Das outdoor-Testverfahren im Detail

So testet outdoor Bergstiefel

Foto: Ralf Gantzhorn

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Steigeisenfeste Bergstiefel sind für ambitionierte Touren in alpinem Terrain erste Wahl. Worauf es in unseren Bergschuhtests ankommt, erfahrt ihr hier ...

Bergstiefel gelten vielen immer noch als schwere, klobige und brettharte Spezialwerkzeuge. Als etwas, das in Kauf genommen und ertragen werden muss, um im alpinen Terrain nicht weg-, aus- oder abzurutschen. Dabei bildet der zweifelhafte Ruf vom sprichwörtlichen Schraubstock an den Füßen längst nicht mehr die Realität ab. Das zeigt auch dieser Test von acht aktuellen Bergstiefeln zwischen 230 und 390 Euro (siehe Fotostrecke).

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So testet outdoor Bergstiefel:

Gehkomfort: Wie gut die Schuhe beim Auftritt dämpfen, wie rund sie abrollen und wie geschmeidig sie am Fuß sitzen, haben wir einmal in den Allgäuer Alpen und ein zweites Mal oberhalb des Val Ferrets in der Schweiz getestet: Beim Wandern über holperige Hüttenwege, beim Kraxeln luftiger Felsgrate, auf Klettersteigen sowie auf Steileisfeldern und Gletschern.

Kletterperformance: In der Vertikalen zählen vor allem ein fester, schlüssiger Sitz des Schuhs und eine sensible, aber steife und kantenfeste Sohle. Sie muss den Träger spüren lassen, worauf er steht, und sie darf sich selbst dann nicht durchbiegen, wenn als Tritt eine nur halbzentimetergroße Felsleiste zur Verfügung steht. Der Hindelanger Klettersteig und die Granitwände der Aiguilles Dorées (3519 m) erwiesen sich dabei als perfektes Testgelände.

Nässeschutz: Den Nässeschutz bewerteten wir in der Praxis und im Testlabor: mit einer Maschine, die Schuhe zu Gehbewegungen im Wasserbad zwingt – 24 Stunden lang. Ergebnis: Alle Testschuhe 2018 hielten dicht.

Noch mehr getestete Berg-Ausrüstung gibt es hier:

22.08.2018
Autor: Boris Gnielka / Redaktion
© outdoor
Ausgabe 09/2018