CMT 2020 Messe Stuttgart
CMT 2020
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Messe CMT 2020

Caravaning und Vanlife weiter voll im Trend

Van-Life

Reisemobil-Boom hält an, Vanlife als Trend bei Millenials, Montenegro stellt sich vor, 36 prämierte Wanderwege und mehr – die CMT-News 2020 ...

Für einen Großteil der Deutschen ist Urlaub gleichbedeutend mit Naturerlebnis und Draußensein. Dies spürt man auch auf der CMT in Stuttgart, der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit.

Nicht nur im touristischen Bereich der CMT waren die Hallen am ersten Messe-Wochenende rekordverdächtig gut gefüllt, sondern auch in den Camping- und Caravaning-Hallen. „Auch hier ist die Besucherdichte enorm“, bestätigte Messechef Roland Bleinroth. Das zeige sich auch an den Übernachtungszahlen auf den Stellplätzen der Stuttgarter Messe. „Rund 1000 Übernachtungsfahrzeuge mit etwa 2500 Gästen am ersten Wochenende machen die CMT zum größten Stellplatz in Baden-Württemberg.“

Anhaltender Boom bei Wohnmobilen & Caravans

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Messe Stuttgart

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr Reisemobile und Caravans neu zugelassen als jemals zuvor. Das gab der Caravaning Industrie Verband (CIVD) auf seiner Jahrespressekonferenz in Stuttgart bekannt. Auch in Europa stiegen die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen erneut an. Entsprechend gut lief das Exportgeschäft der deutschen Hersteller. Da auch das Geschäft mit gebrauchten Fahrzeugen und Zubehör weiter wuchs, erzielte die Branche mit knapp 11,7 Mrd. Euro das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Die Branche blickt daher trotz mancher Unwägbarkeit optimistisch auf 2020.

„Der größte touristische Treiber in Deutschland ist Camping – es gibt kein Segment, das stärker wächst“, sagte Uwe Frers, Geschäftsführer von ADAC Camping auf der CMT. „Der Trend kennt nur eine Richtung: nach oben“. Bei der Vorstellung des ADAC Camping Monitors präsentierte er die entsprechenden Zahlen dazu: Allein bei den Neuzulassungen von Caravans, Wohnwagen und Reisemobilen gab es 2019 in Deutschland eine Zunahme von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während die Zahl der Campingurlauber wächst – allein von Januar bis Oktober 2019 gab es 10.862 Anreisen auf deutschen Campingplätzen, mehr als im gesamten Jahr 2018 – steht dem nur eine geringe Zunahme von Plätzen gegenüber: 2017 standen 2986 Campingplätze in Deutschland zur Verfügung, 2018 waren es 3024. Europaweit betrachtet hat die Zahl der Campingplätze sogar abgenommen. „Die Nachfrage steigt, das Angebot nicht“ fasst Frers zusammen. Dies zwinge die Camper, frühzeitig online zu buchen. „Wer seinen Platz nicht im Frühjahr reserviert hat, hat in der Hochsaison keine Chance auf einen Platz“, warnte Frers.

Bei den beliebtesten Reisezielen der deutschen Camper steht das eigene Land an erster Stelle, gefolgt von Italien, Kroatien bis zu Frankreich an vierter Stelle. Die Zunahme des Campingtourismus wird auch durch den Winter genährt, die Zahl der Camper, die von November bis Februar auf Tour gegangen sind, hat im vergangenen Jahr um 26 Prozent zugenommen. Insgesamt nehme die Zahl der Stellplätze für Dauercamper ab, wovon vor allem die Angebote für Glamping und Mobile Homes profitierten. Ein weiterer Trend ist das Luxuscamping: Mit größeren Stellplätzen für jeden einzelnen und einer komfortablen Ausstattung wie einem eigenen Sanitärbereich.

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Doch warum ist Caravaning so beliebt?

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Caravaning steht für selbstbestimmtes und unabhängiges Reisen und bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten: von Entspannen über Sport treiben bis Kultur. Damit kommt der Urlaub mit Reisemobil und Caravan dem Wunsch von immer mehr Reisenden nach Freiheit und Individualität nach. Der Outdoor-Trend ist ein weiterer Grund für die stetig steigende Beliebtheit.

