Den Herbst genießen: Ausrüstungstipps

Foto: Boris Gnielka Bergtour im Herbst

Fotostrecke

Der Herbst rückt näher - und damit auch wieder die kühlen, oft nasskalten Tage! Damit ihr für die kommende Herbstsaison gut gerüstet seid, haben wir hier ein paar Kauftipps aus unseren Tests für euch zusammengefasst ...

Die outdoor-Testcrew war auch dieses Jahr wieder fleißig unterwegs und hat aktuelle Bekleidung, Schuhe und Ausrüstung in allen Lebenslagen geprüft. Welche Teile dabei an kühlen Herbsttagen ihre Stärken ausspielen, zeigen wir euch in diesem Artikel - mit direkter Einkaufsmöglichkeit bei amazon.de, oder in einem unserer Partnershops (siehe Fotostrecke oben).

Foto: Hersteller Daunenjacken-Test

1 - Jacke: Patagonia Micro Puff Hoody

Beeindruckend: Das mit Kunstfasern gefüllte Patagonia Micro Puff Hooded Jacket (280 Euro) wiegt nur 250 Gramm, beansprucht verpackt minimale 1,5 Liter und hält wenig verfrorene in Pausen selbst bei leichten Minusgraden (bis –3° C) noch warm – das schafften bis dato nur hochwertige Daunenjacken. Während Letztere aber bei nasskalter Witterung schnell an Isolation einbüßen, behält die Patagonia-Jacke sie. Für diese hervorragende Leistung gibt es mehrere Gründe: Erstens kommt ein sehr reißfestes Kunstfaservlies namens "Plumafill" zum Einsatz, das mit weniger Nähten als sonst fixiert werden kann. Dadurch reduziert sich die Anzahl an schlecht isolierenden Absteppungen. Auch liegen die gut mitdrehende Kapuze sowie die Bündchen und der Saum sauber an, sodass hier kaum Wärme entweicht. Außerdem trägt sich die Micro Puff Hoody wie ein Hauch von nichts. (outdoor Editors' Choice 2018)

Foto: SOG | Hersteller ISPO Award 2017

2 - Midlayer: Devold Tinden Spacer Jacket

Wolle müffelt kaum und isoliert gut, dicke und warme Jacken wiegen allerdings viel und bleiben, einmal nass geworden, lange feucht. Der norwegische Hersteller Devold löst beide Schwachpunkte beim körperbetont geschnittenen Tinden Spacer Jacket (530 g, 240 Euro) mit einem dreilagigen Materialsandwich: Zwischen dem Innen- und Außenstoff aus Merinostretch liegt ein Polyesternetz ("Spacer"). Letzteres speichert mehr Luft und nimmt weniger Feuchtigkeit auf als reine Wolle, deshalb isoliert es besser und trocknet spürbar schneller. Außerdem ermöglicht die Materialkombi eine äußerst effektive Luftzirkulation und bietet so selbst auf anstrengenden Touren ein top Klima. (outdoor Editors' Choice 2018)

Foto: Gamsbokk Gamsbokk Bushcrafter Pants

3 - Outdoorhose Gamsbokk Bushcrafter Pants

Eine gute Trekkinghose sollte nicht nur Komfort bieten, sondern auch Wind und Niesel abhalten. "Je besser das gelingt, desto seltener muss man die raschelige, meist schwitzige Regenhose überwerfen", meint outdoor-Redakteur Boris Gnielka. In diesem Punkt hängte ein Modell die Konkurrenz in unserem Hosentest ab: die Gamsbokk Bushcrafter Pants In dieser Outdoorhose bleibt man selbst bei leichtem Regen mehr als eine Stunde trocken. Das schaffte kein anderes Material im Testfeld 2018. (bestellbar online: gamsbokk.de)

