Gesund durch Herbst & Winter: Tipps gegen Erkältungen & Co.

So kommen Sie gesund durch nasskalte Tage

Foto: danielgeiger.net Gesundheit: Nase, Schnupfen, Erkältung & Co.
Es gibt keinen Grund, bei schlechtem Wetter zu Hause zu bleiben. Lesen Sie, wie Sie schnupfenfrei durch nasskalte Herbsttage kommen.

Im Herbst schüttet es oft wie aus Kübeln, dazu gesellen sich Temperaturstürze und aufziehende Stürme - solche Wechsel stellen das Immunsystem auf eine harte Probe. Wer es nicht zusätzlich belasten möchte, sollte ein paar Tipps beherzigen. Das betrifft schon die Planung: Denn im Herbst legt man seine Wanderrouten besser auf die sonnigen Südseiten der Berghänge. Meiden sollte man dagegen den Bergkamm – dort oben weht es meistens heftig, und der Wind verstärkt die Wirkung von Kälte um das Zehnfache.

Auch Nässe führt zu Auskühlung. Vor allem über triefnasse Haare verliert der Körper viel Wärme. Die Folge: Beim Versuch, die Temperatur aufrechtzuhalten, reduziert der Organismus die Durchblutung der Schleimhäute. Das schwächt das Abwehrsystem, Krankheitserreger können sich rascher festsetzen. Nehmen Sie deshalb ein leichtes Kunstfaserhandtuch mit (Tipp: Care Plus Travel Towel, um 10 Euro), damit können Sie Ihre Haare nach einem Schauer rasch wieder trocken rubbeln.

Wer sogar bis auf die Haut durchgeweicht ist, sollte bei nächster Gelegenheit – zum Beispiel bei der Rast im Gasthof – die nasse Kleidung durch trockene ersetzen. Zumindest ein zweites Set Unterwäsche plus Socken gehört deshalb mit in den Rucksack – und wasserdicht verpackt.

Besonders empfindlich reagiert das Immunsystem auf kalte, nasse Füße. Sie begünstigen sogar Erkältungskrankheiten, das haben viele Studien bewiesen. Deshalb heißt es bei jeder Hüttenrast: Raus aus den nassen Botten, die Socken durch trockene ersetzen – oder zumindest kräftig auswringen. Doch wie die Schuhe wieder trocken kriegen? Am besten mit Zeitungspapier ausstopfen und in einem Abstand von mindestens 20 Zentimetern vor die Heizung stellen.

Sie zittern fast vor Kälte?

Dann hilft ein heißer Ingwertee (Rezept siehe unten), etwa aus der Thermosflasche. Das in der Wurzel enthaltene Gingerol wärmt von innen – gut nach einem nasskalten Tag. Außerdem wirkt es schleimlösend und schmerzhemmend. Auch auf Mehrtagestouren müssen Sie nicht auf das wohltuende Gebräu verzichten: Die Wurzel ist druckunempfindlich und lange haltbar.

Das beste Training für Ihre Abwehrkräfte erzielen Sie mit einer Nasenspülung. Sie hält die Schleimhäute feucht, was Erkältungsviren gar nicht mögen. Dazu brauchen Sie nur eine Nasendusche (ca. 10 €) und etwas Salz. Es hat Sie dennoch kalt erwischt? Sie müssen oft niesen, und die Nase läuft? Dann hilft vielleicht noch der Griff in die Trickkiste der Naturheilmittel (siehe nächste Seite). Viel Erfolg!

Rezept für Ingwertee

1 daumengroßes Stück frische Ingwerwurzel, in Scheiben geschnitten
1 Teelöffel Honig
500 ml Wasser
Saft einer frisch gepressten Orange oder Zitrone
Wasser aufkochen, Ingwerscheiben, Honig und Saft zugeben – fertig.
Heiß trinken!

Die kleinen Helfer aus der Naturheilkunde auf Seite 2

08.10.2010
Autor: Stephanie Schwiering
© outdoor
Ausgabe 11/2010