Sea to Summit: Es begann mit einem Rucksack Sea to Summit
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Sea to Summit: Es begann mit einem Rucksack 11 Bilder

Sea to Summit: Es begann mit einem Rucksack

Sea to Summit Es begann mit einem Rucksack

Sea to Summit entwickelt Ausrüstung, die Freiheit und Unabhängigkeit in jeder Umgebung ermöglicht. Begonnen hat alles in einem gewöhnlichen Kinderzimmer ...

Roland Tyson: Der Gründer von Sea to Summit

Vor langer Zeit, im Jahr 1983 – vor der Everest-Expedition und der Winterüberquerung des Himalaya, vor der Firma Sea to Summit, dem Designerteam und den Dutzenden von Auszeichnungen – war Roland Tyson nur ein Teenager mit einer gebrauchten Nähmaschine.

Seine Kindheit verbrachte der in Perth (Australien) aufgewachsene Tyson mit Bushwalking (was Nicht-Australier als Hiking bezeichnen würden), Klettern, Wildwasserpaddeln und Höhlenwandern. Im Alter von 17 Jahren begann er dann sich im Design von Outdoor-Ausrüstung auszuprobieren. Darin war er so gut, dass er innerhalb von ein paar Jahren auf eine Industrienähmaschine umstieg und brauchbare Ausrüstung herstellte.

Ein Rucksack war sein erstes richtiges Produkt: "das erste, bei dem ich dachte: 'Ja, das sieht gut aus'", erinnert sich Tyson. Dieser Rucksack war der Vorläufer einer langen Reihe bahnbrechender Ausrüstungsgegenstände, die er in drei Jahrzehnten als Gründer von Sea to Summit entwickelte.

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Sea to Summit
Roland Tyson von Sea to Summit als junger Mann

Es dauerte nicht lange, bis Tyson seine Ideen auf den Markt brachte. Schon früh arbeitete er im Einzelhandel einer australischen Outdoor-Kette und reparierte dort auch seine Ausrüstung. Das veranlasste ihn dazu Dry Bags bzw. Packsäcke und anderes Zubehör für den Verkauf in den Läden herzustellen. 1986, im Alter von 20 Jahren, gründete Tyson sein eigenes Unternehmen, Namche Bazaar, um den Umsatz zu steigern. Die ersten Angestellten waren seine Großeltern und seine Mutter.

Die Geburt von Sea to Summit

Während er sein Geschäft aufbaute, ging Tyson in der Natur immer wieder an seine Grenzen und verfeinerte seine Hochgebirgs- und Kletterfähigkeiten. Darüber lernte er Tim McCartney-Snape kennen, einen der ersten beiden Australier, die den Mount Everest bestiegen (der andere war McCartney-Snapes Kletterpartner Greg Mortimer).

McCartney-Snape hatte einen ehrgeizigen Plan: Er wollte von der Bucht von Bengalen im Indischen Ozean bis zum Gipfel des Everest reisen, und zwar ausschließlich mit menschlicher Kraft – eine Reise von über 1.125 km (700 Meilen), die ihn buchstäblich vom "Meer zum Gipfel" führen würde. Er bat Tyson dafür eine maßgeschneiderte Ausrüstung anzufertigen, die ihm auf allen Etappen des Abenteuers gute Dienste leisten würde, und Tyson willigte ein: Er modifizierte einige bereits vorhandene Ausrüstungsgegenstände nach McCartney-Snapes Vorgaben und entwarf auch eigene Taschen, medizinische Kits und anderes Zubehör. "Vieles davon war eine Sonderanfertigung, die er speziell für diese Expedition entwickelt haben wollte", so Tyson. 1990 führte Tim McCartney-Snape die Expedition dann erfolgreich durch. Über die Ausrüstung habe es dabei laut Tyson keine Beschwerden gegeben.

Nachdem McCartney-Snape von seiner Expedition zurückgekehrt war, gründeten er und Tyson gemeinsam Sea to Summit, ursprünglich ein Schwesterunternehmen von Namche Bazaar, welches Bekleidung verkaufte. Die beiden Marken fusionierten noch vor Ende 1990 unter dem neuen, von McCartney-Snapes Expedition inspirierten Namen. Sea to Summit wurde dabei als Marke konzipiert, die sowohl innovatives Design als auch die Funktionalität in der Praxis in den Vordergrund stellt. Mit einem Designer und Abenteurer wie Roland Tyson als Gründer ist das keine Überraschung.

