Die neue outdoor ist da: Das sind die Themen der Oktober-Ausgabe

Foto: outdoor | PatitucciPhoto outdoor-Ausgabe 10/18

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Kuschlig warm und leicht, mit Daune oder Kunstfaser? Welche Schlafsack im Test überzeugen konnte, lest ihr in der Oktober-Ausgabe. Weitere Themen der neuen outdoor gibt's hier ...

Sich nach einem ereignisreichen Tag in den Schlafsack zu kuscheln, etwas Heißes zu trinken und das Erlebte Revue passieren lassen bis man schließlich wegdämmert, gehört zu den erhabensten Momenten auf Tour. Wer dagegen einmal die halbe Nacht fröstelnd in seinem Outdoor-Bett lag und schon in der Dämmerung wie gerädert aufstand, um der Kältefalle zu entkommen, kennt auch die weniger schönen Seiten des draußen Übernachtens.

Die Investition in einen warmen, komfortablen Schlafsack lohnt sich also. »Bei der Auswahl müssen Sie beachten, dass man erschöpft viel schneller friert als gedacht«, sagt Ausrüstungsredakteur Boris Gnielka. Kältefeste Schläfer sollten ihr Outdoor-Bett rund fünf Grad wärmer wählen als die tiefsten zu erwartenden Temperaturen, Frostbeulen brauchen sogar 10 bis 15 Grad Reserve.

Auf der sicheren Seite ist man für Zelttouren von Frühjahr bis Herbst mit einem sogenannten Dreijahreszeitenschlafsack, dessen unteres Komfortlimit zwischen fünf und minus fünf Grad liegt. Zwölf Schlafsäcke in diesem Temperaturbereich zum Preis von 180 bis 580 Euro haben wir getestet.

So testet outdoor Schlafsäcke

Foto: Boris Gnielka Schlafsack-Test 2018

Im Praxistest beurteilen die Tester auch die Bedienung der Zips und Züge.

Temperaturwerte: outdoor gibt zwei selbstermittelte untere Temperaturgrenzen an, bis zu denen sich die Schlafsäcke einsetzen lassen. Der obere Komfortwert gilt für verfrorene Schläfer, die tiefere Limitangabe für kälteresistentere Personen. Erreicht werden sie aber nur mit einer dem Temperaturbereich entsprechenden Isomatte, die Kapuze muss bis auf eine kleine Öffnung geschlossen sein. Die outdoor-Angaben weichen zum Teil stark von den Herstellerwerten (EN-Norm) ab, weil deren Bestimmung mit bewegungslosen Puppen erfolgt. Das kaschiert Konstruktionsschwächen.

Schlafkomfort: Wie bequem ein Schlafsack ist, wird in der Praxis beurteilt. Fühlen sich die Materialien und die Füllung angenehm kuschelig an? Sitzen die Kapuzen und Wärmekragen, ohne zu drücken? Außerdem spielt der Schlafsackschnitt eine wichtige Rolle: Manche mögen enge Modelle, weil weniger Luft aufgewärmt werden muss, andere brauchen Platz. Deshalb erstellt outdoor zu jedem Schlafsack eine Schnittskizze. Tipp: Die meisten Hersteller bieten ihre Modelle in unterschiedlichen Größen an. Wählen Sie diese so, dass Ihre Zehen die Füllung bei geschlossener Kapuze nicht zusammendrücken. Im Zweifelsfall entscheiden Sie sich für die längere Variante.

Damenmodelle: Zum Teil gibt es auch spezielle Damenvarianten. Sie sind kürzer geschnitten und isolieren etwas besser als die Herrenmodelle. Im Schulterbereich meist etwas enger, bieten die an die weibliche Anatomie angepassten Schnitte im Hüftbereich dafür mehr Platz. Grundsätzlich spricht aber nichts gegen eine Unisex-Version, wenn Sie sich darin wohlfühlen.

Praxis/Handhabung: Die Bedienung der Zipper und Züge prüft die outdoor-Crew im Praxis-Check. Außerdem zählt die Feuchtigkeitsempfindlichkeit zu diesem Kriterium. Hier haben Kunstfasern gegenüber Daune klare Vorteile. Erstere behalten einen Großteil ihrer Isolation, wenn man sie bei tagelangem Schmuddelwetter kaum lüften kann, während Daune spürbar an Bauschkraft verliert. Extra wasserfeste Außenstoffe geben Pluspunkte.

Qualität: Bewertet werden die Materialien, die Verarbeitung, die Nachhaltigkeit und die Langlebigkeit. Kunstfasern verlieren mit der Zeit ihre Isolation, gute Daune dagegen kaum. Stammt letztere von ausgewachsenen Gänsen oder Enten, hält sie am längsten. Je höher die Füllkraft, gemessen in cuin – Kubikinch pro Unze (28,35 g) –, desto besser die Wärmeleistung pro Gramm.

Zum Online-Ratgeber Schlafsack kaufen

Weitere Themen im neuen Heft:

  • Die besten Wanderziele für den Herbst
  • Die Stille Seite des Gardasees
  • Produkt-Highlights für 2019
  • 10 Herbstziele in den Dolomiten
  • Smartphone: Apps & Zubehör für Outdoorer
  • Bergwandern im Allgäu
  • Günstig, robust, leicht: Komplett-Outfits im Test
  • Know-How: Kletterpassagen in felsigem Terrain sicher meistern
  • Trekkingtraum im Piemont

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Tipps für den Herbst

06.09.2018
Autor: Frank Wacker
© outdoor
Ausgabe 10/2018