Der richtige Umgang mit dem Multifuelkocher

Feuer und Flamme

Multifuelkocher sind wahre Herde. Wie man sie auf Tour optimal bedient und welche Kniffe es gibt, verrät Ihnen der Instructor.

Auf Trekkingtour gibt es zum Multifuelkocher kaum eine Alternative: Er verbraucht wenig Brennstoff, ist kräftig und robust. Und mit etwas Know-how lässt er sich auch einfach handhaben: Hat man die Pumpe in die Flasche geschraubt, schließt man den Kocher daran an – entweder durch Drehen (Markill, Primus) oder durch Stecken (MSR, Optimus). Danach ist Pumpen angesagt: bei voller Flasche 10–15 Stöße, bei fast leerer ca. 30.

Spiel mit dem Feuer: Das Vorheizen

Den Flammenregler kurz aufdrehen und gleich wieder schließen, so dass nur etwas Sprit in die Vorheizschale läuft (alternativ kann man Spiritus hineingeben). Nun den Brennstoff entzünden. Dabei entsteht eine hohe Flamme, die zudem – bei Sprit und Petroleum – stark rußt, weshalb sich die Prozedur im Zelt verbietet. Erlischt das "Vorheizfeuer", den Flammenregler aufdrehen und den Kocher entzünden. Vorsicht: Hierbei sind Stichflammen möglich.

Saubere Sache: Das Verpacken

Will man den Kocher nach dem Essen verpacken, geht man so vor: Kurz bevor das Wasser kocht, dreht man die Flasche um 180 Grad – jetzt ragt der Ansaugrüssel in der Flasche in die Luft. Nach einer Minute erlischt die Flamme, es zischt nur noch Luft durch die Düse, der Druck baut sich ab. Kurz darauf kann man den Brenner von der Pumpe trennen – ohne dass ein Tropfen Sprit danebenläuft. Jedoch funktioniert das nur bei Kochern mit ON-/OFF-Schriftzug auf der Pumpe.

Video: Kochen mit dem Multifuelkocher

30.04.2008
© outdoor
Ausgabe 10/2007