Foto: Eddie Bauer Eddie Bauer Herren BC Alpine Lite Regenjacke

4 - Regenjacke: Eddie Bauer BC Alpine Lite

Hält zuverlässig trocken und überzeugt mit bestem Klimakomfort: die Regenjacke Eddie Bauer BC Alpine Lite, die sich an alle wendet, die gern zügig und leicht unterwegs sind. Schließlich wiegt die Jacke nur etwas mehr als 300 Gramm und schützt dank der besonders stark dampfdurchlässigen Event-Membran vor Regen. Und das zuverlässig, wie Mehrtagestouren in den Alpen und in Norwegen bewiesen haben. In windgetriebenem Regen wünscht man sich allenfalls einen steiferen und längeren Kapuzenschild – doch alles andere stimmt, vor allem das Körperklima. Es bleibt dank des dünnen, extrem dampfdurchlässigen Materials und des sparsamen Einsatzes von (luftdichten) Nahttapes selbst bei hohem Puls im grünen Bereich. Auch die Ausstattung überzeugt: mittels Klettstreifen verstellbare Ärmelbündchen, eine geräumige Brusttasche und zwei Schubtaschen, die so hoch sitzen, dass sie nur von dicken Rucksackhüftgurten verdeckt werden. Bei Bewegung raschelt die Jacke zwar hörbar, spannt aber nirgends – und die Kapuze sitzt perfekt. (Die Jacke gibt es auch als Damenversion, Preis: 399 Euro, Kauftipp 02/18)

Foto: OutDoor Show | Messe Friedrichshafen

5 - Wanderrucksack: Bach Packman 45

Ein wasserdichter Innensack hält beim Bach Packman 45 selbst bei Dauerregen den Inhalt trocken, während man nasse Sachen dank des Seitenzips außerhalb des Liners verstauen kann. Über den Rollverschluss des Packsacks lässt sich das Volumen optimal anpassen - top für Tagestouren mit wenig Gepäck. Beim Tragesystem setzt Bach auf den bewährten, superben Shield-Pro-Körperkontaktrücken. Die Materialien sind top. Bei Bedarf lässt er sich zum schnörkellosen Kletterrucksack abspecken. Preis: 230 Euro.

Foto: Carinthia outdoor Carinthia G250

6 - Schlafsack: Carinthia G 250

Als der Synthetikspezialist Carinthia vor zwei Jahren seine neue Faser G-Loft Si vorstellte, bot sie das bis dato beste Wärme-Gewichts-Verhältnis ihrer Klasse und war fast so kuschelig wie beste Daune. Bis heute stellte sie das Machbare dar und brachte Carinthia einen Editors’ Choice Award (2016) und diverse Testsiege ein. Doch statt sich auf den Lorbeeren auszuruhen, kommt beim Carinthia G 250 (250 Euro) die nächste Evolutionsstufe zum Einsatz, die die Messlatte noch ein Stück höher setzt. So wog der Testschlafsack 1360 Gramm und ließ sich von wenig verfrorenen Schläfern bis minus elf Grad einsetzen (unteres Temperaturlimit für Frostbeulen: –3°C) - das zeigten die Praxis- und Labortests 2018. Diese Performance erreichte kein anderer Synthetikschlafsack. Weitere Stärken sind das bis ins Detail durchdachte Design inklusive dickem Wärmekragen und praller Abdeckleiste sowie das kleine Packmaß (6,8 l). (outdoor Editors' Choice 2018).

Foto: Katleen Richter Petzl Bindi

7 - Petzl Bindi Stirnlampe

Fast so klein und leicht wie ein USB-Stick, kann die Petzl Bindi (40 Euro) alles, was man auf Tour braucht. Als Notfalllampe zum Immer-Dabeihaben konzipiert, entpuppte sich die Petzl Bindi im Test 2018 als vollwertige Stirnleuchte: Sie strahlt hell genug, um damit drei Stunden lang durch wegloses Terrain zu wandern, auf kleinster Stufe (von dreien) reicht ihr Saft für 50 Lesestunden. Aufladen lässt sich die wasserdichte Petzl Bindi (IPX 7) via USB in 2,5 Stunden. Rotlicht (blinkend & konstant) sowie Akkustandanzeige sind auch mit an Bord der 35-Gramm-Leuchte – perfekt!

Tagesaktueller Preisvergleich:




Günstiger? - Vielleicht ist hier was dabei:

Video: Wärmer schlafen im Zelt

01.09.2018
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