Outdoor-Legenden, Abenteurer, Pioniere

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Foto: Movienet Film GmbH "Messner" - neuer Kinofilm über den Bergsteiger Reinhold Messner

Reinhold Messner

Reinhold Messner ist für viele eine lebende Legende. Kein Wunder, dass er auch bei den outdoor-Lesern auf Platz eins landet. Weltbekannt wurde der Südtiroler Bergsteiger, als er 1978 als erster Mensch ohne künstlichen Sauerstoff den Mount Everest bezwang. Schon 1975 hatte Messner einen Meilenstein der Alpingeschichte gesetzt, indem er zusammen mit Peter Habeler den Gipfel des 8080 Meter hohen Gasherbrum I im sogenannten Alpinstil erreichte, also auf einer unpräparierten Route und ohne Flaschensauerstoff. Im Jahr 1986 hatte er auf diese Weise alle 14 Achttausender bestiegen. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen durchquerte Messner dann im Winter 1989 gemeinsam mit Arved Fuchs die Antarktis, später Grönland (1993) und die Wüste Gobi (2004). Weniger bekannt, aber nicht minder eindrucksvoll ist sein Wirken als Autor: Mit über 70 Buchveröffentlichungen war er so produktiv wie nur wenige. Und als wäre das alles nicht genug, nahm er in den letzten zehn Jahren seinen "fünfzehnten Achttausender" in Angriff: die Messner Mountain Museen. An mittlerweile fünf Standorten in Südtirol dreht sich in ihnen alles um Bergvölker, den Himalaja und seine Heimat, die Dolomiten.
Reinhold Messner im outdoor-Interview

Rüdiger Nehberg

Ob auf Survivalexpeditionen oder als Menschenrechtsaktivist: Rüdiger Nehberg hat in seinem Leben schon viele dicke Bretter gebohrt. Und trotz seiner 78 Jahre ist er noch kein bisschen leise, vor allem, wenn sich der Bundesverdienstkreuzträger gegen die weibliche Genitalverstümmelung einsetzt. 1980 prangerte er als einer der Ersten die Missstände im Lebensraum der Yanomami-Indianer im Amazonas an und trug schließlich mit einer Floßfahrt über den Atlantik dazu bei, dass den Yanomami ein Reservat zugestanden wurde. In Deutschland bekannt wurde der Zweite der Outdoor-Helden-Wahl, als er 1981 ohne Verpflegung durch Deutschland wanderte - nur eine Generalprobe für den Dschungel. Seine vielleicht spektakulärste Aktion: 2003 ließ sich "Sir Vival" nur mit einem Messer bewaffnet im Amazonasbecken absetzen. Er galt schon als verschollen, als er nach 25 Tagen die Zivilisation erreichte.
Rüdiger Nehberg im outdoor-Interview

Cecilie Skog

2004 stand sie auf dem Mount Everest, 2008 auf dem K2. Inzwischen hat sie alle Achttausender der Welt in ihrem Tourenbuch. Am Nordpol war Cecilie Skog auch schon, und 2010 durchquerte sie auf Ski die Antarktis. 70 Tage brauchten sie und ihr Tourpartner Ryan Waters für die 1800 Kilometer lange, eisige Strecke. Das Besondere dabei: Sie hatten keinerlei Unterstützung von außen. Kein Wunder, dass die Energie und Ausstrahlung der nur 1,60 Meter großen Extremsportlerin die outdoor-Leser beeindruckte: Sie wählten sie auf Platz drei. Im Winter arbeitet sie in ihrem alten Beruf als gelernte Krankenschwester.
Cecilie Skog im outdoor-Interview

Stefan Glowacz

Aus eigener Kraft an die Grenzen gehen, nach diesem Grundsatz geht Stefan Glowacz auf Tour. Bis 1993 lebte der 48-Jährige vom Wettkampfklettern, danach wandte er sich eigenen Unternehmungen zu. Neben der Kletterei selbst machte er dabei mehr und mehr auch die Anreise zur Felswand zum Abenteuer. Ob per Kajak in die Fjorde Grönlands, mit Ski und Snow-Kite auf Baffin Island oder per Faltboot und zu Fuß zu den Tafelbergen von Roraima in Venezuela. Viele dieser Expeditionen unternahm Glowacz mit dem Freikletterpio­nier Kurt Albert, der 2010 bei einem Kletterunfall in der Fränkischen Schweiz ums Leben kam.
5 Fragen an Stefan Glowacz

