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Treue Begleiter

Nachhaltig produzierte Bekleidung bei Schöffel

Verlässlich und fair: Beim Familienunternehmen Schöffel spielt neben Qualität auch soziales Engagement eine tragende Rolle.

Bären mögen keine Überraschungen. Und sie vermeiden möglichst die Konfrontation mit Menschen. Eine orangefarbene Schöffel-Jacke, die schon von weithin sichtbar ist, kaufte sich daher vor gut 20 Jahren Manfred G. aus Kempten für seine Tour durch die Wildnis des Yukon. Allen Temperaturschwankungen und Wetterkapriolen im Nordwesten Kanadas hielt sie stand und begleitete den reiselustigen Schwaben fortan auf seinen Trips rund um die Welt. »Mein Lieblingsteil hat so viele Geschichten miterlebt. Viele Erinnerungen haften daran.« Zahlreiche innig geliebte Kleidungsstücke treffen jeden Tag in der Schöffel Service Factory ein – Regenbekleidung mit zerschrammter Naht, Hosen mit abgewetztem Hintern oder Wanderjacken mit gerissenem Innenfutter. Sorgsam werden sie wieder funktionstüchtig gemacht. Mehr als 5000 Produkte haben die Mitarbeiter des Outdoor- und Skibekleidungsherstellers 2019 repariert oder Änderungswünsche erfüllt.

Kunden-Feedback fließt in die Produktentwicklung ein

Seine ersten Wanderhosen produzierte das 1804 gegründete Textilunternehmen im Jahr 1967. Zuvor hatten lange Zeit Wollsocken und Nachthauben das Geschäft dominiert – nun begann Schöffel, sich auf Sportkleidung zu spezialisieren.Neben handwerklichem Geschick ist heute vor allem die Expertise für technologisch hochentwickelte Produkte gefragt: So werden auch in der Service Factory Nähte maschinell wasserdicht verschweißt und auf ihre Dichtigkeit geprüft. Für die umweltschonende Reinigung und PFC-freie Imprägnierung auf Basis von Harz-Emulsionen kooperiert Schöffel mit den Outdoor-Profis der niedersächsischen Firma Meyer und Kuhl Spezialwäschen. Auch Produkte mit kleinen Schönheitsfehlern oder Kleiderspenden von Kunden richtet das Service-Team wieder her: Über 3000 Stücke kamen im vergangenen Jahr für gemeinnützige Organisationen zusammen.

Nur wenige Bekleidungshersteller leisten sich heute noch eine hauseigene Schneiderei. Beim Mittelständler Schöffel dagegen ist der Rundum-Service – von der Produktberatung bis zur Reparatur – integraler Bestandteil der Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie. Das Feedback von Kunden fließt direkt in die Produktentwicklung mit ein. Außerdem werden auch Prototypen und Musterkollektionen in der Service Factory gefetigt. Rund ein Zehntel der gesamten Belegschaft arbeitet hier, insgesamt 21 Mitarbeiter. »Die Service Factory hat einen sehr hohen Stellenwert, und so investieren wir jedes Jahr in diesen Bereich«, erklärt Geschäftsführer Peter Schöffel. »Wir sind überzeugt, dass intelligentes Reparieren der richtige Weg ist und stupides Wegwerfen ablösen muss.«

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Billig gekauft, kaum getragen, schnell entsorgt – Fast Fashion füllt Container. Mehr als eine Million Tonnen Altkleider und Textilien landen jedes Jahr in Deutschland bei den Sammelstellen. Doch der nachhaltigste Hebel, um Ressourcen und Umwelt zu schonen, ist die Tragedauer. Premium-Qualität und Langlebigkeit sind daher bei Schöffel Prinzip. Und diese Werte gewinnen mit steigendem Umweltbewusstsein hierzulande wieder an Relevanz. »Wir erleben aktuell, dass die Menschen insgesamt ihr Konsumverhalten kritischer betrachten und der Trend wächst, weniger Produkte, dafür aber in hervorragender Qualität zu kaufen«, berichtet der Inhaber. Guten Gewissens sollen Schöffel-Kunden darauf vertrauen können, dass ein Kleidungsstück ihren Ansprüchen entspricht, verlässlich funktioniert und lange hält. Und dass es fair und möglichst umweltschonend produziert ist.

