Die Gold Award-Gewinner der OutDoor-Messe 2012

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Foto: OutDoor Friedrichshafen OutDoor Award 2012

Benzinkocher: Soto Muka Stove

Einfachstes Handling – das bietet der Muka Stove von Soto. Die Japaner präsentieren damit den ersten nahezu selbsterklärenden Benzinkocher, der ohne umständliche Vorheizprozedur funktioniert, eine Pumpe mit Druckanzeiger bietet und sich extrem einfach entlüften lässt. Außerdem wiegt er wenig und glänzt mit einem sehr kompakten Packmaß. In der Praxis konnte er seine enorme Leistungsfähigkeit bereits mehrfach unter Beweis stellen, zum Beispiel auf einer mehrwöchigen Wintertour im eisigen Spitzbergen.

Trinkflasche: Discovery Sports OA 3350205

Die Jury ehrt die unscheinbare und günstige Trinkflasche (6 €) der portugiesischen Marke Discovery Sports für ihre besonderen ökologischen Eigenschaften: Es ist die erste Trinkflasche, die komplett aus kompostierbarem Material besteht. In kompostierfreundlicher, also dauerhaft feuchter Umgebung zersetzt sich die 0,5 Liter fassende Flasche binnen sechs Monaten vollständig.

Trekkingstock: Black Diamond Ultra Mountain FLW

Der faltbare und dadurch extrem klein verpackbare Trekkingstock überzeugte die Jury durch hohe Funktionalität und einfachstes Handling, auch mit Handschuhen. Der nur 295 Gramm schwere Stock lässt sich dank der neuen FlickLockPro-Außenklemmung einfach in der Länge verstellen und eignet sich für den Einsatz zu allen vier Jahreszeiten.

Wendejacke: Polychrome Lab

Das frische, mutige Design der Polychrome-LAB-Jacket hat bei der Preisvergabe klar den Ausschlag gegeben. Die dreilagig konstruierte Crossover-Wendejacke zeigt damit eine Möglichkeit auf, so die Jury, wie sich funktionelle Outdoor-Produkte künftig weiteren Zielgruppen erschließen könnten.

Windjacke: Montbell Tachyon Jacket

Sagenhafte 45 Gramm wiegt das hauchdünne Tachyon Jacket von Montbell. Die Japaner erreichen das fantastisch niedrige Gewicht durch den Einsatz von 7 Denier feinem Polyamid. Ein solch dünner Stoff ist extrem schwierig zu verarbeiten, dennoch überzeugte das Tachyon Jacket die Jury mit penibel sauberen Nähten und einem insgesamt ansprechenden, funktionellen Design. Ein Full-Zip auf der Front, Ventilationsöffnungen unter den Achseln sowie Reflexpaspeln komplettieren die Ausstattung dieser konsequent ultraleichten Windjacke.

Tasche: Arcteryx Covert Ico Case

Mit dem Covert ICO Case definiert der kanadische Outdoor-Hersteller Arcteryx das Thema Reisegepäck neu. Die Tasche verbindet einen extrem schlichten Style mit geradliniger Funktion. Sie ist rundherum gepolstert, besitzt ein separates Laptopfach und Tragegriffe an allen vier Seiten. Zudem lässt sie sich als Tasche wie auch als Rucksack tragen und wird in drei Größen für einen Preis ab 150 Euro erhältlich sein.

Klettersteigset: Edelrid Cable Vario

Edelrid schuf mit dem Cable Vario das erste Klettersteigset, das sich auf das Gewicht des Benutzers einstellen lässt. Dadurch optimiert das Gerät die Bremsleistung und somit auch den Fangstoß für Personen zwischen 30 und 80 Kilo. Das bietet vor allem leichten, zierlichen Personen Vorteile, so die Begründung der Jury, die bei einem normalen Set deutlich härter abgebremst werden, was auch die Neigung zu gefährlichen Pendelanschlägen an den Fels erhöht. Auch die Material- und Verarbeitungsqualität liegt auf hohem Niveau.

Kletterhelm: Petzl Sirocco

Einen Kletterhelm mit einem Gewicht von unter 200 Gramm gab es bislang nicht. Nun unterbietet Petzl diese Marke mit dem Sirocco sogar deutlich: Er bringt minimalistische 165 Gramm auf die Waage. Grund für die Preisvergabe war neben dem extrem geringen Gewicht aber auch der hervorragende Tragekomfort, die gute Anpassbarkeit an verschiedene Kopfgrößen sowie eine effektive Belüftung. Der Sirocco, so die Jury, dürfte die Akzeptanz von Helmen beim Sportklettern deutlich erhöhen. Zum positiven Gesamtbild passt auch der einhändig bedienbare Magnetverschluss – eine Neuheit bei Kletterhelmen.

Einfachseil: Mammut Sensor

Bei dem Einfachseil Mammut Sensor machen sich die Seilmitte sowie die zwei Enden durch eine strukturierte, rauere Oberfläche nicht nur optisch, sondern auch haptisch bemerkbar. Dadurch weiß der Sichernde auch ohne einen Blick aufs Seil werfen zu müssen, wann er die Mitte ausgibt und – noch viel wichtiger – wann das Ende des Seiles erreicht ist. Dadurch wird die Sicherheit vor allem beim Abseilen oder dem Ablassen eines Kletteres deutlich erhöht.

Kletterseil: Edelrid Snipe

Kletterseile mit zwei Durchmessern herzustellen war bisher nicht möglich. Bis jetzt: Das Snipe von Edelrid verdickt sich an den Enden auf sieben Meter Länge von 9,8 auf 10 Millimeter. Dadurch wird diese besonders häufig durch Stürze hochbelastete Zone besser vor Verschleiß geschützt, was die Lebensdauer des Seiles erhöht. Außerdem wird der Sichernde beim Seilausgeben auf das nahende Seilende aufmerksam gemacht, was die Sicherheit beim Ablassen deutlich erhöht. Auch die Seilmitte des Bluesign-zertifizierten und in Deutschland produzierten Seils wird durch eine Verdickung angezeigt.
Mehr zu dieser Fotostrecke: OutDoor Industry Award 2012: Die Gewinner