Trekkingzelte im Test: Jetzt in outdoor-Ausgabe 08

Gute Zelte schützen vor Wind und Wolkenbruch, bieten viel Wohnkomfort und sind fix aufgebaut. Für die aktuelle outdoor Ausgabe 08/2018 haben wir 10 Trekkingzelte getestet. Wie der Test im Detail ablief und was euch außerdem im neuen Heft erwartet, erfahrt ihr hier ...

Der Testablauf der Trekkingzelte im Detail:

1. Bodennässe & Regen
Um festzustellen, ob alle Zelte dicht halten, benutzt outdoor eine Beregnungsanlage, die über 4000 Liter Wasser auf jedes Modell prasseln lässt, was einem zehnstündigen Wolkenbruch gleicht. Dabei achten die Tester auch auf vom Boden aufspritzendes Wasser, das bei Zelten mit hochgezogenem Außenzelt zu Wassereinbruch führen kann. Auch wird getestet, ob es bei geöffnetem Außenzelteingang in das Innenzelt tropft. Danach misst das Testteam die Bodendichtigkeit: mittels Soutertester, einem Manometer, das bis zu einem Bar (= 10.000 mm) Wasser auf die Bodenwanne presst. Ein guter Boden sollte einen Wert von 5000 erreichen, ein sehr guter 10.000 Millimeter.

Foto: Boris Gnielka So testet outdoor: Nässeprüfung

Nässeprüfung: Unter der Beregnungsanlage und in der Praxis.

2. Aufbau & Abmessungen
Nach den Laborprüfungen bauen zwei Tester sämtliche Zelte auf und bewerten Dauer und Komplexität der Prozedur. Danach wird das Platzangebot der Zelte gemessen: zum einen die Bodenfläche von Apsis und Innenzelt, die sich in den Grundrissskizzen widerspiegeln. Zum anderen der im Innenzelt nutzbare Raum. Er wird in 30 Zentimeter Höhe gemessen. So decken wir Scheinriesen auf: Zelte, die eine große Grundfläche ausweisen, in der Praxis aber unkomfortabel sind, weil die Innenwände schräg in den Raum ragen. Maßstab für die Bewertung des Platzangebots sind deshalb nicht die Grundrissskizzen, sondern "Nutzfläche" und "Liegelänge".

Foto: Boris Gnielka So testet outdoor: Vermessung

Innenzelt und Apsiden werden zentimetergenau vermessen.

3. Handling & Ausstattung
Das Testteam prüft auch, wie gut Reißverschlüsse laufen, ob sie dabei Abdeckleisten einklemmen und wie einfach sich die Eingänge geöffnet fixieren lassen. Dabei wird auch auf Details wie längenverstellbare Heringsschlaufen oder verschließbare Lüfter geachtet.

4. Wohn- & Schlafkomfort
Während des dreitägigen Praxistests übernachten sämtliche Tester in den Zelten. Dabei werden Handling und Raumgefühl, die Helligkeit im Zelt, Kopffreiheit und Eingangshöhe festgehalten und die Wirksamkeit der Belüftung (Kondenswasserbildung) – auch beim Kochen in der Apsis – im direkten Vergleich zu den anderen Testmodellen ermittelt.

Foto: Boris Gnielka So testet outdoor: Windmaschine

Mit bis zu 200 km/h stürmt die Windmaschine die Testzelte an.

5. Sturm- und Bruchprüfung
Die Windstabilität testet outdoor mit Hilfe einer Windmaschine der Firma Oase. Sie drückt mit bis zu 200 km/h auf die Zelte. Ein gutes Zelt muss bei 80 km/h noch stehen, ein sehr gutes mehr als 100 km/h aushalten. Bewertet werden Schmal- und Längsseiten.

Unser aktuelles Testfeld bietet für jeden das richtige Zelt:

Da gibt es einmal das günstige Vango Meteor Pro 200, das nicht nur Sparfüchse lockt, sondern mit seiner kleinen Stellfläche auch alle, die in den Bergen zelten wollen. Schönwettercamper, die ein leichtes, luftiges Zelt suchen, landen hingegen eher bei beim Fjällräven Abisko View 2, Jack Wolfskin Exolight 3 und MSR Hubba Hubba NX – sollten diese aber nicht in nassen, stürmischen Regionen einsetzen.

Für raue Wetterverhälnisse sind andere besser geeignet, vor allem das Exped Mars 2 Extreme, Hilleberg Nallo 3 GT, Rejka Antao 2 Light XL UL und das Tunnelzelt Tatonka Okisba 2: Sie haben sich als nässefeste Sturmbunker bewiesen. Hilleberg und Tatonka punkten zudem mit extrem reißfesten Materialien und top Verarbeitung. "Für Touren in ausgemachte Sturmregionen wie Island oder Patagonien eignen sie sich bestens", so Wacker.

Bleiben noch das Robens Goshawk und das Vaude Low Chapel L XT 2P, die mit üppigen Maßen, je drei Eingängen und top Ventilation all jene ansprechen, die viel Wert auf Komfort legen. Sollte das Zelt zudem leicht sein, selbst im Orkan nicht zu Bruch gehen und sich fix aufbauen lassen, dann führt am Robens Goshawk kein Weg vorbei. Mit 550 Euro liegt es im bezahlbaren Rahmen – zumal es dank robuster Materialien ein langes Leben verspricht. Impressionen vom Praxistest gibt es im Video oben, weitere Infos in der Fotostrecke:

Der ausführliche Testbericht und weitere Themen in outdoor 08/2018:

  • Deutschlands schönste Seen
  • Die besten Sommer-Microadventures
  • Norwegen: Traumtouren im Westen
  • Finnland: Auf den höchsten Berg des Landes
  • Salzburger Land: Wandern im Salzkammergut
  • Test: Günstige Ausrüstung im Vergleich
  • Paddeln in Mecklenburg
  • Camp Cooking: Gerichte am Lagerfeuer
  • Acht Trinkflaschen im Kurz-Check

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30.06.2018
Autor: Redaktion
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Ausgabe 08/2018