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Lowa-Schuhe: Qualität „Made in Europe“

Qualität und »Made in Europe« bilden die beiden Eckpfeiler der Nachhaltigkeitsstrategie des bayerischen Schuhspezialisten Lowa.

Am Anfang war der Haferlschuh. Mit ihm begann der Schuster Lorenz Wagner 1923 seine Schuhproduktion und nannte seine Firma nach den ersten Silben seines Vor- und Nachnamens »Lowa«. Haferlschuhe stehen für traditionelles Handwerk, ihr Kennzeichen ist die zwiegenähte Sohlenkonstruktion: Eine zweifache Naht verleiht den Schuhen Formtreue und Stabilität. Und Lowa blieb und bleibt dem Anspruch an Qualität in seiner über 90-jährigen Geschichte treu.

Seit Anbeginn steht der Hauptsitz in Jetzendorf vor den Toren Münchens. Und auch die anderen Produktionsstätten liegen allesamt in Europa: in Italien und der Slowakei. Schuh-Schäfte werden aus Bosnien- Herzegowina und Kroatien zugeliefert. Lowa setzt durch die bewusste Entscheidung für »Made in Europe« weniger Emissionen frei als Konkurrenten, die ihre Produkte in Asien fertigen lassen – unnötig lange Transportwege um die halbe Welt entfallen. Außerdem kann der Traditionsschuster so eine hohe Produktqualität und faire Arbeitsbedingungen garantieren.

Im Lowa-Werk im slowakischen Bošany entstehen 60.000 Paar Schuhe pro Woche.

Know-how bewahren

Zur Zeit beschäftigt Lowa 2275 Mitarbeiter. Erst letztes Jahr schlüpfte der italienische Schuhspezialist Riko- Sports samt Unterfirma Rialto als Tochter unter das Firmendach der Bayern – alle Beteiligten kannten sich schon aus einer bewährten Kooperation. »Es wird ein fließender Übergang, und wir sind sehr glücklich darüber, das Unternehmen in die Hände unseres langjährigen Partners Lowa zu geben. Wir teilen den gleichen Geschäftssinn und die gleichen Wurzeln. Zudem sichern wir auf diesem Weg unser gemeinsames Knowhow «, kommentierte Riko-Geschäftsführer Renzo Castellani im Juli 2019 den Verkauf seiner Firma an Lowa. Und tatsächlich hat der Schwung nicht nachgelassen: Mit wöchentlich 60.000 Paar Schuhen stemmen die frisch übernommenen 1900 Rialto-Angestellten in der Slowakei den Löwenanteil der Lowa-Produktion, und zwar in den Segmenten All Terrain Classic und Sports, Everyday und Kids. 7200 Schuhpaare pro Woche aus den Bereichen Mountaineering und Trekking stammen aus Jetzendorf. Die dritte, mit 16 Mitarbeitern kleinste Fertigungsstätte der Lowa-Familie mit Sitz in Italien produziert wöchentlich 2000 Paar Schuhe, ebenfalls Modelle aus den Mountaineering- und Trekking-Serien. Doch Lowa setzt nicht nur auf Bewährtes, sondern auch auf richtungsweisende Innovationen. So widmet sich ein weiterer italienischer Standort ganz der Entwicklung neuer Prototypen. Insgesamt verlassen so an die 70 000 Paar Schuhe pro Woche die Produktion, alle »Made in Europe«. 2010 knackte der Hersteller die Marke von zwei Millionen Paar verkaufter Schuhe in einem Jahr, aktuell kreisen die Zahlen um die drei Millionen.

Nachhaltig in die Zukunft

Lowas Modellpalette deckt alle Outdoor- Bereiche ab – vom Wandern über alpine Sportarten inklusive Klettern bis hin zu warmen Schuhen für den Winter. Dazu kommen spezielle Serien für urbane Ansprüche, die gut als Freizeitschuhe durchgehen, sich aber auch auf Reisen bewähren sollen: Sie sind leicht und bequem; manche Modelle tragen auch eine Goretex-Membran. Und natürlich gibt es auch viele Schuhe für kleine Outdoorer, die beim Spielen weder nasse noch kalte Füße bekommen möchten. Einsatzkräfte finden ebenso Stiefel für ihre Zwecke, und ein Sortiment an Sicherheitsschuhen ergänzt die Produktvielfalt. Alle Schuhe verbindet der hohe Anspruch an Langlebigkeit – und das trägt ebenfalls zur Nachhaltigkeitsstrategie von Lowa bei. Denn der ökologischste Schuh ist nach wie vor der, der lange getragen wird. Dass die Qualität stimmt, bestätigen auch die outdoor-Leser: Bei der Leserbefragung im letzten Jahr landete Lowa als »Best Brand« zum zweiten Mal in Folge auf Platz eins in der Kategorie Schuhe. Die Weichen für eine traditions- und qualitätsbewusste, nachhaltige Zukunft sind also gestellt. Mehr Infos: lowa.de

NEUER LIEBLINGSSCHUH Anziehen und am liebsten direkt auf Tour gehen – so sieht der optimale Wanderschuh für alle Gelegenheiten aus. Mit dem Santiago präsentiert Lowa dieses Jahr einen recht leichten Allrounder. Es gibt den neu besohlbaren Trekkingstiefel in zwei Varianten: einmal unter »LL« als komfortable Lederversion und zum anderen mit wasserdichter Gore-Tex-Membran den Santiago GTX. Beide bringen nur etwas über 1400 Gramm auf die Waage (LL: 1420 g/Paar, GTX: 1440 g/ Paar) und ihre Träger sicher durch jedes Gelände – ob auf einer Tagestour oder einem mehrtägigen Trek. Beide Modelle haben im Vorfußbereich nur wenige Nähte: Dadurch soll verhindert werden, dass man sich wund scheuert oder Blasen bekommt. Müden Füßen beugt die PU-Zwischensohle vor, die es in zwei Härtestufen gibt. Kurz: ein Lieblingsschuh für jede Tour. Preis: 240 Euro.
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