Alles, was Sie über Zecken wissen müssen

Borreliose - die wichtigsten Infos

Borreliose ist schwer zu erkennen, muss nicht unbedingt ausbrechen - und kann aber schwerwiegende Folgen haben. Einmal im dritten Stadium, ist Borreliose nicht mehr zu behandeln.
Foto: Novartis Borrelioseverbreitung laut Novartis

Verbreitungsgebiet von Borreliose (Klick auf die Karte öffnet die Großansicht).

Borreliose muss nicht ausbrechen und kann denkbar harmlos verlaufen. Allerdings kann sie auch ernsthafte Gelenkschäden, Hautveränderungen und Hirnschäden verursachen. Die Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Europa. Weil die Krankheit nur im Frühstadium gut zu behandeln ist, ist Wachsamkeit angebracht. Borreliose ist in der nördlichen Hemisphäre (Nordamerika, Europa und Asien) verbreitet.

Wichtige Informationen zur Borreliose:

Borreliose

- Etwa jede fünfte Zecke im europäischen Raum enthält Borrelien, also die Bakterien, die Borreliose auslösen.

- Je früher die Zecke entfernt wird, desto unwahrscheinlicher ist, dass der Erreger übertragen wird. Es wird geschätzt, dass dies erst ab 12 Stunden nach dem Stich passiert.

- Eine Infektion zeigt sich oft - aber nicht notwendigerweise - in einer lokalen Entzündung um den Zeckenbiss. Dieser "rote Fleck" schmerzt meist nicht (1. Stadium).

Foto: Jost Jahn Zeckenbiss Roter Fleck Borreliose

Der "rote Fleck" deutet auf eine Infektion mit Borreliose hin.

- Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich können brennende Nervenschmerzen auftreten, meist in der Nähe der Zeckenstichstelle bzw. des "roten Flecks" (siehe Bild). Es kann zu Schwellungen der Lymphknoten, Lähmungen oder auch zu Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung kommen (2. Stadium).

- Monate oder Jahre nach der Infektion kann eine Gelenkentzündung auftreten. Am häufigsten betroffen sind die Kniegelenke, gefolgt von Sprung-, Ellenbogen-, Finger-, Zehen-, Handwurzel- und Kiefergelenken. Diese "Lyme-Arthritis" kann jederzeit ausheilen, kann den Betroffenen aber auch lebenslang begleiten.

- Eine spontane Ausheilung ist in jedem Stadium der Borreliose möglich. Etwa 50 Prozent der Infektionen verlaufen völlig beschwerdefrei.

- Borreliose kann man in frühen Stadien mit Antibiotikum behandeln, in späteren Stadien lässt die Wirksamkeit der Therapie nach. Umstritten ist, nach einem Zeckenstich prophylaktisch Antibiotika zu nehmen.

Beim Verdacht auf eine Infektion sollte man umgehend den Arzt aufsuchen. Dieser Artikel dient zu Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung!