Test 2019: Wanderrucksäcke 25-30 Liter

Foto: Daniel Geiger Wanderrucksack-Test 2019
Wanderrucksäcke mit einem Volumen von rund 25 Litern sind die perfekten Begleiter für Tages- und Wochenendtouren - wenn sie sich bequem tragen. Alle getesteten Daypacks aus unserem aktuellen Test hier ...

Wie bequem ein Rucksack sich trägt, hängt selbst an Hitzetagen weniger von der Belüftung ab als vielmehr davon, wie gut er sich anschmiegt, wie stark er die Schultern entlastet und wie frei man sich mit ihm bewegen kann. Auch darf der Packsack – etwa bei ruckartigen Moves – nicht herumwackeln. Im Idealfall sitzt der Rucksack so wie festgeschweißt.

»In puncto Kontrolle haben Wanderrucksäcke mit einer großflächigen Rückenauflage wie beim Fjällräven Keb Hike 30 die Nase vorn«, sagt Tester Frank Wacker, der zusammen mit weiteren Testern alle Rucksäcke auf Tour miteinander verglichen hat.

Fast ebenso kontrolliert wie der Fjällräven-Rucksack tragen sich die Prüflinge von Bach und Deuter – die zudem deutlich luftiger sind: Das liegt an dem zentralen Belüftungskanal, der die ohnehin schon luftige Rückenauflage zweiteilt. Auch der Gregory Zulu 30 (Damenmodell: Jade 28) sitzt wie festgenagelt - ungewöhnlich für ein Netzrückenmodell.

Ebenso verblüffend: die top Lastübertragung: »Zehn Kilo packt der locker«, so Wacker. Ein Wert, den in unserem Daypack-Test 2019 sonst nur die Rucksäcke von Bach, Deuter, Fjällräven und Lowe Alpine erreichen. Bei den anderen Wanderrucksäcken im Test endet das Tragevergnügen oft schon bei sechs Kilo.

Egal ob Netz- oder Kontaktrücken, ob Fliegen- oder Schwergewicht: Mit jedem der zehn getesteten Tagesrucksäcke lässt es sich bequem wandern – vorausgesetzt, der Rucksack passt. Und zwar nicht nur zur Rückenform, sondern auch zu den eigenen Tragevorlieben – und Preisvorstellungen.

Für viel Komfort muss man nicht viel ausgeben: Der Jack Wolfskin Kingston 30 (Damenmodell: Kingston 22) kostet
nur 90 Euro, trägt sich bequem und lockt mit geringem Gewicht.

Nur überschaubare 20 Euro mehr kostet der Deuter Trail 30 / 28SL, der aber eine ganze Note besser abschneidet, nämlich »sehr gut«. Der Deuter-Wanderrucksack verträgt nicht nur viel Last, sondern erfreut auch mit starker Belüftung, top Ausstattung und breitem Einsatzgebiet: vom gemütlichen Tagesausflug bis zur ambitionierten Hüttentour in den Alpen ist damit alles drin.

Wer hingegen jedes Gramm zählt, findet im luftigen Tatonka Skill 30 seinen Favoriten – zumindest, wenn man mit dem minimalistischen Tragesystem zurechtkommt (was sich beim Probetragen sofort zeigt). 125 Euro kostet der Leichtpack – und ist damit nur etwas teurer als die beiden Spitzenreiter Bach Shiled 28 und Gregory Zulu 30 (Testsieger).

Einen tagesaktuellen Preisvergleich der getesteten Rucksäcke gibt es weiter unten - das PDF des Tests 2019 zum Download hier:

Loading  

Einen tagesaktuellen Preisvergleich gibt's hier:




Foto: outdoor | Bastian Morell outdoor Heft April 2019

OUTDOOR Ausgabe 04/2019 - ab. 5. März am Kiosk

Weitere Themen in Heft 04/2019:

  • So schön ist Deutschland
  • Irlands wilder Westen
  • Hüttenwandern im Schweizer Vallemaggia
  • Sonnenziele in Südeuropa: Frankreich, Slowenien, Toskana
  • Lost Places: Die Magie verlassener Orte
  • 16 neue Regenjacken im Praxis- und Beregnungstest
  • Navi-App-Tipps fürs Smartphone
  • Nachhaltigkeits-Special: The Green Issue

Hier bestellbar:
Heft-Ausgabe
E-Paper für Smartphone & Tablet
outdoor verschenken - das Geschenk-Abo

Weitere Tests der outdoor-Redaktion:

Zum Testbericht: Tourenrucksäcke bis 50 Liter




04.03.2019
Autor: Boris Gnielka
© outdoor
Ausgabe 4/2019