Neuseelands Outdoor-Hotspots
Wandern & Trekking in Neuseeland
Neuseeland Welcome Flats Damian Wilkinson
Neuseeland Welcome Flats
Neuseeland - Welcome Flats
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Leserstory Neuseeland - Copland Track

Zu den heißen Quellen der Welcome Flats

Der Copland Track in Neuseeland führt durch atemberaubende Fluss- und Berglandschaften. Das Highlight der Tour: Die heißen Quellen an der Welcome Flat-Hütte. Saskia Wohlgemuth über ihren abenteuerlichen Kurztrip an der Westküste ...

Eine Wettervorhersage mit Sonnenschein an der sonst so regenreichen Westküste Neuseelands – mehr Gründe brauchten wir nicht, um die Wanderrucksäcke zu packen und die 5-6 stündige Fahrt von Christchurch an der Ostküste nach Fox Glacier an der Westküste der Südinsel auf uns zu nehmen.

Ziel: Die "Welcome Flat Hut" auf dem Copland Track. Diese mittelschwere Zweitageswanderung stand schon lange auf meiner Wander-Wunschliste – ihr besonderes Highlight sind die heißen Quellen in unmittelbarer Umgebung der Wanderhütte. Am Wanderparkplatz wird man (wie an der Westküste Neuseelands so üblich) leider von ziemlich vielen "Sandflies" empfangen – sehr nervige, kleine Moskitos, die es überall in Neuseeland gibt. Also schnell den Rucksack geschultert und losgetrabt. Zum Glück waren die Sandmücken zu langsam, um uns beim Wandern zu belästigen. (Wanderimpressionen in der Fotostrecke oben)

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OUTDOOR-Leserin Saskia Wohlgemuth am Startpunkt des Copland Track, am State Highway 6 - 26 Kilometer südlich der Ortschaft Fox Glacier. Die Abfahrt zum Parkplatz ist von der Nordseite der Brücke über den Karangarua River aus gut sichtbar ausgeschildert.

Das Schild am Wanderparkplatz gibt sieben Stunden für die Wanderung vor und warnt gleichzeitig vor Flussüberquerungen und Erdrutschen. Durch extreme Regenfälle hatte die Strecke in den letzten Jahren tatsächlich einige Schäden davon getragen, aber das hiesige Department of Conversation (DOC) arbeitete unermüdlich daran, den Weg wieder begehbar zu machen.

Durch das Copland-Tal zu den heißen Quellen der Welcome Flats

Überwiegend durch Regenwald zieht sich der Weg entlang des Copland Flusses. Die meisten Seitenarme sind mit Holz- oder Hängebrücken überspannt, ab und zu muss man im Flussbett über Steine hüpfen. Wenn man immer den orangefarbenen Markierungen des DOC folgt, gelangt man nach ca. 10 km zur Architect Creek Hut, wo wir nur kurz für einen schnellen Snack anhielten. Denn an einem solch späten Morgen Mitte Juni muss man sich beeilen, damit man es noch in der angegeben Zeit und bei Tageslicht zur Welcome Flat Hut schafft.

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Nach Architect Creek führte uns der Weg fast unmerklich bergauf und das Tal verengte sich zusehends. Zwischendurch erspähten wir immer wieder die schöne Sierra-Bergkette durch die Blätterdecke der Farne und Sträucher.

Zum Glück waren wir dann doch etwas schneller als gedacht unterwegs und erreichten nach ca. fünf Stunden die zweigeschossige Welcome Flat-Hütte. Nun freuten wir uns riesig darauf, nach dem Abendessen ein Bad in den heißen Quellen zu nehmen! Die perfekte Zeit dafür: Nach Einbruch der Dunkelheit, denn dann sind auch die Sandmücken nicht mehr aktiv. Ein kurzer Weg von der Hütte führt zu den drei natürlichen Quellen, es gibt sogar einen kleinen Unterstand um sich umzuziehen. Jeder der "Welcome Flat Hot Pools" hat eine unterschiedliche Temperatur, am Besten wagt man sich erst langsam an den heißesten heran. Die kalte, neuseeländische Winterluft machte diese Erfahrung umso besser. Die strapazierten Muskeln entspannten sich im warmen Wasser von den Strapazen des Tages und während ich im Pool fleißig Sternschnuppen zählte, dachte ich: "So könnte jede Wanderung enden!"

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Die heißen Quellen sind ein willkommener Ort zur Entspannung nach der Wanderung.

Nach einer ruhigen Nacht in der Hütte machten wir uns am nächsten Morgen auf den Rückweg. Unser Hüttenwirt hatte schon früh morgens in den Quellen gebadet und verabschiedete sich fröhlich von uns. Auf dem Weg kamen uns mehrere große Wandergruppen entgegen – die heißen Quellen sind mittlerweile sehr beliebt bei Wanderern, wie es scheint.

Am frühen Nachmittag kamen wir dann wieder am Parkplatz an und schafften sogar noch einen kleinen Abstecher zum Lake Matheson. Bei klarem Himmel spiegeln sich hier der Mount Cook (mit 3.724 Metern der höchste Berg Neuseelands) und der benachbarte Mount Tasman im Wasser des Sees.

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Lake Matheson spiegelt Mt Tasman & Mt Cook - aber nur an klaren Tagen ohne Wind.

Die Nacht vor der Rückfahrt nach Christchurch verbrachten wir dann noch in der Franz Josef Jugendherberge (YHA Franz Josef) – neben Schlafsälen gibt es hier auch einige private Doppelzimmer. Der winterliche Ausflug an die Westküste Neuseelands hätte für uns nicht besser laufen können – ein tolles Erlebnis!

Weitere Informationen zum Copland Track

Zur Welcome Flat Hütte

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Die Welcome Flat Hut bietet Platz für bis zu 31 Wanderer, 4 weitere kommen im Sierra Raum unter.

Insgesamt 31 Wanderer finden in der Welcome Flat-Hütte Platz. Mit uns waren es nur acht Hüttengäste an diesem sonnigen Freitag im Juni. Dennoch haben wir uns den Luxus gegönnt und ein abgetrenntes Zimmer mit eigener Dusche (!) gebucht. Maximal vier Leute haben dort Platz und es gibt sogar elektrisches Licht. Früher war dies die Unterkunft des Hüttenwirtes, doch seit eine neuere, modernere Unterkunft für die das ganze Jahr anwesendenen freiwilligen Hüttenwirte gebaut wurde, wird das so genannte "Sierra-Zimmer" für 100NZD per Nacht als Privatzimmer angeboten. Gut investiertes Geld, wenn man den Raum nicht mit fremden, möglicherweise schnarchenden Mitwanderern teilen möchte.

  • Die Welcome Flat Hut ist das ganze Jahr über geöffnet
  • Hüttenbuchungen können online über die Website des Department of Conservation getätigt werden.

Beste Wanderzeit

  • Sommer und Herbst (von Dezember bis Mai) sind die besten Jahrezeiten zum Bewandern des Copland Tracks. Schnee und Eis können im Winter und Frühjahr den Schwierigkeitsgrad erhöhen.
  • Vor Aufbruch sollte die Wettervorhersage für den Copland Track beim nächsten Department of Conservation Standort erfragt werden.

Mehr Reisetipps auf der Webseite newzealand.com

Weitere tolle Neuseeland-Bilder im Video:

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