Abenteuer bis ans Limit: Die härtesten Extremrennen der Welt

Auf die harte Tour: Abenteuerrennen extrem

Foto: RacingThePlanet Limited Gobi March 2010
In brütender Hitze und arktischer Kälte, zu Fuß, mit dem Kanu oder dem Hundeschlitten: Es gibt viele Möglichkeiten, sich bis zum Äußersten zu verausgaben. Von Gobi March bis Tough Guy Race zeigt outdoor die härtesten Abenteuerrennen der Welt.

Tor des Géants
Seit 2010 organisiert die autonome Region Aostatal den 330 Kilometer langen Berglauf Tor des Géants. Das Rennen führt die Läufer zu Fuß über die Pfade der Höhenwege 1 und 2 des Aostatals (Italien), mit Start und Ziel in der Gemeinde Courmayeur. Dabei müssen die Läufer einen positiven Höhenunterschied von ca. 24.000 m überwinden und 34 Gemeindegebiete durchqueren. Der Lauf findet in einer einzigen Etappe statt, mit freier Geschwindigkeit, in einer begrenzten Zeit und mit Teilselbstversorgung. Mehr Infos: www.tordesgeants.it

China: Gobi March

Nur zwanzig Prozent der Teilnehmer am Gobi March laufen die gesamte Strecke von 250 Kilometern, ebenso viele gehen die Distanz. Zu schaffen macht den Athleten beim Gobi March nicht nur das Wüstenterrain, sondern auch das Klima. 2011 fand der sechstägige Wettkampf im Turpanbecken statt, auch "der Ofen" genannt. Es ist die heißeste Gegend Chinas und der Ort auf der Erde, der am weitesten von einem Ozean entfernt liegt. Mehr Infos: www.4deserts.com/gobimarch

Highlights vom Gobi March 2010:




Foto: © Christian Vajk / PIXELIO Die härtesten Abenteuerrennen der Welt: Iditarod in Alaska

Beim Iditarod sind nicht nur Know How und Orientierungssinn der Mushers gefragt...

Alaska: Iditarod

Immer am ersten Samstag im März startet in Anchorage das Iditarod Race, das härteste Schlittenhunderennen der Welt: 1800 Kilometer durch die Wildnis Alaskas bis zur Küstenstadt Nome an der Westküste, bei arktischen Temperaturen und eisigen Stürmen. GPS-Geräte sind verboten, die Schlittenhundelenker (Musher) müssen den besten Kurs bei jedem Wetter selber finden.

Den Streckenrekord hält seit acht Jahren der Schweizer Martin Buser. Er machte das Rennen in 8 Tagen, 22 Stunden und 46 Minuten: die erste Gesamtzeit unter neun Tagen.

Mehr Infos: www.iditarod.com

Foto: © qayyaq / PIXELIO Die härtesten Abenteuerrennen der Welt: Atacama Race in Chile

Unterwegs in der Atacama-Wüste: Mondtal.

Chile: Atacama Race

Ebenfalls im März: der Atacama Race. Beim Atacamalauf in Nordchile verausgabt man sich entweder total oder man steigt aus: Das Rennen durch die trockenste Wüste der Welt geht über 250 Kilometer und sechs Tage.

Fernab der Zivilisation kämpfen sich die Teilnehmer bei Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad und Höhen bis zu 3500 Meter über brüchige Salzebenen, durch Canyons, über Geröll und Sanddünen. Mit Erfrischung von oben ist nicht zu rechnen: An einigen Plätzen in der Atacama hat es seit 120.000 Jahren nicht mehr geregnet. Der Hammer kommt am fünften und vorletzten Tag, wenn den Läufern schon 150 Kilometer in den Beinen stecken: eine Killeretappe von 78 Kilometern.

Mehr Infos: www.4deserts.com/atacamacrossing

Foto: © Silke Bachmann / PIXELIO Die härtesten Abenteuerrennen der Welt: Wenger Patagonia Race in Patagonien

So vielseitig wie die Natur in Patagonien müssen auch die Abenteurer sein, die sich der Herausforderung des Wenger Patagonia Race stellen.

Patagonien: Expedition Race

Viererteams bahnen sich beim Wenger Patagonian Expedition Race ihren Weg durch die ungezähmte Natur Patagoniens: 500 bis 600 Kilometer aus eigener Kraft – zu Fuß, per Kajak, auf dem Mountainbike und im Klettergurt.

Im Februar 2011 ging das Expeditionsrennen in die neunte Runde und verlief zum Teil über das Patagonische Inlandeis – das größte Eisfeld der Erde außerhalb der Pole. Eine extrem gute Kondition wird beim Patagonia Race vorausgesetzt, entscheidend für den Erfolg sind Vielseitigkeit, perfekte Navigation und perfekte Teamstrategie.

Mehr Infos: www.patagonianexpeditionrace.com

Foto: www.extremeworldraces.com Die härtesten Abenteuerrennen der Welt: South Pole Race Antarktis

Extrem anstrengend, extrem teuer, aber auch extrem schön: der South Pole Race.

Antarktis: South Pole Race

Nicht nur extrem anstrengend, sondern auch extrem teuer ist die Teilnahme am South Pole Race: etwa 50.000 Euro.

Im Preis enthalten sind unter anderem das Training in Norwegen, der Transport zur russischen Forschungsstation Novo und der Flug zum Startpunkt des Rennens in der Antarktis. Von ihm aus fehlen noch exakt 704 Kilometer zu Fuß und auf Ski bis zum Südpol.

Temperaturen bis minus 50 Grad, Eisstürme, Gletscherspalten und Tagesetappen von 16 Stunden Länge erwarten die Teams aus aller Welt.

Mehr Infos: www.extremeworldraces.com

Foto: John Flynn, Regina Stanger / www.crocodile-trophy.com Die härtesten Abenteuerrennen der Welt: Crocodile Trophy in Australien

Tropische Sonne, wadentötende Sandpisten und braune Abkühlung: Die Tour de France der Mountainbiker, Crocodile Trophy.

Australien: Crocodile Trophy

Sie gilt als die Tour de France der Mountainbiker: die Crocodile Trophy in Australiens nordöstlichem Bundesstaat Queensland. 1200 Kilometer und 11.855 Höhenmeter müssen die Fahrer ab der Küstenstadt Cairns an zehn Tagen bewältigen, immer im Schwitzkasten der tropischen Sonne, auf wadentötenden Sandpisten und im unwegsamen Gelände des australischen Buschs.

Die Königsetappe kommt am achten Tag: Zwischen Laura und Cooktown liegen ein 30-Prozent-Anstieg und zahlreiche Flussquerungen. Termin 2011: 18. bis 27. Oktober.

Mehr Infos: www.crocodile-trophy.com

England: Tough Guy Race

Der "Harte-Kerl-Lauf" geht nur über 15 Kilometer, aber er findet im Januar in England statt, und entworfen hat das Hindernisrennen ein Trainer britischer Eliteeinheiten.

Für die Selektivität des Wettkampfs spricht, dass von den 6000 Teilnehmern meist nur die Hälfte ankommt. Unter Stacheldraht robben, in eiskaltem Wasser tauchen, mit klammen Händen klettern und abseilen, sich durch Schlammlöcher wühlen und durch brennende Heuballen rennen: Das ist eben nur etwas für echte Tough Guys – und Tough Girls.

Mehr Infos: www.toughguy.co.uk

Impressionen vom Tough Guy Race in UK:




23.05.2011
© outdoor
Ausgabe 12/2010