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12 Funktionsjacken im outdoor Test

Klassenkampf - 12 Jacken im Test

Funktionsjacken bis 330 Euro sind Bestseller. Doch welches Modell sollte man kaufen: eine klassische Zweilagenjacke mit Futter oder lieber eine moderne Leichtjacke? Antwort gibt der große outdoor-Test.

Der aktuelle outdoor-Jackentest sorgt für Hochspannung. Denn dieses Mal geht es nicht nur darum, die beste Funktions­jacke in der Klasse bis 330 Euro zu küren. Der Test soll auch klären, welcher Konstruktionstyp die Nase vorn hat. Deshalb schickt die Ausrüstungsredaktion zwei unterschiedliche Jackenkonzepte in den Ring: Erstens den meistverkauften Jackentyp, die klassische Zweilagenjacke mit Futter (Berghaus, Craghoppers, Jack Wolfskin, Mammut). Zweitens den Herausforderer, sogenannte 2,5-Lagenjacken (Golite, Haglöfs, Marmot, Schöffel, The North Face). Bei ihnen setzen die Hersteller statt des Futters auf einen feinen Film (0,5-Lage), der verhindert, dass das Material auf der Haut oder an der Kleidung klebt.

Klein und leicht – oder schwer und robust

Schon zu Beginn der Testtour über die Schwäbische Alb zeigen sich Unterschiede: Während die meisten 2,5-Lagenjacken mit ihrem winzigen Packmaß selbst im kleinsten Rucksack verschwinden, brauchen die Zweilagenmodelle deutlich mehr Stauraum. Außerdem begeistert das geringe Gewicht der 2,5-Lagen­kandidaten. Der leichteste bringt gerade mal 160 Gramm auf die Waage, im Schnitt wiegen sie 274 Gramm – ein Traumwert, da die Wetterschutzjacke bei guter Witterung im Rucksack herumgetragen wird und nur bei Regen zum Einsatz kommt. Die Zweilagenmodelle bringen durchschnittlich immerhin 662 Gramm auf die Waage. Damit geht die erste Runde an die Leichtjacken.

Allerdings wirken die meist papierdünnen 2,5-Lagenmaterialien nicht so strapazierfähig – ein Eindruck, den die outdoor-Langzeittests bestätigen: Während gute Zweilagenmodelle selbst nach vielen Jahren noch treu ihren Dienst verrichten, streichen nahezu täglich genutzte Leichtjacken in der Regel deutlich früher die Segel. Das liegt aber nicht nur an den dünnen Obermaterialien, sondern auch am fehlenden Futter, das die wasserdichte, atmungsaktive Schicht auf der Innenseite des Außengewebes vor Beschädigungen und ­Abrieb schützt. Stand: 1:1.

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Der Funktionsjacken-Test im Detail

Und wie sieht es beim Tragekomfort aus? Ausrüstungsredakteur Boris Gnielka sieht leichte Vorteile für die Leichtjacken: »Durch das geringe Gewicht spürt man sie fast nicht«, lautet sein Urteil – vor allem, wenn die Jacken top Bewegungsfreiheit bieten wie etwa das Haglöfs Lim Ultimate Jacket. Dem stimmt outdoor-Tester Ralf Wildermuth zu. Trotzdem favorisiert er den Klassiker: »Die 2,5-Lagenmaterialien fühlen sich auf der Innenseite recht schnell feucht an, wenn man sich längere Zeit anstrengt. Zweilagenjacken werden zwar innen auch feucht, aber dank des Futters merkt man davon einfach weniger.«

12 Funktionsjacken im outdoor Test

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Klimaprüfstand: Materialien im Labortest

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Johannes Butscher outdoor-Tester: »Mich begeistert das geringe Gewicht und Packmaß der ­2,5-Lagenjacken.«

Die Messun­gen des Dampfdurchgangs (Atmungs­aktivität) im outdoor-Labor bestätigen den subjektiven Eindruck. Während die Innenseite der 2,5-Lagenjacken klatschnass ist, sind die Futter der klassischen Zweilagenjacken fast trocken, vor allem bei den Modellen von Mammut und Craghoppers. Beim Thema Dampfdurchgang aber lässt sich kein Sieger küren: Beide Lager liegen hier auf ­hohem bis sehr hohem Niveau. Stand: 2:2.

Gut fürs Klima: Ventilationsöffnungen

Trotzdem eignen sich nicht alle Testjacken für sportliche Touren. Denn über den Klimakomfort entscheidet nicht nur das Material: Auch gute Belüftungsmöglichkeiten wie bei den Modellen von Mammut und Jack Wolfskin sind nötig. Vor allem lange Achselreißverschlüsse (Pitzips) sorgen für Durchzug. Außerdem unterstützen weit zu öffnende ­Ärmelbündchen die Zirkulation. Bei den Zweilagenjacken gehören sie zum Standard, während man sie bei fast allen Leichtmodellen im Testfeld vergeblich sucht.

