Daniel Geiger

Nichts wie raus!

Marmot Family Camp 2019 im Kleinwalsertal

Abenteuer in der einzigartigen Bergwelt des Kleinwalsertals erleben, viel Zeit füreinander haben und gemeinsam auf spannende Entdecker-Touren gehen. Noah (7) hat Tagebuch geführt ...

Samstag 8. Juni 2019

7:15 Uhr Bin vor dem Wecker wach. Was wir heute wohl machen?

8:00 Uhr Im Tipi ist schon ein großes Gewusel. Vor dem Kakao-Automaten warten Kinder in einer langen Schlange – ich stelle mich an.

9:20 Uhr Es geht los. Endlich! Ich mache mit meinen Eltern die Tour »Natur-Detektive«. Unsere Naturführerin Sarah finde ich voll super, und ich löchere sie auf dem Weg am Fluss entlang mit ganz vielen Fragen. In einem kleinen Wald machen wir eine Art Pflanzen-Memory, hören einem Buchfink zu und bauen ein Amselnest.

Daniel Geiger
Unsere Naturführerin Sarah spielt mit allen Kindern eine Art Pflanzen-Memory.

Später erzählt Sarah von einem Tier, das ein englischer Forscher im Kleinwalsertal entdeckt hat. Jeder darf es so malen, wie sie es beschrieben hat, und danach suchen. Alle Bilder sehen ähnlich aus, aber keiner kennt das Tier – die Erwachsenen auch nicht. Mit Becherlupe, Schüssel und Sieb spielen wir Detektiv – und finden es: eine Larve, die in Flüssen lebt, bis sie zur Eintagsfliege wird.

15:00 Uhr Endstation der Tour: ein Café in Baad. Ich bin total glücklich, dass ich das Tier gefunden habe. Mit einem leckeren Windbeutelim Bauch geht es zurück zum Camp. Die anderen Gruppen sind auch wieder da, jeder erzählt von seinen Abenteuern.

18:00 Uhr Die Kuhglocke läutet, alle kommen ins Tipi. Es gibt Kässpätzle! Danach sitzen wir an der Feuerschale und schnitzen.

22:00 Uhr Müde geh ich zur Ruh’, ziehe meinen Schlafsack zu.

Daniel Geiger
Ist das da drin jetzt das Tier, von dem Sarah uns erzählt hat? Hm, ja, ich glaube schon!

Sonntag 9.Juni 2019

7:30 Uhr Mamas Handy-Wecker klingelt … und mir ist noch gar nicht nach Aufstehen zumute. War gestern doch ein bisschen spät.

8:00 Uhr Jetzt aber raus. Heute kommt das Bergabenteuer, und wir müssen ja noch Brote schmieren und beim Kakao anstehen.

9:20 Uhr Ab in den Klettergarten. Wir haben drei echt coole Bergführer, die mit uns klettern, sichern und abseilen üben. Wer sich das jetzt traut, der traut es sich vielleicht auch später auf der Tour.

11:00 Uhr Danach gehen wir durch eine Klamm und an Wiesen vorbei zur nächsten Station. Das Gewander hätte wegen mir auch etwas kürzer sein können. Nach einer Stunde sind wir endlich beim nächsten Programmpunkt: Schlucht überqueren und Flying Fox – genau mein Ding. Es macht so viel Spaß, am Seil durch den Wald zu fliegen! Nach einem Vesper geht es zum großen Finale.

14:00 Uhr Endlich am Ziel, nach eineinhalb Stunden Wandern an der Breitach entlang. Vor uns steht die 40 Meter hohe Schwendebrücke. Juhu, von der wird jetzt abgeseilt! Ich freue mich schon aufs Kribbeln im Bauch. Mal schauen, ob sich alle trauen.

16:00 Uhr Ich habe noch zwei Stunden Zeit, mit meiner neuen Freundin Linn Trampolin zu springen. Sie ist total cool und hat sich wie ich drei Mal von der Brücke abgeseilt.

18:00 Uhr Essen! Es gibt Spaghetti – lecker. Schnell essen und noch ’ne Runde toben, bevor Peter seinen Wolfsvortrag hält.

21:00 Uhr Blitz, Donner und strömender Regen beenden Peters Geschichten früher als geplant. Gute Nacht Peter und der Wolf!

Daniel Geiger
Nie ohne Steinbocki! Das Kuscheltier hilft mir aber auch nicht beim Aufstehen ...

Montag 10. Juni 2019

6:50 Uhr Mamas Handy klingelt, die Sonne scheint. Ein Glück – nachts hat es gewittert, aber alle Zelte waren dicht. Wir müssen zeitig raus und die Zelte leerräumen. Schade, heute ist schon der letzte Tag im Camp ... Unser Bergführer Martin fährt mit uns im Bus zur Kanzelwandbahn. Uff – wir müssen nicht hochlaufen!

9:30 Uhr Aus der Gondel sehen wir sogar unseren Campingplatz und die Abseilbrücke. Martin zeigt zur Kuhgehrenspitze, unserem Gipfelziel. Davor liegt ein Schneefeld, da müssen wir drüber.

Daniel Geiger
Total anstrengend: Auf dem Weg zum Gipfel müssen wir über Schneefelder gehen.

10:00 Uhr Gar nicht einfach. Ständig rutsche ich aus. Das finde ich echt blöd und so anstrengend. Martin bringt uns verschiedene Techniken bei: Wie läuft man sicher auf Schnee? Wie quert man Schneefelder? Und wichtig: Wie rutsche ich auf dem Hosenboden die Schneefelder runter? Das macht uns Kindern am meisten Spaß.

12:00 Uhr Auf dem Gipfel fallen alle über das Vesper her und genießen das Panorama. Aber leider müssen wir auch wieder zurück. Erst ein nicht so schlimmer Abstieg und dann mit weichen Beinen zur Bahnstation hinauf. Wir Kinder wollen jetzt wirklich nicht mehr. Mama verspricht mir einen Apfelstrudel im Tal.

15:30 Uhr Im Camp sind alle weg. Schade, ich hätte gerne noch getobt, vor allem mit Linn. War trotzdem ein super Wochenende!

Daniel Geiger
Mit dem Flying Fox fliege ich quer durch den Wald - genau mein Ding,
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