Corona: Bergrettung appelliert: Auf Bergtouren verzichten
Touren-Unfälle im Hochgebirge belasten Retter unnötig

Die Bergrettung im Alpenverein Südtirol (AVS) hat über ihre Social-Media-Kanäle an Skitouren-Geher und andere Bergsportler appelliert, vorerst auf Outdoor-Aktivitäten im Gebirge zu verzichten. Hintergrund ist die Gesundheit und die Schonung der Rettungskräfte während der Corona-Epidemie. Im Ernstfall rücken die Bergretter natürlich trotzdem aus.

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Foto: Bergrettung Südtirol

Erstmal scheint nichts gegen eine Outdoor-Tour zu sprechen: Man befindet sich draußen in der Natur und atmet frische Luft. Auch anderen Menschen wird man in diesen Tagen nur selten begegnen. Es scheint die perfekte Möglichkeit, bei einer Skitour, Schneeschuh-Wanderung oder einem Mountainbike-Trip dem Virus Covid-19 aus dem Weg zu gehen.

Problematisch wird es, wenn etwas schief geht

Allerdings ist man bei jeder Tour im Hochgebirge einem erhöhten Verletzungsrisiko ausgesetzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unfall passiert, ist bei einer Skitour oder einem Mountainbike-Trip ungleich höher als bei einem Spaziergang im eigenen Wohnviertel.

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Rettungskräfte im Einsatz

Wenn im Hochgebirge etwas passiert, dann rücken die Rettungskräfte der Bergrettung mit einem Helikopter aus und versuchen die Verletzten zu bergen. Anschließend wird man vom Berg in ein Krankenhaus gebracht, und an dieser Stelle der Rettungskette wird es aktuell problematisch. So sind die Krankenhäuser vor Allem in Italien, aber auch in Deutschland und anderen Ländern momentan besonders ausgelastet.

Erhöhtes Risiko

Zusätzlich steigt mit einem Aufenthalt im Krankenhaus das Risiko, selbst mit dem Virus in Kontakt zu kommen. Gleichzeitig setzt man dabei auch die Rettungskräfte einem erhöhten Infektions-Risiko aus. Aus diesem Grund bittet die Bergrettung des AVS, auf Gebirgstouren, gleich mit welchem Sportgerät, in nächster Zeit zu verzichten.

Gemeinsame Verantwortung

Im Mittelpunkt soll ausnahmsweise nicht die Abenteuerlust stehen, sondern die gemeinsame Verantwortung gegenüber den Rettungskräften der Bergwacht. Das Ziel laut Südtiroler Bergwacht sollte sein, die Rettungskräfte und ihre Ressourcen zu schonen.

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