Foto: Adidas | Michael Müller

Adidas unterstützt die Initiative Parley for the Oceans

Green Friends
Für Trailrunning-Kleidung von Adidas Terrex wird auch recycelter Plastikmüll aus Küstenregionen eingesetzt. Starker Partner: die Initiative »Parley for the Oceans«.

So viel wie 80 Millionen Blauwale, insgesamt über acht Milliarden Tonnen, bringt all das Plastik auf die Waage, das seit den frühen 1950er Jahren bis heute weltweit produziert wurde. Rund ein Viertel davon verwenden Industrie und Handel für Verpackungen – nur, damit die Verbraucher es gleich wieder entsorgen. Nicht einmal ein Zehntel aller Kunststoffabfälle kommt durch Recycling wieder zum Einsatz. Nur rund zwölf Prozent werden verbrannt. Der Großteil landet auf Deponien oder irgendwo in der Landschaft. Jedes Jahr gelangen 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Ozeane, berichtet das Wissenschaftsmagazin »Science«. Eine Million Meeresvögel und bis zu 100 000 Meeressäuger kostet das jährlich das Leben. Über den Konsum von Fisch, Meeresfrüchten und -salz kommt Mikroplastik, das im Wasser gelöste Gifte an sich bindet, auch in die menschliche Nahrungskette.

Plastik ist überall

»Plastik stirbt nie, sondern zerfällt in immer kleiner werdende Partikel. Es gibt kein Meer, keinen Strand und keinen Fisch mehr, in dem wir keine Plastikspuren finden«, sagt Cyrill Gutsch, Gründer der Meeresschutzorganisation Parley for the Oceans. »Warum nur stellen wir Produkte für den einmaligen Gebrauch aus einem Material her, das für immer existiert?« Ziel seines 2015 ins Leben gerufenen Kooperationsnetzwerks ist es, die Produktion von neuem Plastik zu vermeiden, den im Meer schwimmenden Müll einzusammeln und zu recyceln, vor allem aber ökologische Materialalternativen zu entwickeln. Als aktives Gründungsmitglied mit an Bord ist Sportartikelhersteller Adidas.

Früher landeten Tüten, Autoreifen, PET-Flaschen, Kanister, Fischernetze und andere Kunststoffabfälle, die Naturschutzorganisationen und andere Aktive an Küsten und Stränden einsammelten, meist auf der Müllkippe, sagt Gutsch. Heute wird das Plastik, das die weltweit 100 000 Freiwilligen der Parley-Partnerorganisationen zusammenklauben, erst sortiert und dann in möglichst nahegelegene Recycling-Anlagen gebracht. Aus den daraus aufbereiteten Garnen fertigt Adidas neue Sportartikel.

Bereits das erste T-Shirt aus »Parley Ocean Plastic« von Adidas Terrex setzte Zeichen und erhielt 2016 einen Outdoor Industry Award für Nachhaltigkeit. Für Läufer, Schwimmer und Fußballer produziert Adidas heute Markenprodukte mit wiederverwertetem Plastik aus Küstenregionen. Allein die Ultraboost-Modelle aus der Parley-Serie verkauften sich im Jahr 2017 stolze 1,3 Millionen Mal. In jedem Laufschuh stecken etwa elf recycelte PET-Flaschen. Der überwiegende Teil stammt von den Malediven, wo Parley-Mitarbeiter im vergangenen Jahr 1200 Tonnen Plastik sammelten. Das entspricht 95 Millionen PET-Flaschen.

Foto: Adidas Adidas Terrex Trailrunning Schuh

Beim Trailrunning erlebt man Natur sehr intensiv – gut, wenn die Ausrüstung ihr nicht schadet.

Auf der Suche nach Alternativen

Das Engagement stößt auf große Resonanz. »Wir haben die Produktionsmenge und das Sortiment deutlich erweitert«, sagt Martin Gottlob, Category Director Apparel bei Adidas Terrex. Mit der aktuellen Frühjahr-Sommer-Kollektion hat er ein ganzes Parley-Trailrunning-Outfit mit Shorts und Tops sowie optisch dazu passenden Freizeitschuhen in den Handel gebracht. »Im Herbst kommt die erste wasserdichte Jacke aus Parley Ocean Plastic hinzu und 2019 noch weitere Produkte«, kündigt der Produktmanager an.

Zusammen mit Parley engagiert sich Adidas zudem bei Bildungsinitiativen und macht auch mit globalen Laufevents auf die fragile Schönheit der Meere aufmerksam. Zur World Oceans Week 2017 fand erstmals der »adidas x Parley Run for the Oceans« statt, der in diesem Jahr ausgeweitet werden soll. »Als globales Unternehmen ist es für uns eine Verpflichtung, aktiv Verantwortung zu übernehmen«, unterstreicht Adidas-Vorstandsmitglied Eric Liedtke. »Unser erklärtes Ziel ist es, reine Kunststoffe vollständig aus unseren Lieferketten zu entfernen.« Zielstrebig tüfteln die Forscher an ökologischen Alternativen, die eines Tages im großen Maßstab Plastik aus fossilen Rohstoffen ersetzen können. Den weltweit ersten Prototyp eines Sportschuhs mit naturbasierten, vollständig abbaubaren »Biosteel«-Fasern aus Biotech-Spinnenseide hat Adidas bereits vorgestellt. »Futurecraft Biofabric« nennt sich das Zukunftsprojekt. Der Anspruch ist klar definiert, bekräftigt Liedtke: »Wir werden ökologische Innovationen als Standard der Sportartikelindustrie etablieren.

Foto: Adidas Adidas Terrex Trailrunning Schuh

Ungebleicht und ungefärbt: der Adidas Terrex Zero-Dye mit Boa-Verschlusssystem.

Mit weißen Trailrunningschuhen über matschige Pfade? Ja – für ein reineres Gewissen. Die Zero-Dye-Edition von Adidas Terrex verzichtet auf jegliche Färbung des textilen Obermaterials und präsentiert sich puristisch weiß. Das ZeroDye-Verfahren spart im Vergleich zu konventioneller Färbung Wasser, Chemikalien und Energie. Die Textilien werden nicht gebleicht. Neu im Sortiment ist der Terrex Two Boa für Mittel- und Langstreckenläufe. Stark dämpfende Zwischensohlen sorgen für Komfort, Gummilaufsohlen von Continental für Grip. Über das Boa-Verschlusssystem wird die Schnürung mit einem Dreh angepasst.

Mehr über die Adidas Terrex-Produkte erfahrt ihr auf adidas.de/terrex
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