OD_0419_Green Friends_Sympatex_1_1500 (png) Sympatex

Sympatex: "It's in your hands"

Ressourcenschonung, Recycling und vor allem Klimaneutralität – mit diesen Bausteinen lässt sich die Erderwärmung noch aufhalten. Davon ist Sympatex überzeugt.

»Wenn der Preis und die Leistung gleich sind, dann wird sich doch jeder normale Mensch für das umweltschonender hergestellte Produkt entscheiden«, sagt Dr. Rüdiger Fox. Man hört dem Geschäftsführer von Membranhersteller Sympatex sehr gerne zu, wenn er über Nachhaltigkeitsthemen spricht. Seit der Wirtschaftsingenieur im Jahr 2016 die Leitung des Unternehmens übernommen hat, setzt er sich konsequent für dessen ökologische Ausrichtung ein – und strahlt dabei eine Menge Optimismus aus. Es fallen Sätze wie »Der Mensch ist kein grundsätzlich egozentrischer Ignorant«, und er gibt sich überzeugt, dass ein »Tipping-Point«, ein grundsätzlicher Wandel in unseren Lebensund Konsumgewohnheiten, unmittelbar bevorsteht. »Als Wissenschaftler entdeckten, dass das Treibhausgas FCKW das Ozonloch verursacht, hat es auch nur fünf Jahre bis zum weltweiten FCKW-Bann gedauert.« Genauso habe man jetzt gar keine andere Wahl, als die Bekleidungsindustrie auf Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft umzustellen.

Wie hoch der Einfluss von unserem Kleiderschrank auf die Umwelt ist, hat im Dezember die UN bei der Klimakonferenz im polnischen Katowice bekräftigt: Die globale Textilwirtschaft verursacht derzeit acht Prozent des weltweiten CO2. Das ist mehr als der gesamte Schiffsund Flugverkehr zusammengenommen und ungefähr so viel, wie die gesamte EU ausstößt. Noch alarmierender: Wenn alle so weiterproduzieren und konsumieren wie bisher, wird sich dieser Wert bis zum Jahr 2030 verdoppeln und bis 2050 weiter auf 25 Prozent ansteigen.

Sollten die Menschen dann nicht einfach weniger shoppen, ihre Klamotten länger tragen und durch private Tauschpartys für die gewünschte Abwechslung ihrer Outfits sorgen? »Ich finde es großartig, wenn sie das tun, ich bewundere es«, versichert Fox. »Aber das ist etwas, auf das ich keinen Einfluss habe.« Und die Prinzipien von Marktwirtschaft und Wachstum, das »immer mehr«, dem man sich im westlichen Lebensraum im Prinzip seit der Industriellen Revolution verschrieben habe, sei derzeit noch tief in den Köpfen verankert und nicht einfach abzustellen.

Klimaneutral durch Kompensation

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Sympatex
Sympatex

Worauf Sympatex hingegen Einfluss hat, sind seine Produkte und deren Herstellung. Seit jeher wird die Sympatex-Membran aus Polyetherester gefertigt, einer Verkettung von Polyester und Polyether-Molekülen – frei von umweltschädlichen Substanzen wie Polytetrafluorethylen (PTFE) und Perfluorcarbonen (PFC). Die Membran ist zu 100 Prozent recycelbar, und wenn man sie mit Oberund Futterstoffen aus Polyester laminiert, entsteht ein sortenreines Produkt, das am Ende des Produktlebenszyklus wieder problemlos dem Recyclingprozess zugeführt werden kann. »Das spart 95 Prozent Wasser und zwei Drittel Energie gegenüber Fasern aus neuem Rohmaterial«, sagt Fox. Die Anlagen, in denen Sympatex recyceln lässt, stehen in Europa. Lange Transportwege aus Fernost würden die ökobilanz verschlechtern.

Klar ist aber auch: Emissionsfrei lässt sich derzeit nicht produzieren. Um komplett klimaneutral zu sein, kompensiert der Funktionsspezialist das CO2, das seine Membranproduktion verursacht, über ein zertifiziertes Waldschutzprojekt in Kenia. Der Erhalt des »Kasigau Wildlife Corridor« sorgt nicht nur für einen Emissionsausgleich durch die CO2-Bindung von Bäumen, sondern sichert den Lebensraum von Löwen, Zebras und Elefanten.

Die Branche wird und muss sich ändern

Auch die UN ist zu dem Schluss gekommen, dass die Textilbranche sich grundlegend verändern muss.Auf der Klimakonferenz hat sie die »Fashion Industry Charter for Climate Action« vorgestellt: Mit diesem Aktionsbündnis verpflichten sich Unternehmen zu Minimalzielen wie einer Verringerung des CO2-Ausstoßes um 30 Prozent bis zum Jahr 2030.Auch nachhaltigere Materialien, klimafreundlicherer Transport und offenere Kommunikation mit Verbrauchern gehören zu den angestrebten Verbesserungen. Sympatex ist nicht nur einer von 43 Erstunterzeichnern, sondern auch Mitgestalter der Charter. »Ich bin davon überzeugt, dass wir diese Wende schaffen«, sagt Rüdiger Fox. »In den nächsten fünf Jahren wird und muss die Branche sich ändern. Sonst ist der Klimawandel nicht mehr zu bremsen.«

#IIYH – in welcher Welt wollt ihr leben?

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Sympatex
Recyceln und klimaneutral produzieren: Darauf setzt Sympatex.

»It's in your hands« – so heißt die Kampagne, mit der Sympatex zum alltäglichen Einsatz für die Natur aufruft. Es liegt nicht nur bei der Politik, die Welt lebenswert zu erhalten. Alles, was wir tun, hat einen Einfluss, auch kleine Schritte und Taten wirken sich aus. Mit dem Fahrrad statt mit dem Auto einkaufen, Blumen mit Regenwasser gießen, im Wald Müll sammeln, ... Bei der #IIYH-Aktion lässt sich das dokumentieren: einfach ein Bild hochladen, auf dem zu sehen ist, dass man etwas für die Umwelt tut. Dieses Foto wird dann in Social-Media-Kanälen und bei Freunden geteilt, und als monatliche Gewinne locken attraktive Sympatex-Partnerprodukte. Macht mit unter closingtheloop.de

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