7 Tipps, wie Sie sich und ihr Gepäck vor Regen schützen

Trocken bleiben bei Regen und Schnee

Foto: Benjamin Hahn Regenschutz
Nur wer sich und sein Gepäck richtig vor Nässe schützt, geht bei kräftigem Dauerregen und Wetterkapriolen nicht baden. So geht’s ...

»Selbst in einer dichten Funktionsjacke kann man nass werden«,erklärt Andreas Marmsoler vom Gore-Tex-Hersteller W.L. Gore. Ein Problem stellen darunterliegende Kleidungsschichten dar, die an den Bündchen oder am Saum bündig mit dem Regenschutz abschließen (siehe Punkt 2 unten): Sie saugen Feuchtigkeit wie ein trockener Schwamm ins Innere. Auch Kapuzen (s. Punkt 6) und Reißverschlüsse (Punkt 4) zählen zu den potenziellen Schwachpunkten für Wassereinbrüche.

Besonderes Augenmerk benötigen die Belüftungszipper in den Achseln, die sogenannten Pitzips: Bei Varianten mit zwei Schiebern müssen diese bei geschlossenem Reißverschluss in der regengeschützten Achsel liegen. »Außerdem sollten Sie den Tascheninhalt vor Nässe schützen«, so der Experte (Punkt 1).

Zwar besitzen heute viele Funktionsjacken und Regenhosen wasserdichte Taschen, durch auskondensierenden Schweiß entsteht im Innern aber dennoch Feuchtigkeit. Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist die Imprägnierung des Außenstoffs. Saugt sich dieser bei Regen voll, sinkt die Atmungsaktivität, und das Material fühlt sich klamm an. Bevor Sie Ihre wasserdichten Sachen aber neu imprägnieren, waschen Sie sie – Schmutz reduziert ebenfalls die wasserabweisende Wirkung.

Auch die Bedeutung der Regenhose wird häufig unterschätzt
(Punkt 5): »Sie hält nicht nur Regen ab, sondern verhindert zudem, dass von Büschen oder hohem Gras abgestreiftes Wasser die Beine durchnässt – und von dort in die Schuhe läuft«, sagt Marmsoler. Des Weiteren sorgen gut imprä- gnierte Stiefel (Punkt 3) für trockene Füße. Ihren Rucksackinhalt packen Sie am besten in einen wasserdichten Sack (Punkt 7), weil eine Regenhülle nie hundertprozentig dicht hält.

Trocken bleiben bei Regen und Schnee

19.01.2016
Autor: Frank Wacker
© outdoor
Ausgabe 12/2015