OD 0408 Funktionsjacken Teaser-Bild
OD Berghaus Trek Jacket
OD Jack Wolfskin Nanotex Elements
OD Maier Sports Rockcreek
OD Mount. Equipment Ama Dablam 8 Bilder

Acht Funktionsjacken im Test

Verkaufsschlager

Funktionsjacken um die 250 Euro sind Bestseller. Doch was leistet die Mittelklasse wirklich? outdoor hat die aktuellen Modelle auf Herz und Nieren getestet.

Eine wasserdichte, atmungsaktive Funktionsjacke aus Gore-Tex, Texapore und Co. gehört zur Pflichtausstattung für Outdoor-Touren, schließlich kann es selbst bei schönem Wetter wie aus heiterem Himmel anfangen zu regnen oder ein eisiger Wind wehen. Kein Wunder also, dass fast jeder outdoor-Leser eine Funktionsjacke besitzt – das zeigt die outdoor-Leserwahl. Die meisten entscheiden sich für ein Modell um 250 Euro, die Golfklasse unter den Funktionsjacken. Acht Mittelklas­sejacken von 200 bis 280 Euro finden Sie im aktuellen outdoor-Test.

Noch mehr aktuelle Jacken im Test:

Die acht Funktionsjacken in diesem Test

OD Adidas Trail 2L Elite Jacket
Regenjacken
OD Berghaus Trek Jacket
Regenjacken
OD Jack Wolfskin Nanotex Elements
Regenjacken
OD Maier Sports Rockcreek
Regenjacken
OD Mount. Equipment Ama Dablam
Regenjacken
OD Salewa Minah GTX Jacket
Regenjacken
OD Schöffel Imphal
Regenjacken
OD Vaude Turnpike Jacket
Regenjacken

Das Testfeld im Überblick

Acht Funktionsjacken im Test

OD Adidas Trail 2L Elite Jacket
OD Adidas Trail 2L Elite Jacket OD Berghaus Trek Jacket OD Jack Wolfskin Nanotex Elements OD Maier Sports Rockcreek 8 Bilder

Das heißt, sie bestehen aus zwei voneinander getrennten Schichten: Zum einen dem Außenstoff, auf dessen Innenseite ein wasserdichter, atmungsaktiver Film (Beschichtung) oder eine Folie (Membran) aufgebracht ist, zum anderen aus dem Futter. Dieses schützt die hauchdünne, wasserdichte Lage vor Beschädigungen, weswegen Zweilagenjacken robuster sind als futterlose Leichtjacken.

Außerdem verhindert das Futter, dass die Jacke auf der Haut klebt, wenn im Innern Kon­densfeuchtigkeit entsteht. Das pas­­siert selbst bei den besten Jacken im outdoor-Test, denn bei Käl­te, hoher Luftfeuchtigkeit oder starker Anstrengung kondensiert ein Teil der Feuchtigkeit im Innern der Jacke – so wie im Winter Fenster beschlagen.

Trotzdem hat sich beim Klimakomfort in den letzten Jahren enorm viel getan – das zeigt nicht nur der outdoor-Labortest, der die Atmungsaktivität misst, sondern auch der Praxistest in der Fränkischen Schweiz. Bei Dutzenden von schweißtreibenden Anstiegen merken die Tester schnell, ob das Körperklima im grünen Bereich bleibt oder ob man sich über kurz oder lang wie in einem Dampfbad fühlt.

Ergebnis: Wer es auf seinen Wanderungen gemütlich angehen lässt, wird in puncto Klima mit den meisten Testjacken glücklich. Lieben Sie es dagegen sportlicher, schränkt sich die Auswahl ein: Das beste Klima bietet das Vaude-Modell, in dem man selbst bergauf nicht heiß läuft – ein Effekt der von Vaude verarbeiteten Event-Membran, deren Atmungsaktivität Maßstäbe setzt. Zum anderen perlt Wasser vom Außen­stoff vollständig ab. Das erhält die Atmungsaktivität.

