TV-Tipp: Mount Everest - Der letzte Schritt

Foto: ServusTV Deutschland Reinhold Messner & Peter Habeler
Anlässlich des 40. Jahrestags der Mount Everest-Besteigung von Reinhold Messner und Peter Habeler zeigt ServusTV am 8. Mai 2018 um 20:15 Uhr den Film "Mount Everest – Der letzte Schritt ..."

Dieser Film ist gleichzeitig die dritte Regiearbeit von Reinhold Messner für ServusTV und befasst sich mit der Idee dieses waghalsigen Abenteuers, den Vorbereitungen und der dramatischen, letztendlich geglückten Erstbesteigung des höchsten Berges unserer Erde ohne Flaschensauerstoff.

Eingebettet in den vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm des legendären Berg- und Abenteuerfilmregisseurs Leo Dickinson, zeigt Reinhold Messner in seinem Film neu gedrehte, szenische Sequenzen, die damals aus logistischen Gründen unmöglich gefilmt werden konnten.

In aufwendigen Reenactments spielen Messners Sohn Simon und dessen Freund Philipp Brugger die beiden Erstbegeher in ihren entscheidenden Phasen auf ihrem dramatischen Weg zum Gipfel des "Berges der Berge".

Diesen erreichten Reinhold Messner und Peter Habeler am 08. Mai 1978 als erste Menschen ohne zusätzlichen Sauerstoff! Sie überschritten dabei eine kaum für möglich gehaltene Grenze und leiteten eine neue Ära des Alpinismus ein.

Fernsehtermin: 8. Mai 2018, 20:15 Uhr -
oder in der ServusTV-Mediathek

Reinhold-Messner im Interview:

Unsere Kollegen von limits-magazin.de hatten jüngst die Gelegenheit sich mit Reinhold Messner über sein "Leben am Limit" zu unterhalten - im Interview erzählt er, warum er überlebt und was ihn angetrieben hat. Einen Auszug daraus, lest ihr hier:

Video: LIMITS Magazin

Wie wird man als jemand, der sein Leben lang seine Grenzen gesucht hat, so alt wie Sie?
Messner: Es war auch Glück. Natürlich kam die Vorsicht dazu, das Können zuletzt. Aber man braucht hin und wieder auch Glück, um als Grenzgänger am Leben zu bleiben.

Wie oft hatten Sie Glück?
Messner: Vielleicht fünf, sechs Mal. Wenn man die Qualität, die ein Honnold hat, betrachtet, lebt von den absoluten Spitzenleuten die Hälfte ein bürgerliches Leben zu Ende, die andere Hälfte kommt in den Bergen um. Das heißt, die einen hatten Glück, die anderen Pech. Mein Spaltensturz am Everest zum Beispiel: Wenn mich die Spalte nicht entlassen hätte, weil sie zu breit war, ich wäre wohl bis heute nicht gefunden worden.

Was dachten Sie damals?
Messner: Beim Sturz überhaupt nichts. Das Umkommen kommt ja erst vor, wenn es wirklich passiert. Es wäre ja niemand da gewesen, der mich hätte finden können.

Sie sagen aber, es war auch Vorsicht und Können, dass Sie überlebt haben. Ist der Satz »Das Können ist des Dürfens Maß«, den der legendäre Alpinist Paul Preuß geprägt hat, die Überschrift über Ihrem Leben und all Ihren Grenzgängen?
Messner: Es ist der klarste Satz, um zu sagen, was man beim Bergsteigen darf und was nicht. Es gibt für alle Kletterfähigkeiten ein Limit, das wir einhalten müssen, um den Grenzgang für alle Zukunft als Möglichkeit zu erhalten.

Heißt das, dass ich alles, was ich kann, auch darf?
Messner: Nicht an meinem Limit. Bei der Solo-Kletterei alles, was ich kann, auch zu tun ist dumm. Ein Solo-Kletterer wird mindestens einen Grad unter dem klettern, was er beherrscht, zumal er auch noch mit anderen Faktoren zu kämpfen hat. Jeder, der schwer solo geklettert ist, weiß: Die Schwierigkeit besteht beim Einstieg.

Ist der Anfang wirklich das Schwierigste?
Messner: Ja, es sind oft die ersten Meter. Beim Warten, auch wenn ich vor der Tour nicht schlafen kann, wachsen die Ängste. Wenn ich handle, schrumpfen die Ängste. Erst wenn ich keine Ängste mehr habe, wenn ich sie alle abgelegt habe, bin ich frei. Dann erst bin ich vor allem beim Solo-Klettern im Flow ...

Das ausführliche Interview präsentieren wir euch auch in der aktuellen outdoor-Ausgabe 06/2018, jetzt am Kiosk und als E-Paper bestellbar.

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26.04.2018
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Ausgabe 06/2018