Essbare Pflanzen richtig nutzen: Giersch

Giersch - alle Infos

Foto: Colourbox.de Essbare Pflanzen: Giersch
Alle Infos zur Verbreitung und Nutzung des Gierschs.

Pflanze: Giersch

Lateinischer Name: Aegopodium podagraria

Beschreibung

  • Größe: 30 bis 80 cm hoch
  • Blätter: grün, dreigezackt
  • Stängel: hohl, unbehaart, kantig
  • Blüte: weiß, Dolden, wachsen an langen, meist blattlosen Stängeln, Blütenstand erinnert an wilde Möhre
  • Blütezeit: Juni und August

Sammelzeit

Junge Triebe im Frühling ernten. Zum Trocknen Kraut kurz vor der Blüte sammeln.

Verbreitung

Weit verbreitet und häufig in feuchten Laubmischwäldern, Gärten und Parkanlagen. Regionen: Europa, Asien, Nordamerika (eingebürgert)

Zubereitung

Bekannt als ständig nachwachsender Wildspinat. Junge Blätter sind am schmackhaftesten, ältere sind zäher. Der Geschmack ähnelt einem Mix aus Petersilie und Möhren. Als Spinat, Gemüse und getrocknet als Gewürz in der Küche wie Petersilie verwendbar. Gibt Aufläufen, Kartoffeln und Suppen den letzten Pfiff.

Anwendung

Früher als Heilkraut gegen Rheuma und Gicht genutzt. Dafür wurde Giersch zerquetscht als Umschlag auf die betroffene Stelle gelegt. Zum Entschlacken als Frühjahrskur eingesetzt.

Merkmale/Besonderes

Gilt in Ziergärten oft als lästiges Unkraut. Bildet unterirdische Ausläufer, die weit kriechen und sich nur schwer entfernen lassen.

Unbedingt beachten/Vorsicht

Achtung: Die Blüten sehen denen des sehr giftigen Schierlings ähnlich.

31.07.2018
Autor: outdoor Magazin
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