Bear Grylls

Survival als große Show: Damit schaffte es der 1974 geborene Bear Grylls auf Platz fünf in der Lesergunst. Schon mit 23 Jahren, und damit als jüngster Brite, erklomm er 1998 den Mount Everest. Davor eignete er sich bei einer Spezialeinheit der Britischen Armee das Rüstzeug für seine Abenteuer an. Seit 2009 ist er "Chief Scout UK and Overseas Territories", das Haupt der britischen Pfadfinder. In Deutschland wurde er durch seine Serie "Ausgesetzt in der Wildnis" bekannt. Vor allem Jugendliche motiviert er zu Ausflügen in die Natur. Am 7. Oktober startet auf Discovery Channel Bear Grylls‘ neue Serie "Escape from Hell".
Bear Grylls im outdoor-Interview

Arved Fuchs

Wie stark verändern sich die Polregionen der Erde? Diese und ähnliche Fragen treiben den Forscher Arved Fuchs um. 1989 erreichte er in einem Jahr Nord- und Südpol; im Anschluss gelang ihm mit Reinhold Messner die erste Antarktisquerung. Seither dokumentiert der 60-Jährige in den polaren Meeren das Schwinden des Eises. Die jüngste Expedition führte ihn auf seinem Segelschiff "Dagmar Aaen" nach Spitzbergen, obwohl er eigentlich das Franz-Josef-Land umsegeln wollte. Leider verweigerte Russland ihm plötzlich die Genehmigung für das ursprüngliche Ziel. Sein Einsatz für die sensi­blen Polgebiete brachte ihn auf Platz sechs.
Arved Fuchs im outdoor-Interview

Ulrich Inderbinen

Ungefähr 370 Mal stand er auf dem Matterhorn, und als er 1990 zum letzten Mal den Gipfel erreichte, zählte er fast 90 Jahre. Der älteste aktive Bergführer der Welt zeichnete sich durch außergewöhnliche Leistungsfähigkeit, Bescheidenheit und Schlagfertigkeit aus – und durch eine gute Gesundheit. Er wurde 104 Jahre alt.
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Luis Trenker

Den Hut aus der Stirn geschoben, das wettergegerbte Gesicht der Sonne zugewandt, im Hintergrund eine Kulisse von Bergkuppeln – das ist das Bild, das man mit Luis Trenker verbindet. Ein Bild, das wohl vor allem aus den zahlreichen Berg- und Heimatfilmen stammt, in denen Trenker nicht nur als Schauspieler, sondern auch hinter der Kamera als Regisseur und Drehbuchautor mitgewirkt hat. In seinen letzten Lebensjahren setzte sich Luis Trenker auch für den Umwelt- und Naturschutz ein und sprach sich etwa vehement gegen eine durch das Oberpustertal führende Neutrassierung der sogenannten "Alemagna"-Autobahn aus. Am 12. April 1990 starb Luis Trenker mit 97 Jahren in Bozen und wurde im Ortsfriedhof seiner Heimatgemeinde St. Ulrich in Gröden im Familiengrab beerdigt.
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Die Huberbuam

Thomas und Alexander Huber sind ein außergewöhnliches Gespann. Für sich genommen zählt der eine wie der andere zu den besten Bergsteigern der Welt, zusammen bilden sie eine der stärksten Seilschaften unserer Zeit. Der mit dem bayerischen Filmpreis ausgezeichnete Dokumentarfilm "Am Limit" (2007) beobachtet die Brüder bei ihrer Leidenschaft, dem Speedklettern.
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Hans Kammerlander

Hans Kammerlander bezwang fast alle Achttausender, einige zusammen mit Reinhold Messner. Als erster Mensch der Welt ist er mit Skiern vom Mount Everest und vom Nanga Parbat abgefahren. In seinem neuesten Projekt "Seven Second Summits" möchte der Bergsteiger die zweithöchsten Gipfel jedes Erdteils bezwingen - oftmals schwieriger als ihre nur unwesentlich höheren Nachbarn. Außerdem unterstützt Kammerlander Bildungsprojekte in Nepal und Energiehilfsprojekte in Kambodscha.
5 Fragen an Hans Kammerlander

