Essen & Trinken leicht gemacht - die besten Ernährungs-Tipps

All You Can Eat - Ernährung für Outdoorer

Ob Genusswanderer, Trekking-Fan oder Expeditionsbergsteiger – essen müssen sie alle. Doch was? Und wie viel? Wir haben drei erfahrenen Outdoorsportlern in den Rucksack geschaut.

Wandern macht hungrig. Richtig hungrig. Doch während man zu Hause nach Lust und Laune den Kühlschrank plündern kann, gibt’s auf Tour nur das, was der Rucksack hergibt. Was und wie viel das sein sollte, hängt von der Tour ab, vom Geschmack und vom Fassungsvermögen des Rucksacks. Nährwerttabellen müssen Sie vor einer Wanderung jedoch nicht studieren, gibt der Ernährungsexperte Karsten Köhler von der Deutschen Sporthochschule Köln Entwarnung: »Erlaubt ist fast alles, was schmeckt, schließlich betreiben Wanderer keinen Hochleistungssport.« Vor allem, so Köhler, solle man auf ­Gewohntes zurückgreifen und dem Körpergefühl vertrauen. Wem es beim Wandern also in erster Linie auf Genuss ankommt, kann Spezialnahrung zu Hause lassen. So wie Susanne Wacker. Sie verbringt fast jedes freie Wochenende mit Wandern. Dabei genießt sie nicht nur ­frische Luft, sondern auch die Brotzeit: »In ­freier Natur ist Schlemmen angesagt«, sagt sie und öffnet bereitwillig ihren Rucksack. Darin stapeln sich Vollkornbrote, Aufstrich, Paprika und Möhren. Dazu gibt’s Tee und Obst. Eine opulente Mahlzeit, die am Stück konsumiert den Körper allerdings erst einmal belastet. Die Folge: Müdigkeit. Wer das vermeiden will, sollte die Mahlzeit auf viele kleine Snacks verteilen. »Sie verursachen keinen Leistungsknick und halten den Blutzuckerspiegel aufrecht«, erklärt Karsten Köhler. Snacks finden sich auch bei Susanne im Rucksack – falls es mal länger als ge­plant dauern sollte. Eine solche Notreserve darf auf keiner Wanderung fehlen, sagt Köhler. »Am besten sind Schokolade und Energie­riegel, sie enthalten viel Energie«.

09.04.2010
Autor: Boris Gnielka
© outdoor
Ausgabe 04, 05/2010, 2010