Fast genauso gut schneiden die Jacken von Mountain Equipment und Jack Wolfskin ab. Neben leistungsfähigen Materialien besitzen beide sehr gute Belüftungsmöglichkeiten: Über lange Reißverschlüsse in den Achseln (Pitzips) und weite, verstellbare Ärmelbündchen kann man zusätzlich Dampf ablassen, sobald es mit schwerem Gepäck oder im Gebirge so richtig zur Sache geht – ein ähnlicher Effekt, wie wenn man nach dem Duschen oder Baden lüftet und das Badfenster öffnet.

Noch mehr aktuelle Jacken im Test:

Diesen Wetterschutz bieten die Jacken

Acht Funktionsjacken im Test

OD Adidas Trail 2L Elite Jacket
OD Adidas Trail 2L Elite Jacket OD Berghaus Trek Jacket OD Jack Wolfskin Nanotex Elements OD Maier Sports Rockcreek 8 Bilder

Zwar erweisen sich die Materialien aller Jacken als wasserdicht, letzten Endes entscheidet aber die Konstruktion, wie gut eine Jacke vor Wind und Wetter schützt. Nähte beispielsweise müssen von innen mit einem Nahtband (Tape) abgedichtet sein, Reißverschlüsse abgedeckt oder regendicht beschichtet.

Außerdem darf das Futter keine Feuchtigkeit ins Innere saugen. Solche Verarbeitungs- und Konstruktionsmängel deckt die outdoor-Powerberegnung schonungslos auf. Sie simuliert einen sturmgepeitschten, mehrstündigen Wolkenbruch und sorgt für eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse.

Am besten meistern die Jacken von Jack Wolfskin und Mountain Equipment diesen Extremtest. Körper und Taschen bleiben trocken, die großen, versteiften Kapuzenschilde verhindern, dass Wasser ins Gesicht läuft. Die hohen, versteiften Kragen schützen vor eiskaltem Wind.

Beide Modelle kann man dadurch getrost auch im Gebirge einsetzen oder im skandinavischen Fjäll, wo man sich nicht sofort in der nächsten Hütte in Sicherheit bringen kann. Dicht auf den Fersen folgt die Salewa Minah, während sich die Jacken von Maier Sports, Vaude und Schöffel weniger für Touren bei Dauerregen und orkanartigen Sturmböen eignen. Einen mehrstündigen Schauer stecken aber alle drei ohne Blessuren weg. In den Testkandidaten von Adidas und Berghaus geht man bei Regen dagegen recht schnell baden.

Unterm Strich empfehlen sich vier Modelle: Genusswanderer, die bei Regen nicht den ganzen Tag unterwegs sind, liegen mit den günstigen Jacken von Schöffel oder Maier Sports richtig. Wer dagegen bei Wind und Wetter draußen ist, greift zu den Modellen von Jack Wolfskin oder Mountain Equipment.

Noch mehr aktuelle Jacken im Test:

Tragekomfort der acht Test-Kandidaten

Acht Funktionsjacken im Test

OD Adidas Trail 2L Elite Jacket
OD Adidas Trail 2L Elite Jacket OD Berghaus Trek Jacket OD Jack Wolfskin Nanotex Elements OD Maier Sports Rockcreek 8 Bilder

Fast alle Jacken tragen sich weich und geschmeidig, engen nicht ein und sind problemlos zu bedienen. Ein Großteil der Kapuzen lässt sich gut an den Kopf anpassen und macht seine Bewegungen mit. Schwarz sieht man dagegen mit den Kapuzen von Berghaus, Maier Sports und Salewa: Sobald man den Kopf dreht, schaut man in die Kapuzenröhre. Platz eins in Sachen Tragekomfort belegt die Vaude Turnpike, dicht gefolgt von Adidas, Schöffel und Mountain Equipment.

Grundsätzlich gilt aber vor dem Kauf: anprobieren! Nur wenn die Jacke richtig passt, fühlt man sich pudelwohl. Bewegen und heben Sie die Arme. Spannt es dabei, sollten Sie die nächste Größe wählen – oder ein anderes Modell wählen. Tragen Sie bei der Anprobe unbedingt auch die Fleecejacke, die sie später auf Tour unter der Funktionsjacke tragen werden. So spüren Sie schnell, ob beide Modelle miteinander harmonieren oder die Kombi einengt.