Die Fahrzeughersteller bieten eine Vielzahl an individuell gestaltbaren Modellen an. Vor allem kompakte Fahrzeuge sind bei den Kunden beliebt. Auf Komfort, Benutzerfreundlichkeit, Konnektivität und modernes Design müssen sie dabei nicht verzichten.

Bei unserem Schwestermagazin Promobil findet ihr die wichtigsten Wohnmobil-Neuheiten sowie jede Menge Tests und Kaufberatung.

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Daniel Geiger

Viel Platz für Vanlife

Selbst ausgebaut und „dekoriert“ wird der eigene Campingbus zum Hingucker in den sozialen Medien. Unter der Bezeichnung #Vanlife postet dort eine ganze Bewegung von freiheitsliebenden, häufig jungen Weltentdeckern, die teilweise sogar ihr ganzes Leben ins Fahrzeug verlagern. Mehr dazu erfahrt ihr auch in unserem aktuellen Podcast:

Ihr könnt den Podcast entweder gleich hier auf dieser Seite anhören, oder auch auf einer der gängigen Plattformen: iTunes, Spotify, Deezer, Audio now, Soundcloud, The Podcast App, Google Podcast-App auf Android-Smartphones sowie Acast, Podcast Addict und vielen anderen Podcast-Apps und Verzeichnissen.

Dem Trend „Vanlife“ widmet sich erstmals auch die Campingbus-Area in der Paul Horn Halle (Halle 10). Dort präsentieren sich Hersteller, Vermieter und Händler mit ihren Fahrzeugen. Unterhaltsam und gemütlich wird es im Vans and Friends Wohnzimmer, wo sich den Besuchern ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm an neun Tagen bietet: Reiseberichte von echten Vanlife-Experten, Tricks zum Selbstausbau, Tipps für Einsteiger, Fahrzeugberatung und die Möglichkeit zum Treffen und Fachsimpeln in entspannter Atmosphäre mit Bloggern, Youtubern und Influencern.

Mit dabei sind unter anderem Steffi und Lui aus der Schweiz von comewithus2, die ihr neues Buch präsentieren, Christian und Maren von Road and Board sowie der „Busbastler“ Manuel. Außerdem wird das Projekt „Heldencamper“ vorgestellt: ein Hilfsprojekt, bei dem Krebspatienten einen Van zur Verfügung gestellt bekommen und damit auf Reisen gehen können.

Montenegro
Nationale Tourismusorganisation von Montenegro
Partnerland Montenegro - die mittelalterliche Altstadt (Stari Grad) von Budva.

CMT-Partnerregion Montenegro stellt sich vor

Grandiose Panoramen, unberührte Berglandschaften, historische Küstenstädtchen und pulsierendes Strandleben: Montenegro ist ein kleines, aber feines Reiseziel. Das diesjährige Partnerland der CMT 2020 bietet seinen Besuchern eine breite Palette unterschiedlichster Urlaubsmöglichkeiten – und wird auch hierzulande als touristische Destination neu entdeckt. Nach Zahlen des World Travel & Tourism Council zählt die Republik inzwischen zu den wachstumsstärksten Reiseländern weltweit.

Montenegro
Nationale Tourismusorganisation von Montenegro
Partnerland Montenegro - Our Lady of the rocks vor der Küste von Perast.

Neben Kultur, Kulinarik und Geschichte bilden Natur und Landschaft das touristische Pfund, mit dem der nur etwa 625.000 Einwohner zählende Balkanstaat wuchern kann. Das betonte auch Zelkja Radak-Kukavicic, Direktorin der Nationalen Tourismusorganisation Montenegros: „Wir verfügen über den längsten Sandstrand der Adriaküste; der Tara-Canyon ist die tiefste Schlucht Europas. Etwa dreizehn Prozent der Gesamtfläche Montenegros stehen unter Schutz. Insgesamt gibt es in Montenegro fünf Nationalparks.“ Den Auftritt auf der CMT, „wo sich die wichtigsten Akteure der Branche versammeln“, betrachte man als Ansporn, „alles zu geben, um Montenegro nicht nur in diesem Teil Europas bekannt zu machen, sondern darüber hinaus. Montenegro ist die letzte Oase in Europa.“ (Montenegro auf der CMT: Halle 4, Stand B10)

