wandert, entscheidet man vor Ort je nach Attraktivität und Schwierigkeiten.

Damit das Ganze nicht in einem Desaster endet, empfiehlt es sich, die erste Tour in weniger wilde Regionen zu legen. Statt in Tasmanien oder Alaska sollte man ruhig erst einmal vor der Haustür üben – etwa mit einer Zweitagestour. "In den Alpen oder in Schottland ist man relativ schnell wieder in Sicherheit, falls man mal die Orientierung verloren oder die Strecke unterschätzt hat", so Boris Gnielka. Vor allem Letztes lässt sich leicht vermeiden: Auf guten Topokarten sind Hindernisse wie Felswände, Flüsse, Sümpfe, Geröllfelder oder dichtes Buschwerk gekennzeichnet.

Auch ein Blick auf Google Earth vermittelt oft einen guten Eindruck des Geländes. "Plant also viel Reservezeit ein, und nehmt für Notfälle reichlich Verpflegung mit – Querfeldeingehen macht hungrig", so der Trekkingexperte. Er empfiehlt auch, Handy, Karte, Kompass, GPS und Stirnlampe einzupacken und nicht nur den Weg grob zu planen, sondern auch Trinkwasserstellen zu identifizieren: In vielen Karten sind Quellen eingezeichnet. Auch lässt sich darin gut erkennen, welche Ströme oberhalb von Siedlungen und Viehweiden verlaufen und somit als Tankstelle oder Waschplatz in Frage kommen.

Weitere Tipps:

Digital in die Wildnis

Ihr mögt keine Papierkarten und plant lieber alles digital? Dann helfen euch diese Tipps unseres GPS- und Navigationsgurus Uli Benker weiter:

PC-Power
Erstelle deine Tour doch mit digitalen Karten am Computer, etwa mit MagicMaps oder Alpenvereinskarten.

Auskunftsstelle
Die Karten-Software gibt Auskunft über die Länge der Tour, die anstehenden Höhenmeter und die ungefähre Wanderdauer. Auch simuliert sie auf Wunsch einen 3D-Flug über die geplante Strecke – praktisch, um Hindernisse zu erkennen.

Handynavigation
Die fertige Tour lädst du dann auf ein GPS-Gerät oder Smartphone mit Navi-Apps wie ape@map oder Viewranger. Damit orientierst Du dich dann später auch im Gelände. Nimm aber zur Sicherheit eine Papierkarte und einen Reserveakku zum Nachladen mit.

Fertigtouren laden
Webportale wie gpsies.com oder gps-tour.info bieten eine Fülle von GPS-fertigen Touren, auch einige, die
abseits offizieller Wege verlaufen – wenn auch oft nur abschnittsweise.

In unserem Tourenbereich outdoor-magazin.com/touren findet ihr ebenfalls eine Vielzahl an Touren, hauptsächlich in Europa - sei es nun eine outdoor-eigene Tour oder ein GPS-Datensatz unserer Partner bspw. outdooractive oder dsv-aktiv. Schaut doch mal rein!

Noch mehr Nützliches für Abenteurer:

04.08.2017
Autor: Frank Wacker
© outdoor
Ausgabe 04/2016