Die Frage, wie viele Taschen eine Jacke haben sollte, richtet sich nach dem Einsatzbereich. Für Tageswanderungen reichen Einschubtaschen, möchte man die Jacke allerdings auch auf Hüttentouren oder Treks einsetzen, benötigt sie mindestens eine, besser zwei Brusttaschen, die vom Hüftgurt nicht verdeckt werden, wie beispielsweise bei der Jack Wolfskin Nanotex Elements.

Noch mehr aktuelle Jacken im Test:

So sieht die optimale Funktionsjacke aus

Acht Funktionsjacken im Test

OD Adidas Trail 2L Elite Jacket
OD Adidas Trail 2L Elite Jacket OD Berghaus Trek Jacket OD Jack Wolfskin Nanotex Elements OD Maier Sports Rockcreek 8 Bilder
OD Freisteller-Jacke - Mountain Equipment
bopicture.de

Kapuze: Eine gute Kapuze drückt nicht und und lässt sich über zwei bis drei Schnürzüge exakt an den Kopf anpassen. Dadurch macht sie Kopfbewegungen mit, und man schaut nicht in die Kapuzenröhre, sobald man den Kopf dreht. Achten Sie außerdem auf einen großen, versteiften Schild. Nur dann ist das Gesicht optimal vor Wind und Wetter geschützt. Abnehmbare oder im Kragen einrollbare Kapuzen bieten im Alltag Vorteile – oben ohne sieht‘s einfach schicker aus.

Pitzips: Reißverschlüsse in den Achseln verbessern das Jackenklima, da bei geöffneten Zippern zusätzlich Feuchtigkeit aus der Jacke entweicht. Je länger die Zipper, desto wirkungsvoller sind sie. Eine breite oder zwei schmale Abdeckungen sorgen dafür, dass die Zipper im strömenden Regen dicht halten.

Ärmelbündchen: Gute Ärmelbündchen lassen sich so weit öffnen, dass man die Ärmel bis zu den Ellenbogen hochschieben kann. Das steigert das Wohlbefinden bei wärmerem Wetter. Gleichzeitig müssen sie sich auch eng verschließen lassen, damit‘s bei Wind nicht zieht.

Zip-In-Möglichkeit: Mittels eines parallel zum Frontzipper verlaufenden zweiten Reißverschlusses lässt sich eine Fleecejacke des gleichen Herstellers in der Jacke befestigen. Diese Feature wird man auf Touren von Frühjahr bis Herbst weniger nutzen, im Alltag hat es seine Stärken – man bekommt eine mollige Jacke für kühlere Tage.

Napoleontasche: Eine unsichtbare Brusttasche, deren Zugriff unter der Abdeckleiste des Frontreißverschlusses liegt. Sie ist garantiert regendicht.

Schnürzüge: Ein Schnür­zug im Saum ist bei ­guten Funktionsjacken Standard. Fehlt er, kriecht Kälte von unten in die Jacke. Ein Taillenschnürzug ist Geschmackssache und nur bei langen Jacken sinnvoll.

Noch mehr aktuelle Jacken im Test:

Das sagt die Wassersäule aus

Acht Funktionsjacken im Test

OD Adidas Trail 2L Elite Jacket
OD Adidas Trail 2L Elite Jacket OD Berghaus Trek Jacket OD Jack Wolfskin Nanotex Elements OD Maier Sports Rockcreek 8 Bilder

Viele glauben, je höher die Wassersäule, desto dichter die Jacke. Doch das ist falsch! outdoor-Langzeittests und Labortests der Eid­genössischen Materialprüfanstalt (EMPA) in St. Gallen zeigen, dass ein Material, das dauerhaft 5000 Millimeter Wassersäule bietet, garantiert dicht hält – und zwar auch dann, wenn man sich auf den Boden setzt. Es widersteht dann einem Wasserdruck von 5 Metern!

Noch mehr aktuelle Jacken im Test:

Zur Startseite
Jacken Regenjacken Regenjacken im outdoor-Test Hardshells im Test 2019 Leichte Regenjacken im Vergleich

Neue Materialien sollen Regenjacken leichter, komfortabler und...

Mehr zum Thema Jacken
od-1216-jotunheimen-011
Camp & Equipment
Wanderschuh-Test 2019
Wanderschuhe
Regenjacken im outdoor-Test
Regenjacken
Patagonia Retro Pile Fleece Vest 2019
Sonstige Jacken