Schöffel hat sich deshalb den strengen Kriterien des Nachhaltigkeits-Labels »Bluesign« verpflichtet und verzichtet in seinen Kollektionen zudem auf per- und polyfluorierte Substanzen (PFC). Außerdem ist das Unternehmen in der European Outdoor Conservation Association und im Bündnis für nachhaltige Textilien aktiv. Die Fair Wear Foundation bescheinigt Schöffel zudem seit fünf Jahren den Leaderstatus für überdurchschnittliches soziales Engagement in den Produktionsbetrieben, die sich überwiegend in Asien befinden. Mehr als zwei Drittel des Produktionsvolumens von rund 1,5 Millionen Bekleidungsstücken entstehen allein in Vietnam.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Um die Einhaltung der Sozial- und Umweltstandards in den dortigen zwölf Partnerfirmen sowie den vier Fabriken im Nachbarland Myanmar zu kontrollieren, hat Schöffel 2018 ein eigenes Büro in Vietnams Hauptstadt Hanoi eröffnet. Die beiden Mitarbeiter vor Ort schulen zudem die Produktionspartner in Sachen Nachhaltigkeit. »Wir haben nicht nur gegenüber unseren Angestellten in Schwabmünchen eine Verantwortung, sondern ebenso gegenüber den Mitarbeitern unserer Produktionsstätten«, sagt Peter Schöffel. Mindestens zwei Mal im Jahr reist der 58-Jährige dorthin, um sich selbst ein Bild zu machen und weitere Fortschritte zu bewirken. Sein Sohn Jakob, der das Traditionsunternehmen später einmal in achter Generation leiten übernimmt, war in Hanoi schon mit vor Ort. Denn der Familienname Schöffel soll in Zukunft weiterhin für Qualität und Fairness bürgen. Viele Mitarbeiter bleiben dem Betrieb über Jahrzehnte treu, einige schon seit mehr als 40 Jahren.

Peter Schöffel
Schöffel
Peter Schöffel (58) leitet das Familienunternehmen aus Schwabmünchen in siebter Generation.

Peter Schöffel ist es wichtig, dass sich alle wohlfühlen, ihr Potenzial entfalten können und aktiv Verantwortung übernehmen. Zahlreiche Auszeichnungen für Personalentwicklung, Nachwuchsförderung und Nachhaltigkeit unterstreichen das Engagement: Der Mensch steht bei Schöffel im Mittelpunkt. Auch außerhalb der Firma. So fördert die von Peter Schöffel und seinem Vater gegründete Stiftung vor allem soziale Initiativen in der Region – von Kinder- und Jugendprojekten bis zu einer Betreuungsgruppe für demenzkranke Menschen. »Wir sind uns sehr bewusst, dass wir ein Leben auf der Sonnenseite führen«, sagt Peter Schöffel. »Daher möchten wir der Gesellschaft gerne ein Stück zurückgeben.«

Softshell-Membran mit Kaffee

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Softshellhose Wallis Light mit Recycling-Membran (179,95 Euro)

Als Pflanzendünger, Komposthilfe und Geruchsfresser ist Kaffeesatz ein beliebtes Hausmittel. Aber auch in Funktionsstoffen für Outdoor-Bekleidung haben sich die Bohnenreste bewährt: Sie hemmen Körpergeruch, reflektieren UV-Strahlen und trocknen schnell. Schöffel erweitert jetzt sein S.Café-Sortiment und setzt S.Café Airmem ein, die erste wasser- und winddichte Membran aus recyceltem Kaffeesatz: bei der leichten Softshellhose Wallis Light (179,95 Euro, s.o.) und der dreilagigen Wanderjacke Charleroi (249,95 Euro, siehe Aufmacherbild) aus elastischem Vier-Wege-Stretch. Die Membran hält einer Wassersäule von 10.000 Millimeter stand und ist mit 10.000 g/m² atmungsaktiv. Hergestellt wird sie zu einem Viertel aus Kaffeeöl und zu drei Vierteln aus Polyester.

Mehr Infos zu diesen und weiteren Schöffel-Produkten auf schoeffel.de

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