Die neue outdoor ist da: Das sind die Themen der Dezember-Ausgabe

Foto: Bastian Morell outdoor Winterjacken Test 2018

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Daune, Kunstfaser oder Wolle? Welche Isolationsjacke im Test überzeugen konnte, lest ihr in der Dezember-Ausgabe. Weitere Themen der neuen outdoor gibt's hier ...

Auch im Winter kann man auf Tour viel erleben – selbst wenn kein Schnee liegt. Das fehlende Laub schafft freie Sicht auf Felstürme, Burgen oder Seen, die sonst hinter dem Blätterkleid verborgen liegen, und bei anhaltenden Minusgraden entstehen an Wasserfällen oder Bächen beeindruckende Eisskulpturen.

Damit der Frost den Genuss nicht schmälert, braucht es die richtige Kleidung. Einsteiger werden überrascht sein, wie wenig Stoff einen warm hält, solange man sich bewegt. »Erst in Pausen und bei gemütlichem Tempo müssen Sie sich dicker einpacken«, rät Ausrüstungsredakteur Boris Gnielka.

Oder wenn man auf Skitour mit Karacho die Hänge herunterbrettert. Die beste Wahl hierfür sind mit Daunen- und Kunstfasern gefüllte Isolationsjacken. Sie blocken nicht nur Kälte ab, sondern wiegen wenig und lassen sich klein verpacken – praktisch, denn bei flottem Gehtempo oder auf steilen Anstiegen stecken sie in der Regel im Rucksack.

18 Damen- und Herrenjacken von 160 bis 500 Euro hat outdoor im aktuellen Heft getestet. Fünf Hersteller verwenden Daune, drei Kunstfasern und das bayerische Label Ortovox nutzt Schurwolle von Schafen aus den Schweizer Alpen - eine vielversprechende Alternative für alle Fans des Naturmaterials.

Spannende Neuheiten gibt es auch bei der Synthetik. So setzt Schöffel auf Primaloft Thermoplume. Es besteht wie Daune aus einzelnen Faserbüscheln und wird in Kammern gefüllt. Das ermöglicht körperbetontere, sportivere Schnitte als mit herkömmlichen, als Matten verarbeitete Kunstfasern.

Der kleine, im US-Bundesstaat Colorado produzierende Hersteller Kifaru bietet ebenfalls eine besondere Isolation: Climashield, ein enorm reißfestes Vlies. Es braucht kaum Fixierungsnähte, die die Isolation schwächen würden - im Fachchargon Kältebrücken genannt.

Den kompletten Testbericht gibt es auch als PDF hier:

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Weitere Themen im neuen Heft:

  • 100 größte Abenteuer: Outdoor-Highlights
  • Patagonien: Die schönsten Touren
  • Pfalz für Genießer
  • Piemont: Wilde Pfade in den Alpen
  • Deutschlands beste Wege
  • Korsika & Co: Wanderinseln
  • Test: Winterjacken
  • Test: Merinowäsche
  • Skitouren-Extra inkl. Tourenski-Test

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Noch mehr wärmende Jacken im outdoor-Test:

So testet outdoor Wärmejacken:

Isolationsprüfung: In der Praxis lässt sich die Wärme­leistung nur grob beurteilen. Um genaue Werte zu erhalten, gehen die Testmodelle zur Messung ins outdoor-Labor. Wärme entweicht allerdings nicht nur über die Füllung, sondern auch wenn Bünd­chen, Kragen, Saum oder die Kapuze nicht anliegen. Außerdem spielt der Schnitt eine Rolle: je länger, desto wärmer die Jacke. All diese Punkte werden in der Praxis ermittelt und fließen in die Bewertung der Isolation mit ein.

Temperaturgrenzen: outdoor ermittelt zwei Temperatur­ angaben: Die erste (Bezeichnung »In Ruhe«) betrifft den Einsatz in Pausen oder wenn Sie im Zelt sit­zen, und gibt an, bis zu welcher unteren Temperatur die Jacken warm halten. Die zweite Angabe (»Aktiv«) umfasst den Bereich, in dem man sich bei leichter bis mitt­erer Aktivität wohl fühlt. Wichtig: Die Werte »In Ruhe« und »Aktiv« gelten nur, wenn auch die übrige Kleidung an den Winter angepasst ist und man dicke Funktionswä­sche sowie eventuell ein dünnes Fleece und eine Softshell unter der Isolationsjacke trägt. Die ermittel­ ten Werte gelten für kälteunemp­findliche Personen. Frostbeulen sollten bei den outdoor-Werten zehn Grad Reserve einplanen.

Tragekomfort/Praxis: Auf Tour und über mehrere Wo­chen im Alltag beurteilte die Test­ crew, wie angenehm sich die Jacken tragen. Weitere Kriterien: Ausstattung und Handhabung.

Nässeschutz: Hier bewertet outdoor nicht nur die Wasserfestigkeit des Außenstoffs, sondern auch die der Füllung. Hin­tergrund: Feuchte Kunstfasern iso­lieren ordentlich, während Daune verklumpt und ihre Wärmeleistung verliert. Auch imprägnierte Daune fällt in sich zusammen, trocknet aber schneller als unbehandelte.

Qualität: Hier zählen die Material­ und Ver­arbeitungsqualität sowie die Halt­barkeit. Kunstfasern verlieren mit der Zeit an Bauschkraft und damit auch an Isolation. Am haltbarsten sind Daunenfüllungen von ausge­ wachsenen Tieren, erkennbar an einer sehr hohen Füllkraft (bei Gänse­/Entendaune mindestens 750/700 cuin). Auch eine nach­ haltige Produktion führt zu einer besseren Bewertung.

09.11.2018
Autor: Frank Wacker
© outdoor