Vorteil Leichtjacken: Weniger ist mehr

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Karina Grammel outdoor-Testerin »Zweilagenjacken sind robust – und ideal­ für Treks.«

Die meisten 2,5-Lagenkandidaten punkten dagegen mit wenig Nähten. Vorteil: Man muss weniger abtapen – und je weniger ­Tapes, desto größer die Fläche, durch die Feuchtigkeit entweicht. Der The North Face Triumph Anorak kommt auf eine sensationell niedrige Tapefläche von 0,06 Quadratmeter – das entspricht in etwa einer dampfdichten Fläche in DIN-A4-Größe. Bei den Zweilagenjacken im Test ist es die fünf- bis sechsfache Menge! Zwischenstand: 3:3.

Alles trocken? Die Wetterschutzprüfung

Auch beim Wetterschutz erzielen beide ­Materialien Gleichstand: Selbst nach zehn Wäschen halten die Jacken dicht. Bonuspunkte gibt es allerdings für eine gut schützende Kapuze und hohe Kragen, wie sie etwa die Modelle von Haglöfs, The North Face, Jack Wolfskin und die Mammut Tahat bieten.

Fazit:

Welches Konstruktionsprinzip das bessere ist, entscheidet letztlich der Einsatzzweck. 2,5-Lagenjacken sind perfekt als Ergänzung zur Softshell oder für Touren im Sommer, wo der Wetterschutz nur selten ran muss. Zwei Testmodelle stechen heraus: die Haglöfs Lim Ultimate und für absolute Leichtgewichtsfreaks der Triumph Anorak von The North Face, ein minimalistischer Schlupfer. Zweilagenjacken dagegen empfehlen sich für Treks in Schlechtwetter­gebieten, auf denen man die Jacke fast täglich trägt, und für den Alltag. Die Sieger nach Punkten in dieser Klasse: Mammut Tahat und Jack Wolfskin Mountain Devil Women.

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Funktionsjacken und Tests - so funktioniert´s

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Zweieinhalblagen-Konstruktion

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Redaktion

2,5-Lagenjacken sind unschlagbar leicht und klein verpackbar, weil bei ihnen das Futter durch einen hauchdünnen Film (Beschichtung) ersetzt wird. Er sorgt für ein recht angenehmes Hautgefühl.

Zweilagen-Konstruktion

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Die outdoor-Redakteure beim Praxistest: den Adleraugen entgeht nichts.

Auf der Innenseite des Oberstoffs befindet sich die wasserdichte, ­atmungsaktive Membran oder ­Beschichtung, das (Netz-)Futter schützt diese vor Beschädigungen und hält den Körper trocken.

Funktionsjacken kommen bei outdoor-Tests vom Regen in die Traufe. Das müssen die Testmodelle alles aushalten:

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Die Dauerwaschprüfung
simuliert den Dauergebrauch mehrerer Monate. Nach zehn Maschinenwäschen zeigt sich die Haltbarkeit der Imprägnierung oder ob sich Nahtbänder (Tapes) lösen, die zum Abdichten der Nähte von innen aufgeklebt werden.

Der Beregnungstest
gleicht einem sturmgepeitschten Wolkenbruch und entlarvt jeden Konstruktions- und Verarbeitungs fehler der Testkandidaten. Erst diese Standardberegnung ermöglicht die Vergleichbarkeit verschiedener Jacken über Monate und Jahre hinweg – im Praxiseinsatz allein wäre dies nicht möglich. Denn dort herrschen zu unterschiedliche Bedingungen. Nur den Windschutz von Kapuzenschild, Kragen, Bündchen und Saum bewerten die outdoor-Tester in der Praxis.

Der Klimakomfortcheck
ermittelt das Jackenklima in mehreren Schritten. Zum einen misst das outdoor-Labor den Dampfdurchgang der Materialien, zum anderen aber auch die Menge an Kondensat (je weniger, desto besser) und die Feuchtigkeitsverteilung auf der Materialinnenseite: Je mehr sich Feuchtigkeit verteilt, desto angenehmer das Klima. Mit diesen Werten und den Ergebnissen des Praxistests wird die Atmungsaktivität bestimmt. Auch die Imprägnierung des Oberstoffs beeinflusst den Klimakomfort: Ein Außengewebe, das kaum Nässe aufnimmt, erhält die Atmungsaktivität und fühlt sich nicht so klamm an. Die Qualität einer Imprägnierung zeigt sich nach der outdoor-Beregnung. Zusätzlich bestimmt outdoor die Fläche der Tapes und die Menge sich überlappender Materiallagen (Konstruktion): Weniger Tapefläche und Überlappungen bedeuten, dass mehr Feuchtigkeit aus der Jacke entweicht.

Die Komfortbewertung:
Hier werden Bewegungsfreiheit, Materialempfinden, Kapuzensitz, Handhabung usw. benotet.

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