Im Abenteuer verwurzelt

Tyson ließ sich von seinem aufblühenden Unternehmen nicht davon abhalten, seinen Outdoor-Ambitionen nachzugehen. Sich Zeit zu nehmen, um einige der wildesten Gegenden der Erde zu erkunden, war und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit und seines Lebens. So durchquerte er gemeinsam mit seinem Freund und heutigem Senior Designer bei Sea to Summit, Paramjeet "PJ" Singh, den Himalaya im Winter. "Das war damals, Anfang der 90er Jahre, ziemlich gewagt", erinnert sich Singh: "Wir waren nicht auf große Expeditionen aus, die eine Menge Logistik und Unterstützung erforderten. Wir waren eher auf Selbstversorgerreisen aus."

Nach mehreren Versuchen, die himmelhohen Pässe auf Skiern zu überqueren, schafften Tyson, Singh und drei andere Abenteurer die Überquerung 1991 schließlich. "Es war wahrscheinlich das Härteste, was wir je gemacht hatten, was die Ernsthaftigkeit und das Risiko in einem unbekannten Teil der Welt angeht", so Singh.

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Roland und Paramjeet auf der Himalaya-Überquerung 1991

Diese Art von Expeditionen wirkte sich direkt auf Tysons Herangehensweise an die Ausrüstung die er herstellte aus und die meist für autarke Outdoor-Reisende gedacht war. "Roland hat Teile erfunden und neu entwickelt, an die sonst niemand gedacht hat", erklärtt Singh. "Damals konzentrierte sich die Ausrüstungsindustrie auf die großen Dinge wie Rucksäcke, Schlafsäcke und Zelte. Niemand hat wirklich darüber nachgedacht, was man sonst noch braucht, um seine Reisen einfacher zu gestalten. Das bedeutet, dass wir uns auf leichte, wetterfeste Ausrüstungsgegenstände konzentrierten, die das Reisen im Backcountry einfacher machten, "egal, ob man auf Tour war, segelte, wanderte oder Expeditionen im Himalaya unternahm".

In den Anfangsjahren von Sea to Summit lernte Tyson auch Penny Sanderson kennen, eine Einkäuferin für den Einzelhandelszweig von Australian Geographic, welche seine Arbeit und sein Leben veränderte. Sandersons Unternehmen kaufte die Ausrüstung von Sea to Summit, so dass sie häufig von Sydney nach Perth reiste. Zunächst Kollegen, waren sie und Tyson 1993 dann auch ein Paar. "Ich war in allem involviert", erzählt Sanderson. "Wir waren so winzig, nur drei Maschinisten und Rolands Mutter. Ich habe mich um die Buchhaltung gekümmert und war auch sehr gut im Eintreiben von Schulden."

Mit dem Wachstum des Unternehmens, begannen Tyson und Sanderson sich jedes Jahr mehrer Monate Zeit zu nehmen, um zu wandern, zu reisen und Rad zu fahren. Auf diesen Trips testeten sie immer wieder Prototypen der Ausrüstung und verbesserten das Design.

Roland-Tyson-und-Penny-Sanderson
Sea to Summit
Roland Tyson und Penny Sanderson

In den letzten mehr als 30 Jahren hat sich Sea to Summit zu einer internationalen Marke mit einem Team von sechs Designern und einer Vielzahl von Outdoor-Produkten entwickelt. Der Schwerpunkt liegt nach wie vor auf sorgfältig entworfenem Zubehör wie Dry Bags, Compression Sacks und Reisetaschen, aber auch Camp Kitchen Utensilien, Hängematten, Isomatten und Schlafsäcke sowie – neu seit 2021 – Ultraleichtzelte finden sich mittlerweile im Sortiment des Unternehmens. Die Produkte wurden von zahlreichen Outdoor-Publikationen wie Outside, Backpacker, Gear Institute, dem outdoor Magazin und vielen anderen mit einer Reihe von "Best of" oder "Editor’s Choice"-Auszeichnungen bedacht.

Auch wenn sich Tyson vom Teenager, der in seinem Schlafzimmer mit selbstgebastelter Ausrüstung experimentierte, mittlerweile weit entfernt hat, so hat sich eines nicht geändert: Am Anfang eines Produkts stehen seine beiden Leidenschaften "großartiges Design" und "die freie Natur".

Ein Video von den Gründern gibt es hier zu sehen:

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