Olaf Obsommer

Olaf Obsommer ist nicht nur ein begnadeter Kajaker. Von seinen Abenteuern auf den Flüssen der Erde bringt er auch preisgekrönte Expeditionsfilme mit.
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Alexander von Humboldt

Der in Berlin geborene Universalgelehrte (1769–1859) gilt als einer der letzten Forscher, der ein fast vollständiges Bild der Welt zeichnete.
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Marco Polo

Manche halten die Berichte Marco Polos für Fabelstücke – einen kolossalen Schwindel, dennoch hat der Abenteurer den Europäern im Mittelalter den Blick in eine neue Welt eröffnet.
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James Cook

Der britische Seefahrer und Abenteurer wurde 1779 von Einheimischen auf Hawaii ermordet. Die Europäer verdanken ihm die ersten verlässlichen Kartenwerke der pazifischen Inseln und umfassende Studien ihrer Bewohner, Flora und Fauna.
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David Livingstone

Der Schotte entdeckte auf seinen drei großen Afrikaexpeditionen den Sambesi, durchquerte als erster Europäer den Kontinent von Ost nach West, sammelte geografisches Wissen und setzte sich gegen die Gräuel der Sklaverei ein.
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Percy Harrison Fawcett

1867 in Torquay an der Südküste Englands geboren und am Oberlauf des Rio Xingu verschollen, animiert der Südamerikaforscher, Abenteurer und Ethnologe bis heute mit seiner Suche nach der mythenumrankten "Stadt Z" zu Abenteuerbüchern und Filmen.
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Thor Heyerdahl

Der norwegische Forscher Thor Heyerdahl wurde durch seine drei See-Expeditionen auf nachgebauten antiken Schiffen bekannt. Fast 7000 Kilometer weit segelte der Abenteurer 1947 über das offene Meer, um zu beweisen, dass die Atolle der Südsee einst von Südamerika aus besiedelt wurden. Damit stellte sich der Norweger nicht nur gegen die gesamte Fachwelt, Heyerdahl setzte bei dieser Reise auch sein Leben aufs Spiel - und seine große Liebe. Das Floß "Kon-Tiki" und "Ra II" sind heute in Oslo im Kon-Tiki-Museum zu sehen.
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Charles Darwin

Der britische Forscher brachte mit seiner Evolutionstheorie das christlich geprägte Weltbild gehörig ins Wanken. Bis heute ist er einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler.
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Roald Amundsen

Roald Engelbregt Gravning Amundsen gelang zwischen 1903 und 1906 als Erster die Durchfahrung der Nordwestpassage. Am 14. Dezember 1911 erreichte er als Erster den Südpol. 1925 leitete Amundsen die erste Flugbootexpedition in die Arktis.
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Robert Falcon Scott

Robert Falcon Scott war britischer Marineoffizier und Polarforscher. Er wurde durch seinen Wettlauf zum Südpol mit dem Norweger Roald Amundsen berühmt.
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Maria Sibylla Merian

Die Naturforscherin, Künstlerin und Kupferstecherin Maria Sibylla Merian machte durch Insektenbücher und ihre Südamerikareise von sich Reden. Sie malte, forschte und entdeckte unbekannte Tierarten, insbesondere viele Schmetterlinge und Falter. Sie starb 1717 in Amsterdam.
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Isabelle Eberhardt

Isabelle Eberhardt wurde als Schweizerin geboren und starb als Französin in Algerien. Sieben Jahre lang bereiste sie als Mann verkleidet Nordafrika. Die Abenteurerin veröffentlichte Romane, Erzählungen und Reiseberichte.
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Hermann Buhl

Hermann Buhl gehört zu den wenigen Alpinisten, die zwei Achttausender erstbestiegen haben. Im Alleingang bezwang er 1953 den Nanga Parbat. Am 27. Juni 1957 stürzte Buhl am Chogolisa in Pakistan ab.
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