Tunnelzelt aufbauen

Das solltet ihr bei Tunnelzelten beachten

Foto: Boris Gnielka Tunneltrick
Mit etwas Übung lassen sich moderne Tunnelzelte innerhalb von wenigen Minuten aufstellen - selbst von nur einer Person. Ein paar Tipps und Tricks zum Zeltaufbau gibt's hier.
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Die Suche nach einem geeigneten Platz zum Zelten erfordert bei Tunnelzelten etwas mehr Aufmerksamkeit als bei einem Kuppelzelt. "Die meisten Tunnelzelte besitzen nur einen Eingang, der auf die windabgewandte Seite zeigen sollte", rät Zelt-Experte Uli Benker. "Checkt vor dem Aufbau also auf jeden Fall die Windrichtung." Doch nicht nur auf den Wind muss man bei der Auswahl des Zeltplatzes ein Auge werfen. "In den meisten Tunnelzelten liegt man mit dem Kopf zum Eingang. Der sollte sich keinesfalls tiefer befinden als das Fußende des Zelts, damit man nicht mit dem Kopf nach unten schläft", erklärt der Zeltprofi. Ist die Platzwahl getroffen, geht der Aufbau flugs vonstatten (siehe Punkte 1 bis 6 in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung ganz unten).

Im Gegensatz zu Kuppelzelten stehen Tunnelzelte nicht frei und müssen zwingend abgespannt werden - und zwar gründlich, mit allen Sturmleinen. Voll verankerte Zelte trotzen selbst Sturmböen mit über 100 km/h, während sie ohne Abspannungen schon bei unter 50 km/h die weiße Fahne hissen. Auch flattert bei straffem Zelt die Außenhaut des Tunnelzeltes weniger im Wind.

Damit das Zelt sicher steht, sollte man beim Abspannen besonders darauf achten, die Heringe möglichst bis zum Anschlag im Untergrund zu verankern - am besten schräg vom Zelt wegzeigend. Andernfalls werden sie bei starkem Wind schnell aus dem Boden gezogen und das Zelt fällt um. "Auf weichem und lockerem Boden, wo die Heringe nur wenig Halt finden, sollte man sie mit schweren Steinen beschweren", rät Benker. Im Schnee und im Sand helfen extra breite und lange Schneeheringe, das Zelt sicher zu verankern. "Vergessen Sie nicht, das Zelt ab und zu nachzuspannen", empfiehlt der Experte weiter, "vor allem im Regen, wenn sich Gewebe und Sturmleinen dehnen."

Das beste Zelt nützt wenig, wenn man es bei Dunkelheit, Regen oder Sturm nicht flugs aufbauen kann. Daher sollte man das Aufstellen des Tunnelzeltes vor der Tour zu Hause üben, am besten, bis jeder Handgriff sitzt!

Das solltet ihr bei Tunnelzelten beachten

23.08.2018
Autor: Boris Gnielka
© outdoor
Ausgabe 08/2018