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Fjällräven-Daunenjacken
Fjällräven 1974 Expedition Serie - Daunenjacken Fjällräven
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Fjällräven 1974 Expedition Serie - Daunenjacken
Fjällräven 1974 Expedition Serie - Daunenjacken 9 Bilder

Expedition Down Jacket: Die legendäre Daunenjacke

Fjällräven Expedition Down Jacket So entstand die legendäre Daunenjacke

Notwendigkeit ist oft die Mutter der Erfindung – so war es auch bei der Fjällräven Expedition Down Jacket ...

Der Gründer von Fjällräven, Åke Nordin, befand sich während einer Expedition vor rund 50 Jahren in einem Biwak – im Grunde genommen in einer Grube im Schnee – auf dem kargen Bergplateau von Abisko, im hohen Norden Schwedens. Dort harrte er in einer unerträglich kalten und windigen Nacht aus und beschloss, eine Jacke zu entwickeln, in der er nie wieder frieren würde.

Åke verabscheute die unangenehmen Schafsfelle der Armee, die schnell nass wurden und schwer zu tragen waren. So kam ihm die Idee von einem leichteren Kleidungsstück, das so komprimiert werden kann, dass es weniger Platz im Rucksack beansprucht und beim Tragen bei fast jeder Temperatur isoliert.

Fjällräven 1974 Expedition Serie - Daunenjacken
Fjällräven
Die originale Expedition Down Jacket war blau mit gelben Kapuzenbändern. Blau war Åkes Lieblingsfarbe und die Kombination mit Gelb erinnerte ihn an die schwedische Flagge.

Von den Besten zu lernen, ist ein guter Anfang

Im Jahr 1940 patentierte der Amerikaner Eddie Bauer das Muster für die erste Daunenjacke der Welt, nachdem er sich bei einem Angelausflug im US-Bundesstaat Washington eine Lungenentzündung zugezogen hatte. Seine Parkas mit Daunenisolierung waren bevorzugte Wahl für US-Kampfpiloten im Zweiten Weltkrieg.

Åke hatte immer von Menschen gelernt, die geschickter waren als er selbst. So machte er sich auf den Weg in die USA, wo sich die Experten für Daunenisolierung befanden. Auf einer Outdoor-Messe in Chicago lernte er den Kletterer George Lamb kennen, den Gründer von Camp 7 – damals einer der führenden amerikanischen Hersteller von Daunenjacken und Schlafsäcken. Bevor Lamb sein Unternehmen an eine kalifornische Firma verkaufte und sich zurückzog, um sich um seine Pferde zu kümmern, brachte er seinen schwedischen Freund nach Boulder, Colorado, um ihm beizubringen, wie er am besten seine eigenenisolierenden Daunenjacken und andere Produkte wie Schlafsäcke entwickeln kann. Die Pioniere der Outdoor-Industrie waren damals in erster Linie autodidaktische Outdoor-Enthusiasten. Alle tauschten sich untereinander über neue Erfndungen und Innovationen aus. Genauso wie Lamb sein Wissen teilte, veröffentlichte Åke die Zeichnungen für sein revolutionäres Termozelt in Fjällräven-Katalogen, so dass die Menschen versuchen konnten, das Design selbst weiterzuentwickeln.

Nach seiner Rückkehr nach Örnsköldsvik hatte Åke endlich genug Wissen gesammelt, um ein funktionelles Kleidungsstück zu entwerfen, das den Träger vor Eiseskälte schützte. Mit seiner Singer-Nähmaschine nähte er eine Jacke aus langlebigem Rutarme-Polyamid (Nylon), indem er eine kleinere Jacke innen an eine größere nähte.

Fjällräven Expedition Down

Tests der US-Armee hatten bestätigt, dass eine zehn Zentimeter dicke Schicht in der Lage ist, bis zu minus 40°C zu isolieren, wenn zwischen Innen- und Außenjacke Luftkanäle wie in einem Schlafsack eingenäht werden. Mit diesem Wissen und unter Anwendung der Technik, die er in Colorado gelernt hatte, füllte Åke diese Kanäle mit Gänsedaunen und Federn. Die Schultern füllte er jedoch mit einer Schicht aus Dacron-Polyesterfasern, um zu verhindern, dass sie sich zusammendrücken und die Isolierung verlieren, falls die Träger schwere Rucksäcke trugen. Er stattete die Jacke mit einer isolierenden Kapuze aus, die, wenn man sie zuzog, alles außer die Augen bedeckte. Das Kleidungsstück machte er lang genug, um das Gesäß des Trägers zu bedecken. Nachdem er seinen Prototyp sorgfältig getestet hatte, begann Åke 1974 mit der Produktion der Fjällräven Expedition Down Jacket. Die Kapuze wurde mit gelben, gewachsten Schnüren versehen, die aus dem gleichen langlebigen Material wie die Schnürsenkel von Eishockeyschuhen waren. So entstand eine Jacke, die den Träger bei extremen Temperaturen und an Orten ohne Überdachung warmhielt.

