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12 Softshell-Jacken im outdoor Test

Auf die weiche Art - Softshells im Test

Soft­shelljacken tragen sich angenehm weich, halten Wind und Wetter ab und sind für jeden Outdoorspaß zu haben. Um zu prüfen, welche Modelle sich draußen bewähren, ging die outdoor-Crew zwei Tage lang auf Testtour in den Pfälzer Wald.

Nieselregen an sich ist schon keine besonders angenehme Erscheinung. Wenn er aber auch noch von Windböen befeuert, unerwartet heftig auf Land und Leute eindrischt, freuen sich darüber allenfalls Landwirte – und outdoor-Tester. Der März steht erfahrungsgemäß bei beiden hoch im Kurs. Als am dritten Märzwochenende der Wetterbericht besonders viel Sprühregen in Aussicht stellt, nimmt die outdoor-Testcrew Kurs auf die Pfalz. Im Gepäck: zehn Soft­shells mit Kapuze, Notiz­blöcke, Stifte – und ein volles Testprogramm.

Zu schön, um wahr zu sein?
Softshelljacken sind mittlerweile zu einer festen Größe bei Outdoorbekleidung herangewachsen. Seit etlichen Jahren kaufen sie ihren Verwandten, den Fleecepullis und Funktionsjacken, in puncto Beliebtheit und Katalogpräsenz den Schneid ab. Offensichtlich kann niemand ihrem Produktversprechen widerstehen, das bes­te aus zwei Welten zu vereinen: Fast so weich wie ein Fleece soll eine Softshell sein und dabei annähernd so gut dem Wetter trotzen wie eine Funktionsjacke. Möglich macht das eine glatte, imprägnierte, wind­abweisende Außenhaut, die fest mit einem weichen Fleece­futter verklebt wurde. Dazu gibt es einen bewegungsfreundlichen Schnitt und ein paar Taschen. So ausgerüstet, bieten sich Soft­shells für jede erdenkliche Outdoorspielart an, ob Wandern, Biken, Klettern oder Biergartensitting. Und das bei fast jedem Wetter. Nur für kräftigen Regen sind sie nicht gemacht, hier schützen Funktionsjacken besser.

Diese Details braucht eine Softshell

OD justierbare Kapuze
OD justierbare Kapuze OD hoher Kragen OD gut erreichbare Taschen OD leicht laufender Frontzipper 6 Bilder

Eigentlich wollte die Testcrew den Wettercheck gleich am Anfang durchführen. Doch da im Pfälzer Wald der Nieselregen erst einmal ausbleibt, nutzen die Tester die Gunst der Stunde für ein paar Klettereinheiten an den trockenen Sandsteinfelsen von Nonnen- und hinteren Klosterfels – die erste Test­station. Schnell zeigt sich, welche Jacken beim Hochgreifen spannen, hochrutschen und der Nierengegend ungewollt Abkühlung verpassen: vor allem die Modelle von Jack Wolfskin und Mammut. Begeisterung hingegen bei Adidas: »Trägt sich wie eine Trainingsjacke, ...«, ruft Johannes, schnappt ein Käntchen, richtet sich auf und ergänzt: »... und sieht auch so aus!« Doch braucht nicht jeder so viel Bewegungsfreiheit; beim normalen Wandern zählen andere Wohlfühlfaktoren. Eine Ansicht, die Testerin Karina Grammel teilt: »Schön soft muss sich die Jacke anfühlen, so wie die Arc‘teryx!« schwärmt sie. Außerdem muss die Kapuze anständig sitzen und Bewegungen des Kopfes mitmachen. Die Modelle von Adidas, Arc‘teryx und Marmot haben hier die Nase vorn.

OD Tourengehen im Winter
Softshell-Jacken
OD Funktionsjacken im Test
Regenjacken
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Softshell-Jacken
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Softshell-Jacken
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Softshell-Jacken

Der Softshell-Jackentest im Detail

Am Klosterfels vorbei geht es querwaldein steil hinauf bis zum Kamm. Hündin Finja gibt das Tempo vor – die Tester hecheln hinterher. Immer wieder erschweren umgestürzte Bäume, rutschige Wurzeln und Geäst den Aufstieg. Erste Schweißperlen bilden sich auf den Stirnen, es wird still, jeder keucht vor sich hin. Oben angekommen, geht es gleich wieder runter, Softshells wechseln und erneut rauf zum Kamm. Sinn der Übung: den Klimakomfort der Jacken vergleichen. Hier gibt es enorme Unterschiede. Vor allem in den 100-prozentig winddichten Jacken – im Test von Mountain Hardwear, Mammut, Millet und Norrona – laufen die Tester ziemlich schnell heiß. »Außer in der Mammut!« ruft Felix Wiedmann und öffnet zum Beweis die über einen Meter langen Ventilationsöffnungen an den Seiten. Bei anderen Modellen, etwa bei Jack Wolfskin oder Marmot, lassen Einsätze aus luftigem Stoff kühlende Frischluft an Rumpf und Arme. Adidas und Arc‘teryx machen‘s noch einfacher: Ihr Material ist nicht winddicht, lässt also einen schwachen, kühlenden Luftstrom hindurch. »Unterm Strich die bes­te Lösung!« fasst Katleen Richter die Eindrücke der Tester zusammen. Auf Winter- oder Hochtouren sollten verfrorene Personen allerdings ruhig zu einem winddichten Modell greifen.