Weiteres Highlight auf der CMT 2020: Sardinien

Pössl Reisemobile - Vanlife
Pössl Reisemobile

Sardinien lockt mit kilometerlangen Stränden - dementsprechend finden sich auch viele der insgesamt 90 Campingplätze der italienischen Mittelmeerinsel an der Küste. Der Verband der sardenischen Campingplätze, in dem 40 dieser Anlagen organisiert sind, hat im letzten Sommer eine Initiative gestartet, um das Hinterland - in dem sich zahlreiche Wanderwege befinden - mit der Küste enger zu verbinden. Denn auch die Badetouristen hätten ein großes Interesse, die Insel und ihre Bewohner zu erleben, berichtete Patrizia Fanny, Eigentümerin des Campingplatzes Capo Ferato und im Verband organisiert, auf der CMT.

So haben in der vergangenen Saison mehrere Plätze Märkte organisiert, auf denen Bauern aus der unmittelbaren Umgebung ihre Produkte verkauft haben und auch Ausflüge zu diesen Produzenten organisiert. Künftig will der Verband, dessen Plätze unter www.faitasardegna.it gelistet sind, auch workshops organisieren. So können Urlauber lernen, wie man sardisches Sauerbrot bäckt oder Pecorino Käse herstellt – unter der Anleitung von lokalen Anbietern, die ihr Handwerk traditionell ausführen. Als weiteren Baustein für einen nachhaltigen Tourismus werden zudem lokale Produkte wie Honig in den jeweiligen Minimärkten auf den Campingplätzen verkauft und Gerichte in den Restaurants angeboten, in ausschließlich lokal produzierte Lebensmittel verwendet werden. (Mehr Informationen unter: sardegnaturismo.it/de)

Qualitätswege Wanderbares Deutschland

Zu Beginn der Messe Fahrrad- und Wander-Reisen in Stuttgart zeichnete der Deutsche Wanderverband (DWV) auch wieder zahlreiche Qualitätswege „Wanderbares Deutschland“ aus.

Besonders erfreulich für die Bewohner der Region Stuttgart ist, dass gleich als erstes der beliebte Albsteig ausgezeichnet wurde. „Dieser 365 Kilometer lange und von Donauwörth bis Tuttlingen verlaufende Weg bietet sogar praxisnahen Geologie-Unterricht“, erklärte der stellvertretende Geschäftsführer des Deutschen Wanderverbands, Erik Neumeyer. Denn der aussichtsreiche Weg führe direkt entlang der Schichtkante des Albtraufs. Die traumhafte Mehrtagesetappe wurde bereits zum dritten Mal nachzertifiziert.

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Tourismusverband Ostbayern e.V
Führt von Marktredwitz im Fichtelgebirge nach Passau in Ostbayern: der Goldsteig.

Der mit 660 Kilometer längste zertifizierte Qualitätsweg „Wanderbares Deutschland“ ist der Goldsteig im bayerischen und Oberpfälzer Wald. Dieser bekam in Stuttgart das Zertifikat bereits zum fünften Mal, dieser Weg wurde also zum vierten Mal nachzertifiziert. „Offenbar lohnt es sich für Regionen, mit einem Qualitätsweg für sich zu werben. Ansonsten würden sie die vergleichsweise aufwendige Zertifizierung nicht machen“, betonte Rauchfuß. Eine Nachzertifizierung wird alle drei Jahre fällig. Ohne sie verliert ein Weg das begehrte Zertifikat.

In Stuttgart bekamen neben dem Albsteig (HW 1 des Schwäbischen Albvereins) noch weitere Wege aus dem Süden eine Urkunde, unter anderem der anspruchsvolle Schluchtensteig im Schwarzwald. Ein Trend geht in Richtung kürzerer Etappen, besonders gefragt sind Themenwege mit kulturellen oder familiengerechten Schwerpunkten.

Die Messe in Stuttgart ist noch bis 19. Januar 2019 geöffnet.
täglich von 10.00-18.00 Uhr
Preise: Tageskarte Erwachsene Online 14 Euro – vor Ort 15 Euro
Info: www.messe-stuttgart.de/cmt

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