Expedtion Down Jacket Fjällräven
Fjällräven
Auch die neue Version der Expedition Down Jacket ist mollig warm und dazu noch sehr nachhaltig: Sie besitzt Daunen höchster Qualität, 100% rückverfolgbar und ethisch vertretbar gewonnen - zum Wohle der Tiere, von denen sie stammen.

Vom Südpol auf die Straßen Stockholms

Im Laufe der Jahre wurde die Fjällräven Expedition Down Jacket von Expeditionen des Schwedischen Sekretariats für Polarforschung am Südpol und in Grönland eingesetzt. Sie wärmte sowohl Schlittenhundeführer am Polarkreis als auch Bergsteiger in den Basislagern im Himalaya. Es gab jedoch eine Zeit, in der Fjällräven mehr Exemplare der Expedition Down Jacket in einem schicken Stadtteil Stockholms verkaufte als irgendwo sonst. Man sagt, dass der schwedische Trend rund um Daunenjacken seine Wurzeln im Hype um die nationale Skilegende Ingmar Stenmark hat. Der wortkarge, aber unübertroffene Nordländer machte den alpinen Skisport bei den Schweden, die bis dahin Skilanglauf bevorzugt hatten, populär.

Bei ihren Skiurlauben in den Alpen folgten die schwedischen Touristen den kontinentalen Modetrends – in diesen Markt wurde die Expedition Down Jacket eingeführt. Die Jacke erwies sich schnell als Hit bei Kundinnen, die zu dieser Zeit eher große Jacken bevorzugten, die das Gesäß bedecken. Erst in den 1990ern gewann die Jacke über die engeren Kreise von Abenteurern und Outdoor-Enthusiasten hinaus an Bekanntheit. Doch dann erfreute sie sich schnell großer Beliebtheit.

Eine Karriere beim Film

Fjällrävens warme Daunenjacke war bereits unter Filmschaffenden beliebt, vor allem unter Fotografen, die ganze Tage im Freien fotograferten. Während der Dreharbeiten zu Flight of the Eagle, einem Drama über eine berühmte verhängnisvolle schwedische Ballon-Expedition zum Nordpol im 19. Jahrhundert, hielten sich Regisseur Jan Troell und sein Filmteam in Fjällräven-Daunenjacken warm. Es dauerte nicht lange, bis auch andere schwedische Regisseure und Filmstars, darunter die Schauspielerin Lena Olin, nach den Jacken fragten.

Extra, Extra, Extra Small

Die übergroßen Abmessungen der Jacke waren jedoch für viele Frauen ein Problem. Åkes Idee, die Jacke nach der Rückkehr ins Basislager über der gewohnten Winterkleidung tragen zu können, war der Grund für ihre großzügigen Proportionen. Aber das war nicht unbedingt das, was die städtischen Konsumentinnen zu Beginn des neuen Jahrtausends wollten. Ein Geschäft in einem der wohlhabenderen Stadtteile Stockholms fragte Fjällräven nach kleineren Größen. Åke war zunächst skeptisch, da er wusste, dass ein Teil der Funktionalität verloren gehen würde, wenn die Jacke das Gesäß der Trägerin nicht bedecken würde. Schließlich beschloss das Unternehmen jedoch, auf seine Kunden zu hören und begann, die Expedition Down Jacket in den Größen XXS und XXXS herzustellen. Die Verkäufe stiegen sprunghaft an: Mitte der 2000er wurden die Jacken in ganz Stockholm getragen.

Wie viele andere erfolgreiche Markenprodukte wurde auch die Fjällräven Expedition Down Jacket zahlreich gefälscht. In der Vorweihnachtszeit 2003 wurden in Zeitungsanzeigen und in der Stockholmer U-Bahn billige Fjällräven-Jacken beworben, die bis zu 70 Prozent unter dem Verkaufspreis lagen. Fjällräven setzte sich mit der schwedischen Strafverfolgungsbehörde in Verbindung, die mehr als 1.000 aus Chinaimportierte, raubkopierte Jacken beschlagnahmte. Die Fälschungen wurden vernichtet und der Importeur wurde zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Seit am 21. Dezember der gerichtliche Beschluss fiel, steht die Fjällräven Expedition Down Jacket wie ein Popsong, Buch oder Kunstwerk unter urheberrechtlichem Schutz.

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