Nachdem jede Softshell im Aufstieg bewertet wurde, macht die Crew Mittagsrast in der Winterkirche, einem kleinen Frischluftgotteshaus mitten im Wald. Riegel, Kekse und Wasser werden gezückt, und eine hitzige Debatte über die richtige Ausstattung bei Softshell­jacken entfacht. Für Karina, Felix und Frank ist genügend Taschenstauraum für Handschuhe, Kappe, Sonnenbrille und Mobiltelefon ein Muss. Und der sollte auch dann nutzbar sein, »... wenn das untere Jackendrittel vom Rucksackhüftgurt bedeckt wird!« so Felix. Im Test verfügen nur Adidas, Arc‘teryx und Jack Wolfskin über solche luxuriösen Taschenverhältnisse. Wem jedoch, wie dem Rest der Crew, eine Tasche fürs Handy genügt, kommt mit den meisten Modellen zurecht. Nur bei Mammut, Millet und The North Face muss man bei Kletter- oder Rucksacktouren gänzlich auf Stauraum in den Taschen verzichten.

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Ventilationsöffnungen lassen auf Wunsch kühle Frischluft in die Jacke.

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Ärger mit der Handhabung
Während die gewünschte Ausstattung von persönlichen Vorlieben abhängt, gibt es beim Thema Handling keine Diskussionen: Reißverschlüsse müssen leicht laufen, Klettbänder und Kapuzenverstellungen auch mit Handschuhen justierbar sein. Hier schwächeln nur Mountain Hardwear – mit hakeligen Achsel- und Taschenzippern – sowie Millet. Bei Letzterer gelangt man nur unter Aufbietung artis­tischer Fähigkeiten an den Tascheninhalt. Er ruht auf Gürtelhöhe, während sich die Hand durch eine kleine Taschenöffnung auf Brustniveau zwängen muss.

Endlich schlechtes Wetter!
Am zweiten Testtag verwöhnt der lang ersehnte Nieselregen die Testcrew. Die Kapuzen tief im Gesicht, wandern die sechs fröhlich durchs fallende Nass. Die Freude hat ihren Grund, denn viele Softshells schützen besser als vermutet. Erst nach über zehn Minuten saugt sich Feuchtigkeit über durchgestickte Logos oder schlecht imprägnierte Nähte ins Innere. Deutlich länger trocken bleibt man nur in den Jacken von Adidas und Mountain Hardwear – in Letzterer sogar
eine komplette Stunde lang.

Die Qual der Wahl
Nach Auswertung der Testbögen und Abgleich der Erfahrungen vom Wochenende mit dem vorangegangenen Sprühnebel-Labortest steht fest: Die perfekte Softshell gibt es nicht, dazu sind die Ansprüche zu verschieden. Wer beispielsweise eine Jacke zum Wandern, Klettern und Joggen sucht, die auch im Alltag gefällt, sollte zur 130 Euro günstigen Adidas greifen. Sie kombiniert top Tragekomfort mit luftigem Klima und hohem Nässeschutz – ist aber nicht sehr warm und daher für Hochtouren oder kühle Regionen nicht geeignet. Hierfür bieten sich Arc‘teryx und Norrona an. Sie kosten allerdings 400 bzw. 250 Euro und halten Nässe nur kurzfristig ab. Sie suchen die goldene Mitte? Einen Allrounder für Freizeit und Tour? Dann greifen Sie zur Marmot, sie kann alles gut – aber nichts schlecht.

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1. justierbare Kapuze

Damit eine Kapuze gut passt und sich bei Kopf­bewegungen mitbewegt, braucht sie in der Regel eine Volumenverstellung. Sie sitzt in den meisten Fällen am Hinterkopf. Bei Regenwetter nützlich ist ein steifes, nicht zu kleines Kapuzenschild.

2. hoher Kragen

Im besten Fall reicht der Kragen bis über den Mund, dann bietet er optimalen Wetterschutz. Achten Sie auch darauf, dass er verstellbar ist.

3. gut erreichbare Taschen

Pflicht ist mindestens eine große Tasche für Karte, GPS und Co. Sie sollte auch dann erreich­bar sein, wenn ein dicker Rucksackhüftgurt das untere Jackendrittel bedeckt.

4. leicht laufender Frontzipper

Der Frontreißverschluss muss leichtgängig laufen und sollte wasserabweisend ausgerüstet sowie mit einer Windschutzleiste hinterlegt sein.

5. passgenauer Schnitt

Wie wohl man sich in der Softshell fühlt, hängt auch vom Schnitt ab. Gute Modelle besitzen zum Beispiel vorgeformte Ellbogen. Um zu prüfen, ob die Bewegungsfreiheit ausreicht, winkeln Sie die Unterarme an – dabei darf‘s nicht spannen.

6. komfortable Bündchen

Verstellbare Bündchen lassen sich gut zur Ventilation nutzen, dürfen aber nicht durch steife Klettstreifen stören. Elastische Bündchen tragen sich weich, sollten aber dicht abschließen.

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Gute Kapuzensoftshells schützen fast genauso vor Wind und Wolkenbruch wie...

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