OD-0615-Softshells-Test-Bilder-4 (jpg) Steffen Scheyhing

Softshelljacken im Test 2015

Die Alleskönner für den Sommer

Softshelljacken müssen auf Tour viel wegstecken: Wind, Nässe und rüden Umgang - auf Touren aller Art. Hier die getesteten Softshells 2015 zum Wandern und für sportliche Aktivitäten, auch an wärmeren Tagen.

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Diese Binsenweisheit kennt wohl jeder Outdoorer. Doch was passt auf eine Wettervorhersage, die einen Sonnen-Wolken-Mix mit Schauern ankündigt? Eine Funktionsjacke? "Die hält zwar den Wind und die Regenschauer draußen, ist aber in den wärmeren Monaten meist viel zu schwitzig", erklärt Testredakteur Frank Wacker. "Spätestens, wenn sich zwischen den Schauern die Sonne zeigt, beginnt das lästige Jacke-an-Jacke-aus-Spiel".

Ein Fleecepulli? "Da pfeift es voll durch, außerdem hält er keinen Regen ab", so der Profi. Die Lösung liegt zwischen Fleece und Regenjacke und heißt Sommersoftshell. Ihre Mission: mit weichem, luftigem Material viel Trage- sowie Klimakomfort bieten und mit einer windabweisenden, gut imprägnierten Außenseite Schauer und Nieselregen abhalten. Sommersoftshells sind ideal für wechselhaftes, mildes Wetter – wie es am Testwochenende im Pfälzer Wald der Fall war.

Softshelljacken für Herren und Damen im Test

Bei den Softshells, die das Testteam dabei hatte, waren auch acht Damenjacken dabei. Sie kosten zwischen 130 und 280 Euro, bestehen - typisch für Sommersoftshells – aus ungefüttertem, leichtem Elastikgewebe. Zwei Tage lang wollen die acht Testerinnen und Tester den Jacken wahrend einer Wandertour auf den Zahn fühlen: Mit an Bord sind Schlafsäcke, Isomatten und Kocher – Biwakausrüstung, um unter einem der Felsdächer zu nächtigen. Nicht mit dabei sind Fleecepulli und Funktionsjacke. Reiseredakteurin Katharina Hübner zeigt ihr Smartphone in die Runde: 70 Prozent Niederschlagsrisiko, starker, böiger Wind und nur selten Sonnenschein meldete die Wetter-App zwischenzeitlich.

"Ob das gutgeht?" ... Es ging gut, zumindest am ersten, besonders nassen Tag, den das Team für die Wetterschutzprüfung nutzte. "Erstaunlich,was die Imprägnierungen heute leisten", wundert sich Tester Johannes Butscher und schüttelt demonstrativ die Tropfen vom Jackenärmel der Black Diamond. Eine gute Stunde lang wandern die Tester jetzt schon im Nieselregen, einzig beim Vaude Rokua Jacket sickerte langsam etwas Nässe durch die Kapuzen- und Ärmelnähte. Kurze Zeit später meldeten auch die Tester in den Jacken von Mountain Equipment und Haglöfs erste Undichtigkeiten, doch der Rest hielt auch weiterhin dicht.

Der standardisierte Test unter der outdoor-Sprühregendusche bestätigt das Praxisergebnis: Die meisten Softshells, allen voran die Jacken von Black Diamond und Schöffel, wehren selbst anhaltenden Nieselregen ab. Auch Wind hat keine Chance, er wird von den dichten Geweben erfolgreich ausgebremst. Allerdings nicht in gleichen Maßen. Absolut winddicht ist nur die Schöffel. Auch durch die Marmot Rom dringt kaum ein Lüftchen. Alle anderen lassen zumindest etwas Luftaustausch zu. Das wussten die Tester bei den vielen Auf- und Abstiegen durch den hügeligen Pfälzer Wald zu schätzen. Trotz zweistelliger Temperaturen blieben die Jacken geschlossen. Schweißnasse Gesichter? Die sah man selbst nach dem finalen Steilanstieg – vom Örtchen Lug zum Nachtlager unter den Geierfelsen – nicht.

Das beste Klima in diesem Test bieten die Modelle von Black Diamond, Mountain Equipment, Haglöfs und The North Face, sind sich die Tester einig. Der zweite Testtag zeigte sich trocken und lockte die Gruppe gleich in der Früh auf das sonnige Aussichtsplateau des Geierfelsens. Auf den Gipfelsturm mussten die Tester jedoch trotz vieler tapferer Versuche verzichten: Zu riskant war der Aufstieg ohne Seil. "An den Softshells lag’s jedenfalls nicht", witzelt Testerin Sina Choma, die in ihrer Freizeit gerne auch hundert Meter hohe Wände erklimmt.

Weitere Ergebnisse und das Fazit des Tests auf Seite 2

Wärmere Jacke gesucht? Hier alle Softshells im Test 2015:

Softshelljacken im Test + Alternativen

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Die getesteten Sommersoftshells 2015:

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Testfazit & Ergebnisse

Vor allem die Black Diamond Dawn Patrol LT und The North Face Purgatory Hooded Jacket sind so konstruiert, dass selbst bei extremen Moves nichts spannt. Auch sonst bieten die sechzehn Jacken einen sehr hohen Tragekomfort. Die meisten sind supergeschmeidig, toll geschnitten und mit praktischen Features ausgestattet. »Ein so gutes Testfeld hatten wir noch nie«, freut sich Frank Wacker.

Unterm Strich am besten schneiden die Modelle von Black Diamond und The North Face ab: Tragekomfort, Wetterschutz, Klima und auch Ausstattung und Handling sind nahezu perfekt. Die ideale Wahl für alle, die eine Softshell für den Allround- oder Multisporteinsatz suchen und nicht zu sehr aufs Geld achten müssen. Denn vor allem die Black Diamond ist teuer: 280 Euro. 60 weniger sind für die North Face fällig.

Sucht man eine Softshell für alpine Touren oder nasskaltes Wetter, sind die Jacken von Schöffel die richtige Wahl. Sie wehren Wind perfekt ab und halten selbst bei stundenlangem Nieselregen sowie kurzen Schauern trocken. Mit 230 Euro gehören sie auch zu den hochpreisigen Testmodellen. Wer weniger ausgeben möchte,wählt die 180 Euro teure Haglöfs Gecko Lite.

Mit ihrer schirmlosen Kapuze eignet sie sich klasse für helmtragende Outdoor-Sportler: Biker, Bergsteiger und Kletterer. Der Preis-Leistungs-Sieger im Test ist jedoch das Mountain Equipment Frontier Jacket. Es kostet 130 Euro und kann so ziemlich alles. Vor allem bietet es ein sehr luftiges Klima und eignet sich dank dünnem Material bestens für Touren bei mildem Wetter – für den Sommer perfekt!

Testfazit und Ergebnisse

Jacke / Link zum Testbericht Preis Testurteil
The North Face Purgatory Hooded (Testsieger) 220 Euro Überragend
Black Diamond Patrol LT 280 Euro Überragend
Haglöfs Gecko Lite Hood (Kauftipp) 180 Euro Sehr gut
Mountain Equipment Frontier Hooded (Kauftipp) 130 Euro Sehr gut
Schöffel Dionne/Drake 230 Euro Sehr gut
Jack Wolfskin Gravity Flex Jacket 200 Euro Gut
Marmot Rom Jacket 180 Euro Gut
Vaude Rokua Jacket 130 Euro Gut

Wärmere Softshell gesucht? Hier alle Testjacken 2015:

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